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Montag, 28. Februar 2011

Die SPD-regierten Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg und Bremen sowie Bundestagsabgeordnete von SPD und Bündnis 90/Die Grünen reichten heute beim deutschen Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe Klage gegen das begleitende Sicherheitsgesetz der von der Koalition beschlossenen Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke ein.
Weltweit wurden in den Jahren 2000 bis 2010 insgesamt 141 Journalisten getötet, weil sie mit ihrer Berichterstattung kriminellen Strukturen der organisierten Kriminalität in die Quere kamen. So ein Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen vom 24. Februar des Jahres. Das sind mehr Tote als totalitäre Systeme unter den von ihnen als „staatsfeindlich“ eingeschätzten Journalisten fordern.
Start der Discovery bei der Mission STS-133
Die Raumfähre Discovery hat am Samstag, dem 26. Februar 2011, um 20.14 Uhr MEZ nach zweitägigem Flug erfolgreich an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt. Die Besatzung der Raumstation begrüßte die sechs Astronauten, die mit der Raumfähre am Donnerstag gestartet waren, an Bord.
Die Eisstraße zwischen dem Festlandhafen Rohukula und der Insel Hiiumaa wurde am Freitag, den 18. Februar 2011 durch die Autobahnbehörde von Estland freigegeben. Diese besondere Straße, die nur kurze Zeit im Jahr mit Kraftfahrzeugen genutzt werden kann, führt 26 Kilometer über die zugefrorene Ostsee.

Sonntag, 27. Februar 2011

Mohamed Ghannouchi
Der nach der Flucht des autokratischen Alleinherrschers Ben Ali eingesetzte Ministerpräsident der tunesischen Übergangsregierung, Mohamed Ghannouchi, erklärte heute seinen Rücktritt. Der heutigen Entscheidung des ehemaligen Ben-Ali-Vertrauten Ghannouchi waren wochenlange Proteste von Demonstranten vorangegangen, die die Zusammensetzung der Übergangsregierung kritisiert hatten.
Sonntagvormittag, 10:20 Uhr im Stadtteil Schwabing, stürmte eine Frau mit einem Küchenmesser aus ihrer Wohnung. Auf dem Weg auf die Straße begegnete ihr im Hausflur ein 50-jähriger Mann. Ihm rammt sie das Messer in den Arm; einen 60-jährigem Nachbarn trifft sie unmittelbar darauf mit der Klinge am Hals. Einer 45-jährigen Joggerin, die ihr vor dem Haus entgegen kommt, fügt sie Gesichtsverletzungen zu.
Muammar al-Gaddafi
Am ganzen Wochenende gingen die Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Gaddafi-Regimes und Regimegegnern in Libyen weiter. Die Reste der Gaddafi-treuen Staatsmacht ging erneut mit brutaler Gewalt gegen die Aufständischen vor. Dabei gingen immer größere Teile des Landes in die Hände von Aufständischen über, darunter mit Breka und Ras Lanuf zwei wichtige Ölhäfen des Landes. Nach eigenen Angaben hat die libysche Opposition einen „nationalen Übergangsrat“ gebildet, der die Städte umfasst, die sich vom Regime des seit 40 Jahren herrschenden Alleinherrschers Muammar al-Gaddafi losgesagt haben.
Lage des Sultanats Oman
Bei Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften wurden am Sonntag in der Stadt Zohar (auch „Sohar“) im Sultanat Oman zwei Demonstranten getötet. Zuvor hatte die Polizei Tränengas und Schlagstöcke gegen die Demonstranten eingesetzt. Das berichteten Augenzeugen.
Der UN-Sicherheitsrat hat in seiner Sitzung am gestrigen Samstag einstimmig Sanktionen gegen Libyen wegen erheblicher und systematischer Verletzung von Menschenrechten beim Vorgehen gegen Demonstranten bei den Massenprotesten der vergangenen Wochen beschlossen.
Am Donnerstag veröffentlichte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Studie, derzufolge 87 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 – 17 Jahren Nichtraucher sind. Damit hat sich die Zahl der Raucher in dieser Gruppe seit 2001 mehr als halbiert.

