Wikinews:Archiv/Hauptseite/2011/04

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Samstag, 30. April 2011

Die Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe gab heute weitere Einzelheiten zu den gestern festgenommenen mutmaßlichen Angehörigen einer terroristischen Vereinigung bekannt. Demnach handelt es sich bei den gestern in Bochum und Düsseldorf festgenommenen drei Männern im Alter zwischen 19 und 31 Jahren um einen marokkanischen Staatsangehörigen, einen Deutsch-Marokkaner und einen Deutsch-Iraner. Alle drei sind „dringend verdächtig, als Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung Al Qaida einen Terroranschlag in Deutschland geplant zu haben“, erklärte die Behörde.
Ein breites Bündnis gegen Rechts hatte für den heutigen Sonnabend zu einer Protestkundgebung gegen einen geplanten Neonazi-Aufmarsch im Bremer Stadtteil Neustadt aufgerufen. Einem Großaufgebot von 3.000 Polizisten gelang es, beide Demonstrationen voneinander zu trennen.
Die Feinunze (31,1 Gramm) Silber kostete am Donnerstagabend 49,51 US-Dollar. Damit wurde das Hoch vom Januar 1980 von 49,45 US-Dollar leicht übertroffen. Die Feinunze Gold steht auf ihrem Allzeithoch von 1535,90 US-Dollar. Die expansive Geldmarktpolitik der Fed treibt die Inflation und den Preis der Edelmetalle an.
Die rumänische Regierung hält am Jahr 2015 für die Euroeinführung fest. Nationalbankgouverneur Mugur Isarescu will die rumänische Währung Leu für zwölf Monate parallel zum Euro als Zahlungsmittel im Verkehr lassen.

Freitag, 29. April 2011

Trotz einer vom syrischen Innenministerium ausgegebenen Warnung demonstrierten auch am heutigen Freitag zehntausende Syrer auf den Straßen von Damaskus, Latakia und Homs für demokratische Reformen. Parolen wie „Das Volk will den Sturz des Regimes“, „Gott ist groß“ und „Gott, Syrien, Freiheit und sonst nichts“ wurden gerufen.
Wie die deutsche Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilt, wurden heute drei mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen festgenommen. Die Festnahme erfolgte durch Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), wie ZDFheute und die Presseagentur dpa berichten. Die Verdächtigen sollen morgen einem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt werden.
Schaulustige Royal-Fans am Straßenrand
Die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches ist im Ausnahmezustand. Die „Traumhochzeit des Jahres“, als die sie von Medien hochstilisiert wurde, wird von über zwei Milliarden Menschen in aller Welt vor den Fernsehschirmen verfolgt. Um 12:17 Uhr war es dann so weit: Prinz William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor und Kate Middleton geben sich ihr Ja-Wort.
In Russland deckte die Kriminalpolizei eine Bande von Kriminellen auf. Die Betrüger traten unter falschen Namen auf und gaben sich als Generäle des russichen Geheimdienstes, Federalnaja sluschba besopasnosti Rossijskoj Federazii (FSB) aus. Gegen entsprechende Bezahlung boten sie hochrangige Staatsposten an.
Einen Tag nach den verheerenden Stürmen über sieben Bundesstaaten der Vereinigten Staaten bietet sich den Helfern und Bewohnern, die unter den Trümmern nach Überlebenden suchen, ein niederschmetterndes Bild. Unter zerstörten Häusern begraben, werden immer mehr Todesopfer gefunden. Ihre Zahl beläuft sich laut New York Times (NYT) auf 291. Reuters meldet 306 Tote. Mehr als 160 Tornados waren gestern über die USA hinweggezogen.
Logo der Daimler AG
Das Geschäftsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Daimler AG lag im ersten Quartal 2011 nach eigenen Angaben bei 2.031 Millionen Euro (1,18 Milliarden Euro nach Steuern). Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 71 Prozent. Der Konzern verweist auf einen „Aufwärtstrend in nahezu allen Geschäftsfeldern“. Die Aktiengesellschaft konnte im ersten Quartal 15 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur MAP ist die Zahl der Todesopfer bei dem Bombenanschlag auf das vor allem von Touristen besuchte Café Argana in der marokkanischen Hauptstadt Marrakesch auf 16 gestiegen. Zwei schwerverletzte Opfer des Anschlags verstarben in der Nacht im Krankenhaus.
Nach der Kirche haben längst auch die österreichischen Bundesländer mit der Aufarbeitung ihrer Gewalt- und Missbrauchsfälle begonnen. So hat zuletzt Oberösterreich 622.500 Euro Entschädigung an Opfer in 51 Fällen von physischer, psychischer oder sexueller Gewalt ausbezahlt. Die Republik Österreich wehrt sich allerdings bis heute dagegen, dass die Fälle aus dem Umfeld staatlicher Einrichtungen ans Tageslicht kommen.
Martin N., der im Jahre 1993 den 13-jährigen Stefan und 1995 den achtjährigen Dennis getötet hatte, bekam 1996 vom Bremer Jugendamt einen zwölf Jahre alten Jungen vier Jahre lang in Pflege. Dies bestätigte die zuständige Behörde aufgrund von Nachforschungen, die eingeleitet wurden, nachdem Nachbarn sich als Zeugen gemeldet hatten.

Donnerstag, 28. April 2011

15 Menschen, überwiegend Touristen, starben heute bei einem Bombenanschlag auf ein beliebtes Touristencafé in der Altstadt von Marrakesch. 20 weitere Menschen wurden verletzt. Unter den Toten sind zwölf Ausländer, darunter 6 Franzosen sowie drei Marokkaner. Kommunikationsminister Khalid Naciri sprach gegenüber der Presseagentur AFP von einem „terroristischen Akt“.
Bei der schlimmsten Sturmkatastrophe der letzten 40 Jahre suchten heute über 160 Wirbelstürme den Süden der Vereinigten Staaten heim. Sie hinterließen ein Bild der Verwüstung. Autos wirbelten durch die Luft, tausende Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht, Bäume entwurzelt und auf Hochspannungsleitungen geschleudert. Die New York Times meldet 200 Todesopfer in der betroffenen Region. Andere Medien gehen von bis zu 230 Toten aus.
Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl am 22. Mai 2011 in Bremen hat sich Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) zu Wort gemeldet und eine Überprüfung der Umweltzone gefordert. Darüber berichteten die Bremer Tageszeitungen in der gestrigen Druckausgabe. Die Forderung des SPD-Mitglieds stößt auf ein unterschiedliches Echo.
Eurofighter
Am Donnerstag überraschte das indische Verteidigungsministerium mit der Entscheidung zur geplanten Beschaffung von 126 Kampfjets. Allgemein war erwartet worden, dass der US-Hersteller Boeing oder Lockheed Martin den Zuschlag bekommen würden. Nach neuesten Informationen werden es europäische Rüstungsunternehmen unter sich ausmachen. Der Auftrag ist 11 Milliarden Dollar schwer.
Am Dienstagvormittag wurde ein 44-jähriger aus der Justizvollzugsanstalt Stadelheim entlassen. Am Abend des gleichen Tages hielt sich der jetzt Wohnsitzlose volltrunken in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofes auf und warf abgestellte Fahrräder um. Als ein 82-jähriger Rentner vorbei kam, schlug er diesem mit der Faust ins Gesicht und bezeichnete ihn als „deutsches Schwein“. Eine zufällig anwesende Frau wurde ebenfalls mit Beleidigungen überzogen. Erst als ein beherzter Passant eingriff, entfernte er sich.
Bei einem Hackerangriff auf die Plattform PlayStation Network des Elektronikkonzerns Sony vor zehn Tagen sind möglicherweise die persönlichen Daten von über 75 Millionen PlayStation-Nutzern gestohlen worden. Sony hat die entsprechenden Server daraufhin herunter gefahren, um weiterem Datendiebstahl vorzubeugen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Vorgang um den größten Datenklau in der Geschichte.

