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Speicherung von Nutzerdaten: Apple gibt Softwarefehler zu

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Veröffentlicht: 19:28, 27. Apr. 2011 (CEST)
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Cupertino (Vereinigte Staaten), 27.04.2011 – Sechs Tage, nachdem bekannt wurde, dass die Firma Apple Nutzerdaten in einer unverschlüsselten Datei auf dem iPhone und dem iPad speichert, reagierte jetzt das Unternehmen aus Cupertino mit einem Eingeständnis: Ein Softwarefehler sei dafür verantwortlich, dass bestimmte Daten, die bei der Nutzung des iPhones entstünden, in unverschlüsselter Form und länger als nötig gespeichert würden. Zugleich dementierte Apple, dass diese Nutzerdaten die Erstellung eines Bewegungsprofils ermöglichten. Es würden, so Apple, nicht der Standort des Benutzers, sondern lediglich Daten von WLAN-Hotspots und Funkmasten in der Nähe des benutzten Mobiltelefons gespeichert.

Redakteure von heise online bestätigten diese Darstellung von Apple im Wesentlichen. Versuche hätten ergeben, dass der Zeitstempel nur besage, wann die Daten einer bestimmten Funkzelle zuletzt aktualisiert worden seien. Dafür müsse der Anwender nicht unbedingt in der Nähe dieser Funkzelle gewesen sein, so heise online. Auch seien die Algorithmen, die dem Zeitpunkt der jeweiligen Speichervorgänge zugrunde lägen, recht undurchschaubar, so dass die Erstellung von Bewegungsprofilen zumindest sehr schwierig sei. Allerdings lasse sich die Aktualisierung der Ortungsdienste auch bei der Abschaltung dieses Features durch den Nutzer nicht vollständig unterbinden.

Die Speicherung der genannten Daten dient laut Apple den auf dem Handy vorhandenen Applikationen (Apps) dazu, den aktuellen Aufenthaltsorts des iPhones zu bestimmen, ohne auf aktuelle GPS-Daten zurückgreifen zu müssen. Apple gab zu, dass diese gespeicherten Daten in unverschlüsselter Form gespeichert würden, wodurch es anderen Benutzer theoretisch möglich sei, darauf zuzugreifen. An Apple würden die Daten jedoch nur in anonymisierter Form übertragen. Drittanbieter hätten keinen Zugriff auf die unverschlüsselten Daten.

Apple kündigte innerhalb der nächsten Wochen ein Software-Update an, das die Größe der auf dem Mobiltelefon gespeicherten Daten beschränke, so dass die entsprechenden Daten künftig nicht mehr länger als sieben Tage gespeichert würden. In der nächsten Aktualisierung des Handy-Betriebssystems iOS soll außerdem gewährleistet werden, dass die Daten künftig in verschlüsselter Form gespeichert werden. Die entsprechende Datei soll dann auch nicht mehr auf Computern gespeichert werden, mit denen das Mobiltelefon verbunden wird. Die Abschaltung der Lokalisierungsdienste durch den Nutzer soll dann auch dazu führen, dass entsprechende Daten von WLAN-Hotspots und Funkmasten nicht mehr gesammelt werden.

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Quellen