Samstag, 26. Februar 2011

Im Stadtteil Covent Garden bietet seit Freitag das Café „Icecreamists“ die Speiseeissorte „Baby Gaga“ an. Das Besondere: Sie ist aus Muttermilch hergestellt. Den Rohstoff bekommt der Erfinder von Müttern, die sich auf eine Anzeige im britischen Elternforum „Mumsnet“ gemeldet haben.
Space Shuttle Discovery
Am Donnerstag, dem 24. Februar 2011, um 22.53 Uhr deutscher Zeit ist die Raumfähre Discovery unter dem Jubel von 40.000 Zuschauern zum letzten Mal gestartet. Sechs Astronauten sind an Bord. Ziel ist die Internationale Raumstation ISS, dort soll das Modul Leonardo die Station vergrößern.

Freitag, 25. Februar 2011

Am 25. Februar 2011 kurz vor 9 Uhr betrat ein 50-jähriger Mann das Finanzamt Aachen. Mit einer Axt in der Hand eilte er zum Informationsschalter und schlug mit der gefährlichen Waffe auf den Kopf des Angestellten ein. Der Mitarbeiter blieb verletzt liegen. Der Täter verließ daraufhin das Gebäude und ging mit der Axt zu seinem Fahrzeug, die er dort in den Kofferraum legte.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Am heutigen Donnerstagnachmittag, den 24.02.2011, stimmte der Landtag Nordrhein-Westfalens mehrheitlich für die Abschaffung der Studiengebühren zum Wintersemester 2011/2012. Nachdem in der vergangenen Woche sowohl der Haushaltsausschuss als auch der Wissenschaftsausschuss sich für dieses Vorhaben ausgesprochen hatten, wurde das vorgelegte Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren vom Landtag verabschiedet. Die rot-grüne Minderheitsregierung erreichte gemeinsam mit der Linkspartei die Mehrheit im Landtag.
Am 23. Februar 2011 ging eine 50-jährige Reinigungskraft nach Feierabend in Markt Indersdorf zu ihrem Pkw. Sie war bereits eingestiegen, als ein 69 Jahre alter Rentner aus Bad Wiessee auf sie zukam. Sie stieg aus, da sie annahm, er wolle sie nach dem Weg fragen. Unvermittelt schlug der 69-jährige nach ihr und setzte einen Elektroschocker ein. Mit Klebebändern fesselte er sie an Händen und Füßen und stieß sie auf die Rücksitzbank seines Opel Corsa. Durch Hilferufe der Frau waren Passanten aufmerksam geworden, mit deren Unterstützung gelang es der Reinigungskraft, aus dem Fahrzeug zu gelangen. Der Mann flüchtete mit seinem Corsa, ohne seines Opfers habhaft geworden zu sein.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Freiherr von und zu Guttenberg (Pressefoto)
Am Mittwochabend, dem 23. Februar 2011, gab Rüdiger Borgmann, Präsident der Universität Bayreuth, offiziell bekannt, dass dem amtierenden Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) der Doktortitel entzogen werde. Laut Borgmann habe Guttenberg bei der Erarbeitung seiner Dissertation die wissenschaftlichen Standards „objektiv nicht eingehalten“. Da dies offensichtlich gegen die Promotionsordnung der Fakultät verstoße, müsse ihm der Titel entzogen werden.
In Madagaskar werden nahe der Orte Ambilobe, Manambato und Ambarakaraka Straßensperren errichtet, um eine Ausbreitung der Pest zu verhindern. Seit Anfang des Jahres starben auf dem Inselstaat 23 Menschen an der Krankheit.
Das Bundeskabinett beschloss heute eine neue „Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland“. Das Konzept wurde heute gemeinsam vom federführenden deutschen Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) vorgestellt. Man reagiere mit dem neuen Entwurf auf eine „veränderte qualitative Bedrohungslage im Cyber-Raum“, hieß es. Experten bezweifeln indessen die Effektivität der angepeilten Maßnahmen.
Behgjet Pacolli
Am Montag, dem 21. Februar 2011, kam das Parlament in Priština zur seiner ersten Sitzung nach der Neuwahl im Dezember 2010 zusammen. Man einigte sich auf die Bildung einer Regierung. Die AKR, Partei des Unternehmers Behgjet Pacolli, war eine Koalition mit verschiedenen Parteien eingegangen und hatte so eine Verfassungskrise beendet. Neuer und alter Regierungschef ist Hashim Thaçi von der PDK. Er und die von ihm vorgeschlagene Regierung erhielten 65 Stimmen der 120 Abgeordneten.
Am Montag, dem 21. Februar 2011, betraten Polizeibeamte der Inspektion Heilsbronn die Sammelunterkunft für Asylbewerber in Windsbach, um einem 40-jährigen Russen seinen Abschiebehaftbefehl zu eröffnen. Der Russe griff sich ein Küchenmesser und hielt es seinem 18 Monate alten Sohn an den Hals. Er wollte so seine Verhaftung verhindern.