Mittwoch, 27. April 2011

Eine von der Regierung Japans eingesetzte Expertenkommission sieht mit dem bevorstehenden Wiederaufbau des Landes nach Erdbeben, Tsunami und Kernkraftswerkskatastrophe eine gigantische Aufgabe auf Japan zukommen. Bis zu zehn Jahre könnte demnach der Wiederaufbau dauern.
Apple-Logo
Sechs Tage, nachdem bekannt wurde, dass die Firma Apple Nutzerdaten in einer unverschlüsselten Datei auf dem iPhone und dem iPad speichert, reagierte jetzt das Unternehmen aus Cupertino mit einem Eingeständnis: Ein Softwarefehler sei dafür verantwortlich, dass bestimmte Daten, die bei der Nutzung des iPhones entstünden, in unverschlüsselter Form und länger als nötig gespeichert würden. Zugleich dementierte Apple, dass diese Nutzerdaten die Erstellung eines Bewegungsprofils ermöglichten.
ISAF-Logo
Mindestens sechs Soldaten der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe für Afghanistan (ISAF) starben am heutigen Mittwoch auf dem militärischen Teil des Kabuler Flughafens durch Schüsse eines afghanischen Luftwaffenpiloten. Bei den Toten handelt es sich offenbar um Ausbilder, deren Nationalität jedoch nicht bekannt gegeben wurde.
Genau einen Monat nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben sich Bündnis 90/Die Grünen und SPD in Stuttgart auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Zum ersten Mal in der über 50-jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland führen die Grünen eine Landesregierung und stellen den Ministerpräsidenten. Auch für die SPD ist es das erste Mal, dass sie Juniorpartner einer grün-roten Landesregierung ist. Beim umstrittenen Thema Stuttgart 21 einigten sich die beiden Parteien auf einen Kompromiss.
Die Entscheidung der Berliner SPD-Schiedskommission für einen Verbleib Thilo Sarrazins in der SPD kommt an der SPD-Basis offenbar nicht überall gut an. Vor allem die mit dem Fall betraute Generalsekretärin Andrea Nahles gerät zunehmend unter Druck. Die Juso-Bezirksvorsitzenden aus Süd- und Nordhessen sowie der Landesvorsitzende der Jusos in Hessen bezeichneten die Entscheidung im Fall Sarrazin als „beschämend“. Als Konsequenz fordern die hessischen Jungsozialisten nun den Rücktritt der Generalsekretärin.

Dienstag, 26. April 2011

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung unterstützt auch 2011 den MatheMonatMai
Auch dieses Jahr findet im Mai wieder der MatheMonatMai (M3) statt. Zum dritten Mal möchten Mathematikerinnen und Mathematiker die Vielfalt des Fachs lebendig präsentieren. Im Mittelpunkt der bundesweiten Veranstaltungsreihe stehen Aktionen für Schülerinnen und Schüler.
Riots Paris 2007.jpg
In der Nacht zum Ostermontag, dem 25. April 2011, wurden erneut Kraftfahrzeuge in Hamburg angezündet. Gleich 18 Fahrzeuge wurden in der Zeit von 2.58 Uhr bis 5.25 Uhr zerstört oder beschädigt. Zu vier Brandorten wurde die Feuerwehr gerufen. Trotz Großfahndung der Polizei konnten keine Täter gefasst werden. Es entstand Sachschaden in bislang unbekannter Höhe; verletzt wurde niemand.
Die Regierung Syriens geht trotz starker Kritik aus dem Ausland weiter gegen die Protestbewegung im Land vor. Am heutigen Dienstag berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana, dass die Armee „auf Wunsch der Bewohner“ in die Stadt Dar'a einmarschiert sei. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten handelt es sich um 3.000 Sicherheitskräfte, die von Panzern unterstützt in die Stadt einrückten. Die Grenze zu Jordanien wurde nach jordanischen Angaben abgeriegelt.

Montag, 25. April 2011

Unbemerkt trieben die Gefangenenbefreier einen mindestens 320 Meter langen Tunnel voran. Nach Monaten der Arbeit im Untergrund durchbrachen sie den Boden eines Gefängnisses in Kandahar. Gut organisiert flohen inhaftierte Mitglieder der radikalislamischen Taliban in Kleingruppen durch die Röhre. Mindestens 475 Häftlinge entkamen. Laut Jusuf Ahmadi, einem Sprecher der Taliban, waren darunter 106 Führungsfiguren der islamistischen Vereinigung.
Nach Informationen Aktivistengruppe Campaign for Tibet (ICT) wurde am Donnerstagabend das Kloster Kirti in der Provinz Sichuan von chinesischen Sicherheitskräften gestürmt. Mehr als 300 Mönche sollen verschleppt, zwei 60- und 65-jährige Tibeter die sich der Erstürmung entgegengesetzt hatten sollen getötet worden sein. Andere Gläubige wurden zusammengeschlagen und ihnen dabei Knochen gebrochen.
minatur
Wie jedes Jahr an Ostern fand dieses Wochenende in Neuseeland die „Große Osterhasenjagd“ statt. Mehr als 500 Jäger stellten den Langohren nach. 23.000 Kaninchen und 1.000 Feldhasen hauchten dabei ihr Leben aus.

Sonntag, 24. April 2011

Der Präsident des Jemen, Ali Abdullah Salih, der sich seit Wochen mit Rücktrittsforderungen durch nahezu tägliche Massendemonstrationen konfrontiert sieht, kündigte am Karsamstag seinen Rücktritt innerhalb von 30 Tagen an. Salih ging damit auf einen Vermittlungsvorschlag des Golf-Kooperationsrates ein. Der Vorschlag sieht die Übergabe der Macht an seinen Stellvertreter und die Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit vor.
Die italienische Polizei nahm Francesco Campana, den Chef der apulischen Mafiaorganisation Sacra corona in Oria fest. Die kriminelle Vereinigung gilt nach der Camorra, der Cosa Nostra und der ’Ndrangheta als viertstärkste in Italien.

