Datenklau bei Sony: Mehr als 75 Millionen Nutzer betroffen

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Veröffentlicht: 10:37, 28. Apr. 2011 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 28.04.2011 – Bei einem Hackerangriff auf die Plattform PlayStation Network des Elektronikkonzerns Sony vor zehn Tagen sind möglicherweise die persönlichen Daten von über 75 Millionen PlayStation-Nutzern gestohlen worden. Sony hat die entsprechenden Server daraufhin herunter gefahren, um weiterem Datendiebstahl vorzubeugen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Vorgang um den größten Datenklau in der Geschichte.

Sowohl Namen, Geburtsdaten als auch Kontodaten könnten von den Hackern eingesehen werden. Laut stern.de räumt die Firma Sony ein, dass auch Kreditkarteninformationen und Kontodaten ausgespäht worden sein könnten: „Obwohl es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass auf Kreditkarteninformationen widerrechtlich zugegriffen wurden, können wir diese Möglichkeit nicht gänzlich außer Betracht lassen“.

Noch ist jedoch nicht sicher, ob die sensiblen Daten auch kopiert wurden. Sony meldet, dass bis jetzt keine Schäden durch diesen Vorfall gemeldet wurden. Denkbar sei jedoch, dass Schadenersatzforderungen auf den Konzern zukämen. Es wird vermutet, dass die Hackergruppe „anonymus“ für den Vorfall veranwortlich ist. Die Hackergruppe hat das jedoch dementiert. Sascha Pfeiffer, Sicherheitsberater beim Softwareanbieter Sophos, wirft Sony Schlamperei vor: „Dass ein Datendiebstahl in diesem Ausmaß bei Sony möglich war, ist ein Zeichen großer Nachlässigkeit. So etwas kann nur passieren, wenn jemand schlampt.“ Auch dass die Hackergruppe Anonymus für den Angriff auf die Sony-Server verantwortlich ist, bezweifelt Pfeiffer: „Das war ein profitorientierter Angriff. Ich glaube nicht, dass dafür eine Gruppe wie Anonymous verantwortlich ist, die arbeiten anders und sind nicht an Gewinnmaximierung interessiert.“

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Quellen