Dienstag, 22. Februar 2011

In Libyen herrscht Bürgerkrieg. Die Regierung verliert zusehends an Boden und versucht mit aller ihr zur Verfügung stehenden Macht am Ruder zu bleiben. Laut Medienberichten verlor die Regierung die Kontrolle über Teile des Landes im Osten des libyschen Territoriums.
Ein Erdbeben mit Epizentrum in der Nähe von Christchurch auf der Südinsel Neuseelands hat mindestens 65 Menschenleben gefordert. Dies bestätigte der neuseeländische Premierminister John Key. Key hat sich vor Ort über die Situation informiert und sprach von einer „vollständigen Zerstörung“. Seiner Ansicht nach „sind wir wohl Zeugen von Neuseelands schwärzestem Tag“. Das Erdbeben erreichte eine Momenten-Magnitude von 6,3 Mw.
Das Auftaktrennen für die Formel-1-Saison 2011, der Große Preis von Bahrain, wurde wegen der Unruhen in dem Wüstenstaat am Persischen Golf abgesagt. Ob und gegebenenfalls wann das Rennen, das am 13. März hätte stattfinden sollen, nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Die Formel-1-Saison startet nun mit dem Großen Preis von Australien, der am 27. März in Melbourne stattfinden soll.
Am Sonntag, dem 20. Februar 2011 hielten Polizisten bei einer Verkehrskontrolle einen 33-jährigen BMW-Fahrer an. Dieser war mit seinem Fahrzeug gegen 0.10 Uhr auf der Dietlindenstraße in Altschwabing unterwegs, während hinter seiner Frontscheibe ein Blaulicht blitzte.

Montag, 21. Februar 2011

Die Lage in Libyen eskaliert. Das Regime des seit 40 Jahren herrschenden libyschen Staatspräsidenten und Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi geht mit brutaler Härte gegen Demonstranten vor. Die arabische Nachrichtenagentur Al Jazeera spricht unter Berufung auf Rettungskräfte von mindestens 60 Toten allein in der libyschen Hauptstadt Tripolis am Montag. Der Sohn des Machthabers Saif al-Islam al-Gaddafi bestätigte heute 14 Tote in Tripolis und 84 in Benghazi. Die Proteste haben inzwischen auf andere Städte übergriffen. Das ganze Land ist in Aufruhr. Augenzeugen berichteten von Gewehrfeuer gegen Demonstranten.
Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg am Sonntag, dem 20. Februar, hat die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Olaf Scholz die absolute Mehrheit gewonnen. Die CDU verlor fast die Hälfte ihrer Stimmen gegenüber 2008.
In der Nacht zum heutigen Montag war es soweit. Nach zwei Monaten ist ein Kompromiss bei den Gesprächen um das Arbeitslosengeld II gefunden. Union, SPD und FDP einigten sich auf eine Steigerung der Regelsätze in zwei Schritten, zunächst um fünf, Anfang 2012 um weitere drei Euro. Rund 4,7 Millionen Hartz-IV-Empfänger erhalten rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 den erhöhten Satz von 364 Euro. Das Bündnis 90/Die Grünen war aus den Verhandlungen ausgestiegen.