Samstag, 23. April 2011

In vielen Großstädten Deutschlands trafen sich am Karsamstag Tausende von Menschen zu den diesjährigen Ostermärschen. Im Mittelpunkt der Demonstrationen standen in diesem Jahr das Thema Kernenergie und die Situation in Libyen. In der deutschen Hauptstadt Berlin beteiligten sich rund 1500 Teilnehmer an den Ostermärschen.
Widersprüchliche Meldungen laufen aus der umkämpften libyschen Stadt Misrata ein. Während ein Sprecher der Rebellen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters telefonisch mitteilte: „Misrata ist frei, die Rebellen haben gewonnen“, werden andererseits Nachrichten bekannt, wonach die Kämpfe an Heftigkeit noch zugenommen hätten.
In einem Großeinsatz von rund 400 Polizisten wurden mehrere Mitglieder der rechtsextremen „Véderö-Wehrsportgruppe“ festgenommen. Ortschaften mit einem hohen Roma-Anteil werden immer wieder von Rechtsextremisten in Märschen durchquert, um auf „Zigeunerkriminalität aufmerksam zu machen“. Dabei treten „Bürgerwehren“ auf, deren Mitglieder meist der rechtsextremen Partei Jobbik entstammen.
Erdbebenkarte
Vor der Küste der Salomonen-Inseln im Pazifischen Ozean kam es gegen 15:17 Uhr (Ortszeit, 04:16:55 UTC) zu einem Seebeben der Magnitude 6,9. Das Erdbeben ereignete sich in einer Entfernung von etwa 76 Kilometer westlich von Kirakira, der Provinzhauptstadt der Insel Makira in einer Tiefe von 81,6 Kilometer unter der Erdoberfläche.
Die Zahl der Toten bei der Freitags-Demonstration am Karfreitag in Syrien (Wikinews berichtete) wurde heute wesentlich nach oben korrigiert. Die Deutsche Presse-Agentur meldet heute 112 getötete Demonstranten. Die Agentur beruft sich dabei auf Webseiten der Oppositionsbewegung in Syrien, auf denen entsprechende Listen veröffentlicht wurden. Auch am Samstag gingen wieder Zehntausende von Syrern auf die Straße um das Ende des Regimes von Baschar al-Assad zu fordern.
Mekong in Laos
Die zwischenstaatliche Mekong River Commission (MRC) konnte in der laotischen Hauptstadt Vientiane keine Einigung über die Zukunft des laotischen Staudammprojekts, des Xayaburi-Staudamms über den Mekong-Fluss erzielen.

Freitag, 22. April 2011

Trotz der gestern verkündeten Aufhebung des Ausnahmezustandes zum Beginn der kommenden Woche gingen syrische Sicherheitskräfte am heutigen Freitag erneut mit dem Einsatz von Tränengas und scharfer Munition gegen demonstrierende Regierungsgegner vor. Laut Medienberichten sollen in Homs auch Scharfschützen von Dächern aus auf die demonstrierenden Menschenmassen geschossen haben. Insgesamt sollen laut Medienberichten mindestens 10 Menschen getötet worden sein.
Rund 33 Milliarden Euro (4,02 Billionen Yen) will die japanische Regierung für einen Nachtragshaushalt zur Bewältigung der Folgekosten des Erdbebens und Tsunamis sowie der nachfolgenden Kernkraftwerkshavarie vom 11. März des Jahres in den beiden Kammern des Parlaments beantragen.
Seit Mitternacht von Donnerstag auf Freitag (Ortszeit Japan) gilt rund um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima I eine Sperrzone mit einem Radius von 20 Kilometern. Ohne staatliche Genehmigung ist das Betreten der Zone verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 100.000 Yen (umgerechnet rund 840 Euro) oder 30 Tagen Haft geahndet.
Mindestens sechs, möglicherweise auch über sieben Milliarden Euro will die Deutsche Bahn AG für einen Großauftrag für Siemens hinlegen. Die Bestellung lautet auf bis zu 300 Hochgeschwindigkeitszüge. Den Deal segnete der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn am Donnerstag ab. Die Vertragsunterzeichnung ist für den Mai des Jahres geplant.
Vier tote Soldaten und acht Verwundete auf thailändischer Seite sowie drei tote kambodschanische Soldaten – das ist die Bilanz eines fünfstündigen bewaffneten Grenzkonflikts an der thailändisch-kambodschanischen Grenze im Bezirk Phanom Dong Rak in der Provinz Surin.
Am Mittwochabend durchsuchte die Polizei das Vereinsheim und mehrere Wohnungen von Mitgliedern des Rockerklubs Hells Angels in Berlin. Neben verbotenen Anabolika wurden Macheten, Messer und Fleischerbeile aufgefunden. Grund für die Durchsuchungen war eine richterliche Anordnung wegen eines Verdachts auf Verstoß gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Betäubungsmittelgesetz.
Die USA, die sich vor einiger Zeit aus Libyen zurückgezogen hatten, greifen jetzt mit unbemannten Drohnenflugzeugen des Typs „Predator“ Gaddafis Bodentruppen an. US-Verteidigungsminister Robert Gates sagte, der Einsatz sei von Präsident Obama genehmigt. Weiter sagte Gates, dass die Nato-Kommandeure nun mehr Möglichkeiten haben und dass diese Art von Angriffen vor allem Zivilisten vor Schäden schütze. Über mögliche Angriffsziele wurde nichts bekannt. Ebenfalls unklar ist, von wo die Drohnen starten werden.
Das US-amerikanische Unternehmen USEC mit Sitz in Maryland, das sich auf dem Gebiet der Anreicherung von Uran betätigt, arbeitet eng mit dem Energieministerium der Vereinigten Staaten zusammen. Gemeinsam mit dem russischen Konzern Tenex verabschiedete USEC zu Beginn der neunziger Jahre das ehrgeizigste Projekt in der zivilen Nutzung von Atomkraft. Beide Parteien beschlossen nun, die Zusammenarbeit fortzuführen.
Der syrische Präsident Baschar al-Assad hob am Donnerstag den seit 1963 geltenden Ausnahmezustand auf. Das damals beschlossene Notstandsgesetz schränkte wesentliche Bürgerrechte, wie das Demonstrations- und Versammlungsrecht ein. Festnahmen von Personen durch Sicherheitskräfte waren jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich.

Donnerstag, 21. April 2011

Das ehemalige Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin, bleibt SPD-Mitglied. Nach einer fünfstündigen Verhandlung nahmen die Antragsteller der Partei ihre Parteiausschluss-Anträge zurück. Das erklärte die Vorsitzende der Schiedskommission des Berliner SPD-Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf, Sybille Uken.
Tim Hetherington (2002)
Die internationalen Medien müssen den Tod zweier Foto-Journalisten zur Kenntnis nehmen. Der britische Fotograf Tim Hetherington und der US-amerikanische Fotoreporter Chris Hondros starben am Mittwoch im umkämpften Misrata, berichtet Spiegel Online unter Berufung auf den spanischen Fotografen Guillermo Cervera, in dessen Armen Tim Hetherington gestorben ist.
Das Apple iPhone
Ein Vortrag der beiden IT-Experten Alasdair Allan und Pete Warden auf der Internetkonferenz „Where 2.0“, die zurzeit in Santa Clara (Kalifornien) stattfindet, sorgt für internationale Aufmerksamkeit. Apples' „iPhone“ und „iPad“ sammeln Bewegungsdaten ihrer Nutzer und legen sie unverschlüsselt im Handy ab. Jeder, der Zugang zu dieser Datei erhält, kann sie praktisch lesen und daraus ein Bewegungsprofil des Nutzers des zugehörigen Geräts erstellen.
Zum Gedenken an die Atomkatastrophe in Tschernobyl vom 26. April 1986 finden in ganz Deutschland Veranstaltungen statt. Dabei wird oft auf die vergleichbare Katastrophe im japanischen Fukushima Bezug genommen. Im kleinsten Bundesland Bremen wurde dagegen eine Veranstaltung abgesagt. Kritik wurde an der geplanten Ausstellung geäußert, weil der Inhalt allein von der Botschaft Weißrusslands zusammengestellt worden sei. Ferner wurde darauf hingewiesen, dass Weißrussland gerade den Bau eines neuen Kernkraftwerks plane und die Ereignisse in Japan gegenwärtig eine neue politische Bewertung erfordern.

Mittwoch, 20. April 2011

Bürger-Aktionen gegen Stuttgart 21 im September 2010
Eine der strittigen Fragen bei den Koalitionsverhandlungen zwischen Grünen und SPD in Baden-Württemberg wurde nun offenbar geklärt. Die künftigen Koalitionspartner einigten sich darauf, die Entscheidung über die Zuschüsse des Landes zu dem umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 einem Volksentscheid zu überlassen. Eine Entscheidung über das Projekt selbst wird nicht Gegenstand der Volksabstimmung sein. An der ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm werde man jedoch auf jeden Fall festhalten.
Rund 100 bis 200 Atomkraftgegner machten am heutigen Mittwoch ihrem Unmut über den Kurs des Energieversorgers RWE vor der Essener Grugahalle Luft. Mit Sprechchören wie „Ab-schal-ten“ und einem dichten Netz aus Wollfäden vor dem Zugang zum Versammlungsort wurden die Aktionäre empfangen, die zur Hauptversammlung des RWE-Konzerns nach Essen gekommen waren. Nur mit Hilfe von Polizisten gelang es den Aktionären, ins Innere der Halle zu gelangen. Die Versammlung begann daher mit einer Verspätung von einer halben Stunde. Erneut verteidigte der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann den Atomkurs des Unternehmens.
Auf umgerechnet mindestens etwa 30 Euro pro Monat steigen die Löhne der Textilarbeiter in Bangladesch. Das beschloss jetzt die Regierung des Landes durch die Festlegung neuer Mindestlöhne. Die Lohnerhöhung kommt nahezu einer Verdoppelung des Lohnniveaus im Textilsektor des Landes gleich. Dennoch gehören die Löhne von Textilarbeitern in Bangaldesch immer noch zu den niedrigsten weltweit.
Am 12. April hat die Europäische Gemeinschaft Sanktionen gegen 32 hochrangige iranische Beamte beschlossen. Den Beamten, darunter zahlreiche Richter, werden schwere Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Todesstrafen ohne faire Verfahren vorgeworfen. Bekannt gegeben wurden die von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton vorgeschlagenen und vom Europäischen Rat beschlossenen Maßnahmen am gleichen Tag von dem britischen Außenminister William Hague in Luxemburg.
In der jemenitischen Stadt Taizz marschierten am gestrigen Dienstag Demonstranten zu einem Armeeposten des abtrünnigen Generals Ali Mohsen, um dessen regierungskritische Position effektvoll zu unterstützen. Dabei wurden einige Reifen in Brand gesteckt. Danach schritt die Polizei ein und feuerte Schüsse und Tränengas in die demonstrierende Menge. Dabei soll mindestens eine Person getötet und eine weitere verletzt worden sein, berichten Ärzte.
Die Eisbären Berlin gewannen das dritte Finalspiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg und sind damit Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2011. Sie gewannen zum fünften Mal den Meistertitel und zogen damit mit dem bisherigen DEL-Rekordmeister Adler Mannheim gleich.
Der libyschen Staatsführung unter Oberst Muammar al-Gaddafi wird seitens der NATO vorgeworfen, die schweren Waffen, mit denen das Regime gegen die eigene Bevölkerung vorgeht, in der Nähe von Krankenhäusern, Schulen und Moscheen zu positionieren, um auf diese Weise die NATO-Kampfpiloten von Angriffen auf diese Waffensysteme abzuhalten, weil diese gehalten seien, zivile Opfer zu vermeiden.

Dienstag, 19. April 2011

Auf tausende Demonstranten, die sich am heutigen Dienstagmorgen zu einer friedlichen Sitzblockade auf dem zentralen Platz in der syrischen Stadt Homs eingefunden hatten, eröffneten Sicherheitskräfte das Feuer. Das berichtet die arabische Nachrichtenagentur Al Jazeera. Die Sitzblockade sollte bis zum Rücktritt des autokratisch regierenden syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad aufrecht erhalten werden.
Am Sonntagnachmittag, dem 17. April 2011, rutschte ein 37-jähriger Motorradfahrer auf der Staatsstraße zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren in einer Rechtskurve mit seinem Motorrad weg. Ein Unbekannter hatte mehrere Liter Öl auf die Fahrbahn geschüttet und so die Unfallursache gesetzt. Der Motorradfahrer starb noch an der Unfallstelle.

Montag, 18. April 2011

12,64 Euro je Quadratmeter zahlt der Mieter durchschnittlich bei der Neuvermietung einer Wohnung in München. Der höchste Preis deutschlandweit. Das Immobilienportal Immoscout24 hat 1,4 Millionen Wohnungsangebote ausgewertet und ein Ranking erstellt.
Am Sonntag, den 17. April 2011 kam es gegen 15 Uhr zu einem Absturz einer Cessna-Propellermaschine (Typ 172 Rocket). Die aus dem Raum Biberach kommende Maschine überschlug sich auf dem Rollfeld der Graslandebahn des Hertener Sportflugplatzes.

Sonntag, 17. April 2011

Eine Serie von Tornados, die seit Donnerstag durch die im mittleren Westen sowie im Süden und Osten gelegenen US-Bundesstaaten Oklahoma, Alabama, Arkansas, Mississippi und North Carolina zogen, brachte neben massiven Sachschäden auch mindestens 23 Menschen den Tod. Andere Quellen gehen von bis zu 39 Toten aus.
Laut einer heute veröffentlichten Studie im Auftrag von Greenpeace Energy, eines Greenpeace-eigenen deutschen Anbieters für Ökostrom, ist Strom aus Wind- und Wasserkraft schon heute billiger als Atomstrom, wenn man in die Rechnung alle gesellschaftlichen Kosten einbezieht, die bei der Herstellung des Stroms entstehen.
Ungeachtet der Tatsache, dass sich der selbsternannte Revolutionsführer Libyens, Oberst Muammar al-Gaddafi, trotz des Aufstandes in seinem Land und der NATO-Luftangriffe weigert abzutreten, suchen die US-Regierung und ihre Allierten offenbar nach einem Land, das bereit wäre, Gaddafi aufzunehmen.
Das rheinland-pfälzische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit warnt vor der Schlankheitspille „Reduce Weight Fruta Planta“. Statt der beworbenen „100 Prozent Natur“ enthält das Produkt den von der Europäischen Union (EU) nicht zugelassenen Wirkstoff Sibutramin. Deklariert ist der Stoff, der Bluthochdruck und Herzerkrankungen hervorrufen kann, auf der Packung nicht.