Sonntag, 20. Februar 2011

Erneut sind bei Demonstrationen in Libyen Menschen getötet worden. Nach Angaben des Nachrichtensenders Al Jazeera schossen Sicherheitskräfte am Samstag bei Protesten gegen Muammar al-Gaddafi in der Hafenstadt Banghazi in die Menge und töteten mindestens 15 Menschen.
Am Samstag Morgen um sieben Uhr befindet sich ein 17-jähriger stark alkoholisierter Schüler auf dem Bahnsteig im U-Bahnhof Candidplatz. Unbemerkt stürzt er ins Gleisbett. Bevor die U-Bahn einfährt, gelingt es ihm, in den Rettungsschacht zu rutschen. Sein linker Fuß bleibt im Gefahrenbereich und wird von dem Zug erfasst.
Mit zwei Fleischmessern bewaffnet stürmte ein 44-jähriger Spanier in die Sparkasse von Alicante. Drei anwesende Angestellte nahm er als Geiseln. Der eintreffenden Polizei teilte er seine Forderungen mit: „Ein Bier und ein Interview im Fernsehen“. Freier Abzug, ein Fluchtwagen, Geld interessiere ihn nicht.

Samstag, 19. Februar 2011

Demonstranten aus dem linken Spektrum verhinderten heute in der sächsischen Metropole Dresden mehrere geplante Neonazi-Aufmärsche. Dabei kam es auch zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, die versuchte beide Gruppierungen voneinander zu trennen.
Zwei deutsche Reporter, die seit fast vier Monaten im Iran wegen eines Visavergehens inhaftiert waren, kamen heute frei. Ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amtes bestätigte, die beiden Journalisten seien jetzt in Täbris in Begleitung deutscher Konsularbeamter.
Es ist Freitag, der 11. Februar 2011, zehn Minuten vor Mitternacht. Zwei Malergesellen sind auf dem Weg von einem Billard-Café nach Hause. Im U-Bahnhof Lichtenberg treffen sie auf vier Jugendliche, drei davon 17 Jahre alt, einer erst 14. Die jungen Burschen, alle mit Migrationshintergrund, greifen die beiden 30-jährigen an. Der Staatsanwalt wird ihnen später Raubabsicht vorwerfen. Sie schlagen und treten. Ein Mann bleibt bewusstlos am Bahnsteig liegen. Sie nehmen dem Wehrlosen das Handy ab.
Freiherr von und zu Guttenberg (Pressefoto)
Die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Doktorarbeit des jetzigen Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg weiten sich aus. Jetzt wurde bekannt, dass der Minister für die Erstellung seiner Dissertation mit dem Titel „Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU“ auch den wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages in Anspruch genommen haben soll.