Samstag, 16. April 2011

Während des Aufrufs der Onlinebankingseite ihrer Hausbank wurde eine Frau aus dem niedersächsischen Rotenburg an der Wümme aufgefordert, 100 Transaktionsnummern (TAN) einzugeben. Der Aufforderung kam sie nach. Nicht ohne Folgen. Nach vier Tagen fehlten 650 Euro auf ihrem Konto. Sie war auf eine Phishing-Attacke hereingefallen.
Laut Fotodokumenten von Journalisten setzt die libysche Militärführung um Oberst Muammar al-Gaddafi im Kampf um die einzige im westlichen Landesteil verbliebene Hochburg der Aufständischen, Misrata, offenbar die weltweit geächtete Streumunition ein. Entsprechende Berichte bestätigte auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.
Die gemessenen Strahlenwerte im Meerwasser in der Nähe des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I in Japan stiegen am Samstag auf Rekordwerte. Die Menge des radioaktiven Isotops Jod 131 stieg am Freitag nach Angaben der japanischen Regierung auf das 6.500-fache des zulässigen Höchstwerts. Da Jod 131 nur eine Halbwertszeit von acht Tagen hat, könnte die hohe Jod-Konzentration auf ein neues Strahlenleck hindeuten, sagte der Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde, Hidehiko Nishiyama.
Der Oberste Verwaltungsgerichtshof Ägyptens ordnete heute die Auflösung der Nationaldemokratischen Partei (NDP) Ägyptens an. Das Vermögen der Partei soll eingezogen werden.
Frankreich ist das erste Land in Europa, das Frauen verbietet, ihre Gesichter in der Öffentlichkeit zu verschleiern. Wer sein Gesicht mit einem Schleier verbirgt - wie die muslimische Niqab oder Burka -, wird mit einer Geldstrafe von 150 Euro belegt und muss an einem Unterricht teilnehmen.
Joseph Massino belastetet in einem Verfahren wegen Mordes den Angeklagten Vincent Basciano genannt „Vinny Gorgeous“ schwer. Er bricht damit das Gesetz des Schweigens Omertà der Mafia. Damit ist er der erste New Yorker Boss der gegen seinen eigenen Clan auspackt. Er wird zum Pentiti, so werden Verräter in diesen Kreisen genannt.

Freitag, 15. April 2011

Vor fast zehn Jahren verschwand der neunjährige Dennis aus Osterholz-Scharmbeck aus einem Schullandheim in Wulsbüttel im Kreis Cuxhaven. Am 20. September, fünfzehn Tag nach seinem Verschwinden, wird seine Leiche im Wald von Pilzsammlern aufgefunden. Die Todesursache war ersticken. Nach einem Hinweis gelang es der Sonderkommission „Dennis“ jetzt den mutmaßlichen Mörder zu verhaften. Der Mann steht im Verdacht ein Serienmörder zu sein. Weitere Morde soll er in den Jahren 1992 und 2004 in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden begangen haben. 40 mal soll er Kinder in Schullandheimen, Zeltlagern und Einfamilienhäusern in Norddeutschland missbraucht haben.

Donnerstag, 14. April 2011

Im Verfahren Musikindustrie gegen den Heiseverlag legte der Bundesgerichtshof (BGH) die schriftliche Begründung vor. Die Entscheidung war bereits im Oktober 2010 ergangen. Die Rechtsauffassung des Heiseverlages wurde bestätigt.
Am Dienstagmorgen (12. April 2011) um 04.15 Uhr radelte ein 21-jähriger betrunkener Fahrradfahrer aus Petershausen auf der Sonnenstraße in München. Etwas orientierungslos fragte er eine Polizeistreife nach dem Weg zur Trambahn Richtung Grünwald. Da schauten die Polizisten genauer hin und stellten eine absolute Fahruntüchtigkeit fest. Nicht genug, die Überprüfung des Fahrrades ergab, dass es gestohlen worden war.
In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch (12./13. April) zerstörte ein Feuer drei Fachwerkhäuser in der Innenstadt der UNESCO-Weltkulturerbestadt Quedlinburg. In einem von drei leerstehenden Häusern brach ein Feuer aus, welches sich durch den starken Wind auf zwei benachbarte Häuser ausweitete. Bei dem Feuerwehreinsatz waren über 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

Mittwoch, 13. April 2011

Heute findet die von den Grünen beantragte aktuelle Stunde zur Flüchtlingsproblematik statt. Eröffnet wurde sie von Renate Künast, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Sie führte aus, eine Abschottung Europas würden die Grünen nicht akzeptieren. Sie forderte faire Verfahren für Asylsuchende und die vorübergehende Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen. Es werde nicht bei den 26.000 Flüchtlingen die in Italien angekommen seien, bleiben.
Die belgische Firma Belgomilk CVBA hat ihren Schnittkäse Nazareth Classik zurückgerufen, nachdem bei Eigenkontrollen Bakterien der Gattung Listeria festgestellt wurden.
Der größte aus der Airbusfamilie rammte am Montagabend (Ortszeit) um 20.15 Uhr am JFK-Airport eine Bombardier CRJ 7 der Fluggesellschaft Comair. Der linke Flügel des rollenden Airbus der Air France streift das Seitenruder des viel kleineren Jets. Die Folge war eine 90-Grad-Drehung beim Comair-Jet und eine kleine Erschütterung im A 380.

Dienstag, 12. April 2011

Einen Monat nach dem schweren Erdbeben und dem anschließenden Tsunami wurde mit einer Schweigeminute im ganzen Land der vermutlich 28.000 Opfer gedacht, als ein weiteres Erdbeben der Stärke 6,6 auf der Momenten-Magnitude-Skala das Land just in der Region um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichy erschütterte. Das Hypozentrum lag ersten Angaben zufolge in 13 Kilometern Tiefe in einer Entfernung von 88 Kilometern östlich von Fukushima bei der Halbinsel Honshu. Am Folgetag um 8.08 Uhr (Ortszeit) hat sich dort ein weiteres Beben der Stärke 6,2 in 13 Kilometern Tiefe nur 77 Kilometer südostsüdlich von Tōkyō in der Nähe der Ostküste von Honshu ereignet.
Am Montagabend um 17.58 Uhr explodierte am Bahnsteig der U-Bahn-Station Oktjabrskaja in Minsk eine Bombe mit der Sprengkraft von fünf bis sieben Kilogramm Trinitrotoluol (TNT). Der Geheimdienst „Komitee für Staatssicherheit (KGB) der Republik Weißrussland“ stuft den Vorfall als „terroristischen Anschlag“ ein. Nach Angaben des stellvertretenden Generalstaatsanwalts Andrej Schwed gab es bereits mehrere Festnahmen im Zusammenhang mit dem Anschlag, nach weiteren Personen würde gefahndet.
Lava Red, Spice, Bonzai Winterboost, Bonzai Citrus, King Kong sowie weitere fantasievolle Namen stehen für Kräutermischungen, denen synthetische Cannabinoide zugesetzt sind. Der Wirkungsgrad ist deutliche höher und unvorhersehbarer als bei Tetrahydrocannabinol (THC), dem berauschenden Wirkstoff aus der Cannabispflanze. Angeboten werden die Tütchen als Räucherzeug zur Meditation: entweder unter der Ladentheke oder offen im Internet.

Montag, 11. April 2011

Zu einem Eklat kam es am 10. April 2011 im Rahmen eines Boxkampfes um den Weltmeisterschafttitel nach WBO-Version in der Bördelandhalle in Magdeburg. Nachdem Box-Profi Khoren Gevor im Weltmeisterschaftskampf gegen den 29 Jahre alten Titelverteidiger Robert Stieglitz zurücklag, versetzte er diesem in der zehnten Runde einen Kopfstoß. Die Disqualifikation war die Folge. Jetzt rastete Gevor völlig aus und schlug auf den Ringrichter Manfred Küchler ein. Mehr als zehn Männer waren nötig, um Gevor von weiteren Angriffen auf den Ringrichter abzuhalten.

Sonntag, 10. April 2011

Im Jemen kam es am Samstag erneut zu gewalttätigen Angriffen von Sicherheitskräften auf Demonstranten. Medien berichten über mehrere Dutzend bis zu hunderten Verletzten unter Berufung auf Krankenhausmitarbeiter. In mehreren Städten des Landes beteiligten sich zehntausende Menschen an den regimekritischen Demonstrationen. Wie Reuters berichtet, wurden im Laufe der Woche bereits 17 Menschen getötet.
Der Rechtsanwalt Alexander Graf von Kalckreuth, der den ehemaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in der Plagiatsaffäre um dessen Doktorarbeit vertritt, geht offenbar auf Konfrontationskurs zur Universität Bayreuth. In einem Schreiben an die Universitätsleitung kritisierte er scharf, dass „angebliche Ergebnisse“ der Untersuchungskommission an die Öffentlichkeit gelangten. Der Anwalt sieht in diesen Indiskretionen einen Verstoß gegen „alle[…] Regeln eines ordentlichen Verfahrens und dient der Vorverurteilung meines Mandanten.“
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Auch in der zweiten Abstimmung lehnte das isländische Volk Entschädigungszahlungen an London und Den Haag ab. Laut TV-Sender Ríkisútvarpið (RUV) haben sich 58 Prozent gegen die von der Regierung ausgehandelte Schuldenrückzahlung ausgesprochen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt erst zwei Drittel der Stimmen ausgezählt waren, ist nicht mehr mit einer Zustimmung zu rechnen – ein Schock für das Parlament, dass dem Entschädigungsgesetz mit 70 Prozent zugestimmt hatte.

Samstag, 9. April 2011

Zu dem ersten Todesopfer nach dem Sturz des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak kam es offenbar in der Nacht von Freitag auf Samstag auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo, als die Militärpolizei mit Unterstützung durch gepanzerte Fahrzeuge eine Demonstration, an der zehntausende Menschen teilgenommen hatten, gewaltsam auflöste. Die Demonstranten hatten den Rücktritt des Vorsitzenden des regierenden Militärrats, Hussein Tantawi, gefordert.
Am Samstag meldete die Polizei einen Amoklauf in einem Einkaufszentrum in der Gemeinde Alphen aan den Rijn, südwestlich von Amsterdam. Der mutmaßliche Täter hatte mit einer Maschinenpistole in dem Einkaufszentrum um sich geschossen. Es wurden sieben Tote und elf Verletzte gezählt. Vier der Verletzten befinden sich in Lebensgefahr. Der Täter erschoss sich nach der Tat mit einer anderen mitgebrachten Pistole selbst.
Meeresströmungen im Pazifik
Der Frage nach der Zukunft des durch den Tsunami vom März 2011 an der japanischen Nordostküste ins Meer gerissenen Treibguts gingen Wissenschaftler am International Pacific Research Center der Universität von Hawaii nach.
Freiherr von und zu Guttenberg
Das Verfahren gegen den zurückgetretenen deutschen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wegen der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit wird möglicherweise eingestellt. Das berichtet Spiegel Online am heutigen Samstag unter Berufung auf Münchner Strafverteidiger. Demnach sei die Justiz in Bayern bereits auf der Suche nach Präzedenzfällen, bei denen Verfahren wegen Urheberrechtsverletzung ebenfalls wegen mangelnden öffentlichen Interesses eingestellt worden seien.
Präsident Baschar al-Assad
Mehrere zehntausend Menschen gingen am gestrigen 8. April nach dem Freitagsgebet in verschiedenen Städten Syriens auf die Straße, um für demokratische Rechte zu demonstrieren. In Zivil gekleidete Sicherheitskräfte reagierten mit dem Einsatz von Tränengas, Gummigeschossen und scharfer Munition gegen die Demonstrationen. Augenzeugen berichteten über zivil gekleidete Scharfschützen, die die Demonstranten von Dächern aus unter Beschuss genommen hätten.
Am Montagmorgen, dem 04. April 2011, versuchte der Fahrer eines Lastwagens auf einer Schnellstraße in der Hafenstadt Samut Sakhon nahe Bangkok ein anderes Fahrzeug zu überholen. Dabei überfuhr er auf der Gegenfahrbahn wartende Arbeiter und einen bereitgestellten Bus. Unmittelbar nach dem Unfall flüchtete der Fahrer des Lastwagens. Durch den Unfall starben sieben burmesische Gastarbeiter, 65 weitere Personen wurden verletzt.

Freitag, 8. April 2011

Von „absichtlicher“ oder „mutwilliger Täuschung“ sprechen Medienberichte heute im Zusammenhang mit der Doktorarbeit des zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Quelle der Information ist die Süddeutsche Zeitung, die heute unter Berufung auf die zuständige Untersuchungskommission der Universität Bayreuth über zentrale Aussagen des Gutachtens berichtet.
Am Donnerstagabend erhielt Atifete Jahjaga im Parlament des Kosovo die erforderliche Zweidrittelmehrheit zur Wahl der Präsidentin. Die Stimmen konnte sie bereits im ersten Wahlgang auf sich vereinen. Sie ist Interimspräsidentin und soll das Amt für sechs, maximal bis neun Monate ausüben.
Mindestens zehn Personen starben am Freitag bei einer Massenkarambolage auf der Bundesautobahn 19 zwischen den Anschlußstellen Kavelstorf und Laage in Mecklenburg-Vorpommern. Windböen mit einer Geschwindigkeit von zirka 90 Stundenkilometern hatte Sand von den aufgrund einer langen Trockenperiode völlig ausgedörrten Feldern neben der Autobahn aufgewirbelt und zu Sichtweiten von unter einhundert Metern geführt. Um die zwanzig Fahrzeuge gerieten in Brand, darunter auch der Gefahrguttransporter.
Als Folge des Nachbebens des großen Erdbebens vom 11. März vor der Nordostküste Japans entstanden zusätzliche Probleme im Kernkraftwerk Onagawa. Wie verlautete, schwappte eine „kleine Menge“ radioaktiv verseuchten Wassers aus einem Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente aus dem Behälter. Bei der Menge des radioaktiven Wassers soll es sich laut dem Fernsehsender NHK um 3,8 Liter handeln.
Am gestrigen Weltgesundheitstag sprach Margaret Chan, die WHO-Generaldirektorin eine deutliche Warnung aus. Wegen des sorg- und verantwortungslosen Umgangs mit Antibiotika drohen immer mehr dieser Mittel ihre Wirkung zu verlieren. Mehr und mehr Keime und Bakterien entwickeln Resistenten und sprechen nicht mehr auf eine Behandlung an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet, dass schon bald einfache Infektionen nicht mehr geheilt werden können und bei den Erkrankten zum Tod führen.
Nach Griechenland und Irland musste nun auch Portugal den bitteren Schritt machen und die Europäische Union um Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds bitten. Portugal gilt als ärmstes Land in Westeuropa. Die finanziellen Lasten durch die Überschuldung des Landes hatten in den letzten Monaten ein Maß erreicht, das das Land offenbar nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen konnte.
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Nach Schätzungen ist die Zahl der Kirchenaustritte bei der katholischen Kirche in Deutschland im Jahr 2010 um 40 Prozentpunkte gegenüber 2009 gestiegen. Dies entspricht 180.000 Austritte oder einer Abnahme der Mitgliederzahl um 0,72 Prozenpunkte. Das Bundesland Bayern weist dabei besonders hohe Anteile aus. Hauptursache dürfte die sexuelle Gewalt und die körperliche Gewalt gegen Kinder gewesen sein, die von Priestern und Ordensleuten ausgegangen ist, und die jahrelange Vertuschung aus den höchsten Kirchenrängen.