Freitag, 18. Februar 2011

Flagge der Tierschutzorganisation Sea Shepherd
Das japanische Fischereiminister Michihiko Kano erklärte heute, die japanische Walfangflotte werde ihren Einsatz im Südlichen Ozean für die laufende Saison beenden und die Schiffe in ihre Heimathäfen zurückbeordern. Der Minister begründete die Entscheidung damit, die Sicherheit der Besatzungen und Schiffe sei nicht mehr gewährleistet.
Im Norden Afghanistans, beim Bundeswehr-Außenposten „OP North“ kam es am Freitag zu einem tragischen Zwischenfall. Um 12 Uhr Ortszeit (8:30 Uhr MEZ) eröffnete ein in afghanischer Armeeuniform gekleideter Mann aus nächster Nähe das Feuer auf eine Gruppe deutscher Soldaten. Dabei wurden vier Bundeswehrsoldaten schwer und vier weitere leicht verwundet. Zwei der Soldaten starben nach dem Angriff an ihren schweren Verletzungen.
Dr. Freiherr von und zu Guttenberg, Deutscher Bundesverteidigungsminister
Auf der jeden Freitag stattfindenden Bundespressekonferenz kam es heute wegen der gleichzeitigen Presseerklärung des Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), die an einem anderen Ort stattfand, zu einem Eklat. Während sich die auf der Bundespressekonferenz akkreditierten Hauptstadtjournalisten im Saal einfanden, wurden einige ausgewählte Journalisten zeitgleich zu einer Presseerklärung des deutschen Bundesverteidigungsministers im Ministerium eingelassen, um eine Erklärung des Ministers zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit seiner Doktorarbeit zu hören. Journalisten forderten daraufhin den Abbruch der Bundespressekonferenz und bezeichneten sie als „Witzveranstaltung“. Die Mehrheit der anwesenden Journalisten verließ daraufhin die Konferenz aus Protest.
Die unkontrollierte Vermehrung von Straßenkatzen ist in zahlreichen deutschen Städten ein Problem. Mit dem Projekt Kitty setzt sich der Tierschutzverein „aktion tier“ bereits seit mehreren Jahren erfolgreich für die Reduzierung von Straßenkatzenbeständen in Deutschland ein.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Sicherheitskräfte stürmten am Morgen ein Zeltlager oppositioneller Kräfte auf dem zentralen Platz in der bahrainischen Hauptstadt Manama. Der Polizeieinsatz begann offenbar um drei Uhr morgens mit dem Angriff auf das Lager der schlafenden Demonstranten, nachdem Journalisten den Platz in der Nacht verlassen hatten. Sie setzten neben Tränengas und Schlagstöcken auch Splitterkugeln und scharfe Munition ein, mindestens fünf Menschen starben dabei.
Nach Angaben der libyschen Opposition starben bei Protesten gegen den Staatschef Muammar al-Gaddafi in der Küstenstadt Banghazi heute sechs Menschen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. Die Polizei schoss mit scharfer Munition. Sicherheitskräfte sollen auch aus Hubschraubern auf die Demonstranten geschossen haben. Eine Bestätigung für diese Angaben gab es von offizieller Seite nicht. Mindestens 35 Menschen sollen verletzt worden sein, darunter zehn Polizisten.
Am Montag, dem 18. Januar 2011, entwendeten Jugendliche den BMW X3 eines 68-Jährigen. Er hatte das Geländefahrzeug in der Nähe einer Klinik im Stadtteil Großhadern abgestellt und den Zündschlüssel stecken lassen. Jugendliche entdeckten den ungesicherten Pkw. Sie nutzen die Gelegenheit und fuhren den Wagen auf den Parkplatz eines nahe gelegenen Freizeitheimes. Erst einen Monat später wird der Eigentümer den Wagen zurückbekommen.
Wie der kanadische Fernsehsender CBC berichtet, gelang es Hackern im Januar, in die Computernetzwerke der kanadischen Regierung in Ottawa einzudringen. Zwei Ministerien, das Finanzministerium und das Ressort für Finanzverwaltung, wurden vorübergehend vom Netz genommen.
Am Dienstag, dem 15. Februar, gegen 19.30 Uhr wurde ein 56-jähriger lettischer Journalist beobachtet, als er mit einer Spraydose ein 1,2 Meter mal 1,4 Meter großes Hakenkreuz an die Ostwand der Münchner Feldherrnhalle sprühte. Passanten, die ihn beobachteten, verständigten die Polizei. Der Lette setzte seine Arbeit bis zum Eintreffen der Beamten der Polizeiinspektion 11 fort und wurde festgenommen. Diesen gegenüber gab er an, es sei ein politisches Statement. Der Journalist war alkoholisiert; ein Test ergab eine Atemalkoholkonzentration von 1,2 Promille.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Der deutsche Verteidigungsminister Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
Der Bremer Rechtsprofessor Andreas Fischer-Lescano wirft Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg vor, wesentliche Teile seiner Doktorarbeit mit dem Titel „Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU“ abgeschrieben zu haben. Dies geht aus einer vorab veröffentlichten Rezension hervor, die Fischer-Lescano für die Zeitschrift „Kritische Justiz“ verfasst hat. Der Rechtsprofessor habe in der 475 Druckseiten umfassenden Arbeit demnach „Textübereinstimmungen mit fremden Werken ohne die nötigen Zitatnachweise“ festgestellt.
Die Länder der arabischen Welt
Nach den Umwälzungen in Tunesien und Ägypten ist die Situation in weiteren arabischen Ländern von politischer Unruhe gekennzeichnet. Entsprechende Berichte gibt es aus Libyen, dem Jemen und dem Golfstaat Bahrain. Auch im Iran kam es erneut zu Massendemonstrationen. Erstmals seit der Umwälzung im benachbarten Tunesien wurde auch aus Libyen von Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und regimekritischen Demonstranten berichtet.
Am Freitag, dem 11. Februar 2011, waren zwei rumänische Autokäufer im Alter von 17 und 20 Jahren mit 15.000 Euro nach Fulda gefahren, um einen im Internet angebotenen VW-Bus zu kaufen. Der 17-Jährige wurde von dem angeblichen Verkäufer erschossen, der 20-jährige Mann konnte mit dem Bargeld flüchten. Die Polizei hatte eine Beschreibung des Autos, mit dem das Täterpärchen unterwegs war, und die Bilder einer Überwachungskamera. Auf einem Bild erkannte ein Polizeibeamter den Täter wieder; sie sind im selben Sportverein.