Donnerstag, 7. April 2011

Erneut erschütterte am Donnerstag um 23:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr MESZ) ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 den Nordosten der japanischen Insel Honshū. Das Hypozentrum lag 66 Kilometer östlich von Sendai in einer Tiefe von knapp 26 Kilometern. Das berichtet die United States Geological Survey (USGS).
Der Rechtsanwalt des Onkels der getöteten Mädchen gab gegenüber der Süddeutschen Zeitung eine Erklärung ab: „Mein Mandant ist zwar tatverdächtig, aber nicht überführt.“ Die Blutspur stamme von dem 50-jährigen Postzusteller Thomas S. Dies sei erklärlich, da er zwei Wochen vor der Tat in der Tatwohnung Nasenbluten gehabt haben soll. Die Schnittverletzung an der Hand könne er sich auch bei einer anderen Gelegenheit zugezogen haben. Thomas S. hingegeben schweigt beharrlich bei den Ermittlern der Sonderkommission „Margarete“. Zur Ehefrau des Postzustellers erklärte der Rechtsanwalt: „Die arme Frau ist sehr mitgenommen.“.

Mittwoch, 6. April 2011

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kenterte ein mit afrikanischen Flüchtlingen besetztes Boot 60 km vor der Küste der italienischen Insel Lampedusa. Die „Internationale Organisation für Migration“ (IOM) geht davon aus, dass 300 Personen an Bord waren. Erst 48 Menschen konnten aus der stürmischen See gerettet werden. 20 Leichen wurden bis Mittwochmorgen geborgen.
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Bereits im Dezember 2010 fand die Polizei von New York vier Frauenleichen am Oak Beach und dem anschließenden Gilgo Beach auf Long Island. Die jungen Frauen hatten als Prostituierte gearbeitet und ihre Dienste im Internetportal „Portal Craigslist“ angeboten. Eine weitere Tote fand die Polizei letzte Woche und gab den Fund von drei weiteren Leichen bekannt.
Das von Bundeskanzlerin Angela Merkel angeordnete Atommoratorium wirkt sich inzwischen auf die Energieversorgung aus. Bis zu der Abschaltung der sieben ältesten Atommeiler wurden täglich rund 3.500 Megawattstunden elektrischer Strom exportiert. Nun muss das Land täglich rund 2.500 Megawattstunden importieren. Dies teilte Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Der eingeführte Strom kommt aus Frankreich und Tschechien, beides Länder mit hohen Anteilen an Atomstrom. Ein Teil des Stromes kommt aus Polen, einem Land, in dem bevorzugt Braunkohle verstromt wird.

Dienstag, 5. April 2011

Wie der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Gerhard Schick, der Tageszeitung Handelsblatt am Montag, dem 4. April 2011, sagte, müssten die Geschäfte der Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIHB) mit dem Iran EU-weit verboten werden. Außenminister Guido Westerwelle und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, die sich beide mit dem umstrittenen indisch-deutsch-iranischen 9-Milliarden-Euro-Geschäft der Bundesbank befasst und dieses durchgewinkt hätten, wurden von dem Grünen-Politiker aufgefordert, eine EU-Ratsinitiative auf den Weg zu bringen, die 1971 gegründete Bank auf europäische Sanktionslisten zu setzen.
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Vor vier Monaten gewann Alassane Ouattara die Stichwahl zum Präsidenten. Neun Prozent mehr Stimmen als Laurent Gbagbo konnte er auch sich vereinen. Gbagdo betrachtet sich weiter als Staatsoberhaupt und machte den Weg für eine Übergabe des Amtes nicht frei. Beide legten den Amtseid als Staatspräsident ab, faktisch hat das Land jetzt zwei Präsidenten. Ouattara wurde von den Vereinten Nationen, den USA und der Europäischen Union als rechtmäßig gewählter Präsident anerkannt. Die Situation eskaliert in einer bewaffneten Auseinandersetzung, die täglich weitere Menschenleben fordert.

Montag, 4. April 2011

Ihren Protest gegen das Regime des seit 32 regierenden Präsidenten Ali Abdullah Salih bezahlten mindestens 17 Demonstranten am heutigen Montag mit dem Leben. Die Zahl der Toten beruht auf Angaben eines Arztes. Polizei- und Armeeeinheiten eröffneten nach Angaben von Augenzeugen das Feuer auf die Demonstranten, als diese versuchten in den Hof des Sitzes des Provinzgouverneurs einzudringen. Hier wurden sie von Scharfschützen, die sich auf den Dächern postiert hatten, unter Feuer genommen.
Der Betreiber des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I in Japan, der Energieversorger TEPCO, begann heute damit, 11.500 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifischen Ozean einzuleiten. Es soll sich um mehr als zehn Millionen Liter verstrahltes Kühlwasser handeln, das „schwach radioaktiv“ sein soll. Die Strahlung des Wassers betrage 100 mal mehr als die zulässigen Grenzwerte, erklärte TEPCO.
Fast zwei Jahre nach dem Absturz eines Airbus der Fluggesellschaft Air France im Juni 2009 wurde im vierten Anlauf das Wrack geortet. Das gab die französische Flugunfalluntersuchungsbehörde BEA in Paris bekannt. Bei dem Absturz am 1. Juni 2009 waren alle 228 Personen an Bord von Air-France-Flug 447 gestorben, nur 51 Leichen konnten damals geborgen werden.
Auf Antrag der Verbraucherzentrale Hamburg hat das Landgericht Itzehoe mit Urteil vom 15. März 2011 dem schleswig-holsteinischen Windenergieunternehmen Prokon verboten, mit irreführenden Angaben zu werben (Az.: 5 O 66/10). Insbesondere würden die Anleger nicht hinreichend über die Risiken von Genussrechten aufgeklärt.
Am Samstagnachmittag waren zwei Rumänen (22 und 26 Jahre alt) im Münchner Stadtteil Schwabing unterwegs. Bei einem Geldautomaten in der Clemensstraße blockierten sie den Geldausgabeschacht, Abheber sollten um ihr Geld erleichtert werden. Es wurde Alarm ausgelöst, Beamte der Polizeiinspektion 13 konnten die Täter dingfest machen.

Sonntag, 3. April 2011

Guido Westerwelle (2009)
Der langjährige Vorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP), Guido Westerwelle, erklärte heute seinen Rückzug vom Amt des Parteivorsitzenden. In einer Presseerklärung am Abend in Berlin sagte Westerwelle, er werde bei dem Parteitag der FDP Mitte Mai nicht erneut kandidieren.
Tibet und Nachbarstaaten
Der oberste Mönch des tibetischen Buddhismus, der Dalai Lama, ist besorgt um die Wasserreserven Indiens, die aus den Gletschern des tibetischen Hochlandes gespeist werden. Flüsse wie Ganges oder Indus werden vorwiegend aus dem Schmelzwasser dieser Gletscher gespeist und versorgen so Millionen Inder mit dem lebensnotwendigen Trinkwasser.
Radioaktiv kontaminiertes Wasser aus Block II des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I fließt auch weiterhin in den Pazifischen Ozean. Versuche, den Riss in einem Kabelschacht unterhalb des Reaktors abzudichten, sind bisher gescheitert. In der Grube soll radioaktives Wasser 20 Zentimeter hoch stehen. Das radioaktive Wasser strahlt mit einer Intensität von 1000 Millisievert pro Stunde.
Die Welt am Sonntag nennt es „das Ende der Bescheidenheit“ nach den Jahren der Wirtschafts- und Finanzkrise: Aufgrund der Auswertung von Geschäftsberichten der Großkonzerne kommt die Zeitung zu dem Ergebnis, dass die Manager der großen deutschen Firmen im Jahr 2010 im Schnitt 18 Prozent mehr als 2009 auf ihrem Gehaltskonto hatten. Auf das Jahr gerechnet betrug das Gehalt eines DAX-Vorstandes 2,7 Millionen Euro, im Vorjahr waren es „nur“ 2,28 Millionen Euro gewesen.
Rola El-Halabi
Der Stiefvater und Ex-Manager (44) der Profiboxerin Rola El-Halabi (25) verletzte diese durch Schüsse zehn Minuten vor einem Kampf schwer. Offenbar wollte er die Karriere der hoffnungsvollen Boxerin beenden. Im anstehenden Kampf hatte sie den Weltmeistertitel holen wollen.

Samstag, 2. April 2011

Die Überschwemmungen in zehn Provinzen im Süden Thailands haben bisher mindestens 35 Todesopfer gefordert. Zu dem Hochwasser war es durch die für die Jahreszeit außergewöhnlich starken Regenfälle in den letzten Tagen gekommen. Insgesamt sind zwei Millionen Menschen von den Auswirkungen betroffen, darunter zahlreiche Touristen. Die Regenfälle haben inzwischen nachgelassen, so dass eine leichte Entspannung der Lage eingetreten ist.
Thilo Sarrazin
Als Befreiungsschlag für die Berliner FDP, um aus dem Umfragetief herauszukommen, servierte der Berliner Tagesspiegel seinen Lesern gestern die Meldung: „Sarrazin kandidiert für Berliner FDP“.
Lage des Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel
Die Zahl der Toten nach der Explosion einer Munitionsfabrik am 28. März in der Stadt Jaʿār im Süden des Landes ist stark gestiegen. Zunächst war die Zahl der Opfer mit 78 angegeben worden, doch inzwischen wurden aus dem völlig zerstörten Bauwerk weitere Leichen geborgen. Inzwischen gehen Mitarbeiter örtlicher Behörden davon aus, dass 150 Menschen bei der Explosion ums Leben kamen.
Strahlung: Warnsymbol
Aus einem Leck unter Reaktor 2 des Kernkraftwerks Fukushima I läuft radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifischen Ozean. Das bestätigte heute der Kernkraftwerksbetreiber TEPCO. Das Wasser, das aus dem Leck auslaufe, weise einen Strahlungswert von 1000 Millisievert (mSv) pro Stunde auf. Ein Greenpeace-Sprecher bezeichnete eine solche Strahlung als „lebensbedrohlich“.
Am Freitag nahm die Münchner Polizei den 50-jährigen tatverdächtigen Postangestellten im Mordfall der Schwestern Chiara und Sharon in Peißenberg fest.

Freitag, 1. April 2011

Der japanische Energieversorger TEPCO, Eigner des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I, bestätigte heute frühere Messungen der Radioaktivität im Grundwasser in der Nähe des Reaktors 1, wonach sich darin Konzentrationen radioaktiver Teilchen des Elements Jod 131 befinden, die den zulässigen Grenzwert um das 10.000-fache überschreiten. Die japanischen Atomaufsichtsbehörde NISA hatte die Messwerte als fehlerhaft kritisiert. Daraufhin hatte das Unternehmen die Messungen wiederholt.
Rund 300 Meter von dem 500-Einwohner-Dorf Laufeld bei Manderscheid in der Eifel stürzte heute gegen 16 Uhr ein US-Militärjet in eine Wiese. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das berichtet das Polizeipräsidium in Trier.
Für die evakuierten Einwohner des evakuierten Gebiets um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi in der Präfektur Fukushima gibt es anscheinend kaum noch die Chance, wieder in ihr Zuhause zurückzukehren. Der Regierungssprecher Japans, Yukio Edano, sagte heute, die Evakuierung um das Kernkraftwerk sei langfristig angelegt.
Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, sind die Planungen für ein bemanntes Raumfahrunternehmen zum Nachbarplaneten Mars vor kurzem in Bremen abgeschlossen worden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen und das Raumfahrtunternehmen EADS haben ein gemeinsames Konzept vorgelegt, das jedoch noch unter Verschluss gehalten wird. Um die lange Flugzeit für die Wissenschaftler angenehm zu gestalten, soll die Besatzung der Raumfähre in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt werden.
RWE Turm Essen
Das könnte teuer werden. Der Energieversorger RWE, genauer: seine Tochtergesellschaft RWE Power, der unter anderem das Kernkraftwerk Biblis gehört, reichte heute vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel Klage gegen die von der hessischen Landesregierung angeordnete einstweilige Stilllegung des Kernkraftwerks Biblis A vom 18. März 2011 ein. Die Stilllegungsverfügung für Biblis A steht im Zusammenhang mit dem dreimonatigen Moratorium für veraltete Kernkraftwerke in Deutschland, das die deutsche Bundesregierung nach der Reaktorkatastrophe in dem japanischen Kernkraftwerk Fukushima I beschlossen hatte.
Guido Westerwelle, FDP-Vorsitzender
„Wer als Parteivorsitzender Schicksalswahlen verliert, muss als Parteivorsitzender die Konsequenzen ziehen.“ Das erklärte FDP-Vorstandsmitglied Jorgo Chatzimarkakis. Auch andere führende FDP-Funktionäre gingen auf Distanz zum Parteivorsitzenden Guido Westerwelle. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP-Präsidiumsmitglied, kündigte an, auf einer Präsidiumssitzung der Partei am Montag könnten möglicherweise die personalpolitischen Weichen neu gestellt werden. Von ihrer Partei forderte sie die Bereitschaft, über alle Funktionen und Posten im Präsidium zu sprechen: „Keiner sollte an seinem Posten kleben.“
Der Kraftwerksbetreiber und Energieversorger Tepco, dem das havarierte Kernkraftwerk Fukushima I gehört, steht erneut wegen seiner Informationspolitik in der Kritik. Die gestern veröffentlichten Messwerte über die Verstrahlung des Grundwassers (Wikinews berichtete) wurden am Freitag von der japanischen Atomaufsichtsbehörde NISA als fehlerhaft bezeichnet.
Eine kriminelle Bande kaufte tonnenweise verschrottete Euromünzen auf und schaffte diese nach China, dort wurden sie aufbereitet und von Flugbegleitern der Lufthansa nach Deutschland zurückgebracht. Es folgte der Umtausch in Scheine bei der Deutschen Bundesbank. Jetzt schlugen die Ermittler zu. Zehn Objekte (Wohnungen, Firmen und Büros im Rhein-Main-Gebiet) wurden durchsucht, sechs Personen wurden festgenommen, vier davon sind Chinesen.
In Hamburg kam es am Donnerstagnachmittag zu einem Verkehrschaos. Wegen des Streikes der Lokführer der Privatbahnen (von Donnerstagfrüh 03:00 Uhr bis Samstagfrüh gleicher Zeitpunkt) war das Verkehrsaufkommen höher als sonst. Das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen brachte der Brand eines mit Getreide beladenen Lastwagens im Elbtunnel. 150 Menschen mussten aus der vierten Tunnelröhre evakuiert werden.

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