Dienstag, 15. Februar 2011

70 Päckchen Kokain schmuggelte ein Drogenkurier im Körper von Brasilien nach Deutschland. Nach seiner Ankunft in München am Freitag mietete er sich in einem Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofes ein und wartete auf weitere Anweisungen seiner Auftraggeber. Am Samstag begab er sich in ein Krankenhaus und erklärte, dass er eine Kokainvergiftung habe. Nachdem die Arzte Fremdkörper in seinem Magen feststellten, verständigten sie die Polizei.Bis Montag waren 27 der Päckchen auf natürlichem Wege wieder zum Vorschein gekommen.
In der arabischen Welt regiert die Nervosität. Die palästinensische Regierung in Ramallah reichte ihren Rücktritt ein, im Iran wollte die Opposition am Montag demonstrieren und in Bahrain kam es zu Ausschreitungen.

Montag, 14. Februar 2011

Silvio Berlusconi
Mehr als eine Million Menschen demonstrierten am Sonntag nach Angaben der Organisatoren in 230 italienischen Städten gegen den Ministerpräsidenten des Landes, Silvio Berlusconi. Die Teilnehmer skandierten: „Jetzt! Weg mit Berlusconi, es ist genug.“ Auslöser der Proteste ist der Antrag der Mailänder Staatsanwaltschaft auf ein Schnellverfahren wegen Amtsmissbrauchs und Begünstigung von Prostitution mit Minderjährigen gegen Berlusconi.
USGS-Erdbebenkarte vom 14. Februar
In Rheinland-Pfalz bebte um 13:43 Uhr (MEZ) die Erde. Das Erdbeben erreichte nach Angaben von hr-online eine maximale Stärke von 4,4 auf der nach oben offenen Richterskala und war stark genug, so dass einige Menschen spontan ins Freie flüchteten, darunter auch Schulklassen.
Beim Versuch einen über das Internet angebotenen VW-Bus zu kaufen, gerieten zwei Männer in der Nähe von Fulda in einen Hinterhalt. Ein angeblicher Mittelsmann des geplanten Deals zog eine Schusswaffe und schoss mehrmals auf den 17-jährigen Kaufinteressenten. Dieser brach schwer verletzt zusammen. Sein Freund flüchtete und alarmierte die Polizei.
Einen Monat nach dem Kentern eines mit Schwefelsäure beladenen Tankers beim Loreley-Felsen im Rhein bei St. Goarshausen meldete das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bingen heute den Abschluss der Bergungsarbeiten des Tankers „Waldhof“, der seit Wochen die Binnenschifffahrt auf dem Rhein blockiert hatte.
Drei Minuten hielt Somanahalli Mallaiah Krishna die Rede von Portugals Außenminister Luís Amado und merkte noch immer nicht, dass vor ihm der falsche Zettel lag. Zu viele Zettel seien es dort gewesen, meinte er später dazu.

Sonntag, 13. Februar 2011

Lampedusa - erstes Ziel der Flüchtlinge
Immer neue Flüchtlingsboote legen von der afrikanischen Küste ab; Ziel ist die kleine 150 km entfernte italienische Insel Lampedusa. Die meisten der 3000 auf der Insel Angekommenen sind Tunesier. Italiens Regierung fürchtet, die Lage könnte außer Kontrolle geraten.
Nach dem Abgang Mubaraks kommt die arabische Welt nicht zur Ruhe. Am gestrigen Samstag demonstrierten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa und in der algerischen Hauptstadt Algier mehrere tausend Menschen für einen Sturz der Präsidenten. In beiden Ländern gingen die Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten vor.

Samstag, 12. Februar 2011

'You shall rise' Egyptian Revolution.png
Der ägyptische Präsident Husni Mubarak hat nach wochenlangen Protesten, bei denen sein Rücktritt gefordert worden war, den lange erwarteten Schritt vollzogen und den Rücktritt von seinem Amt erklärt. Das sagte Vizepräsident Omar Suleiman gestern im staatlichen Fernsehen. Weiter hieß es in der Erklärung, ein Militärrat werden zunächst die Amtsgeschäfte übernehmen. Die Nachricht wurde von den demonstrierenden Menschen auf dem Kairoer Tahrir-Platz, auf dem sich gestern erneut hunderttausende Menschen eingefunden hatten, mit Begeisterung aufgenommen.
Axel-Weber.jpg
Der Präsident der Deutschen Bundesbank Axel Weber will am 30. April aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurücktreten. Weber war als potentieller Nachfolger von Jean-Claude Trichet als Präsident der Europäischen Zentralbank gehandelt worden, was mit seinem Rücktritt nun nicht mehr möglich ist.
Am gestrigen Freitag fiel gegen 8.22 Uhr in Teilen Nordschwabings, Freimanns und Milbertshofens der Strom aus. 20.000 Haushalte waren betroffen. Grund sei ein Defekt im Umspannwerk Freimann gewesen, so Bettina Hess, Sprecherin der Stadtwerke.

Freitag, 11. Februar 2011

Am Donnerstag, dem 10. Februar 2011 wurde in Kleinmachnow ein vierjähriges Mädchen entführt. Gegen 8:09 Uhr wollte eine 41-jährige Steuerberaterin ihre Tochter in den Kindergarten bringen, als plötzlich ein maskierter, mit einer Sichel bewaffneter Mann vor ihr stand, der ihr ihre Tochter entriss. Der Mann verlangte, dass weder Polizei noch Presse eingeschaltet werden sollten. Außerdem forderte er ein Lösegeld. Mit dem Kind stieg der Mann in einen roten Renault Clio, der ein gestohlenes tschechisches Diplomatenkennzeichen trug.

Donnerstag, 10. Februar 2011

11. März 2009 in der Albertville-Realschule in Winnenden: 15 Menschen sterben, 11 weitere werden zum Teil schwer verletzt. Der 17-jährige Tim K. richtet sich nach der Tat selbst. Heute wurde der Vater des Jugendlichen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffenrecht vom Landgericht Stuttgart zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.
Am Mittwochmorgen, dem 9. Februar 2011, wurde der Tanker „Irene SL“ der griechische Reederei Enesel von Piraten vor der Küste Omans geentert. Der Tanker hat zwei Millionen Barrel Rohöl im Wert von 200 Millionen Dollar an Bord. Seit die Piraten das Schiff übernommen haben, besteht kein Funkkontakt mehr. Sieben Griechen, ein Georgier und 17 Philippiner bilden die Besatzung des Supertankers; über ihr Schicksal ist nichts bekannt.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Thomas Fischer ist Vorsitzender Richter des 2. Strafsenats beim Bundesgerichtshof. Am 08. Februar 2011 hält er an der Universität Passau einen Vortrag vor Jurastudenten. Thema ist „Die neue Rechtsprechung des BGB zu den Grenzen des Lebens“. Um 17:30 Uhr, gegen Ende des Vortrags, erhebt sich ein 22-jähriger Student und geht auf Fischer zu, greift ihn an, schlägt ihn mit der Faust ins Gesicht. Der BGH-Richter wird leicht am linken Ohr verletzt.
Deutsche Börse  in Frankfurt (Parketthandel)
Der Handel mit Aktien der Deutschen Börse und des New York Stock Exchange-Euronext (NYSE) in New York wurde heute kurz vor 18 Uhr (MEZ) ausgesetzt. Grund ist die Bekanntgabe einer geplanten Fusion zwischen beiden Unternehmen. Am Abend erklärten die Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung, dass sie über einen Zusammenschluss in Verhandlungen stünden. Diese Verhandlungen seien weit fortgeschritten, wenn auch noch nicht abgeschlossen.
Ermittler überführten den mutmaßlichen Mörder des 10-jährigen Mirco der Lüge. Die Ermittler gehen der Frage nach: Ist Olaf H. für weitere Mordfälle verantwortlich?

Dienstag, 8. Februar 2011

Wie jüngst bekannt wurde, beschäftigte der im bayerischen Pullach ansässige deutsche Geheimdienst BND mit Klaus Barbie, auch bekannt als „Schlächter von Lyon“, einen der bekanntesten Verbrecher des NS-Regimes. Barbies BND-Vergangenheit wurde durch den Mainzer Historiker Peter Hammerschmidt aufgedeckt, der zufällig im Rahmen seiner Examensarbeit darauf stieß, die sich eigentlich mit den Beziehungen Barbies zu den US-Geheimdiensten beschäftigt.
Die Entscheidung über seine Auslieferung wird für Dienstag erwartet: Julian Assange
Der australische Journalist und Sprecher der Internetplattform „WikiLeaks“ Julian Assange stand gestern erneut in London vor Gericht. Bei den Verhandlungen geht es um die Frage, ob er nach Schweden ausgeliefert werden soll, wo er wegen minder schwerer Vergewaltigung mit Haftbefehl gesucht wird.

Montag, 7. Februar 2011

Gary Moore (2008)
„Still Got The Blues“ – mit diesem Titel begründete der 1952 geborene irische Blues- und Rock-Gitarrist Gary Moore seinen Weltruhm, auch wenn sich später ein Plagiatsvorwurf als richtig herausstellte. Gary Moore verstarb im Alter von 58 Jahren in einem Hotelzimmer an der Costa del Sol.
Karte Bangladeschs
Ein 14-jähriges Mädchen ist im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, die ihr Bewohner des Dorfes Naria, etwa vierzig Kilometer südlich der Landeshauptstadt Dhaka, bei der Vollstreckung des Urteils eines örtlichen Standgerichtes zugefügt wurden. Der Vierzehnjährigen wurde vorgeworfen, ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann gehabt zu haben.
Hamid Karsai (2010)
Der afghanische Präsident war Gast bei der 47. Münchner Sicherheitskonferenz. Er blickt mit Optimismus in die Zukunft. Ab 2014 könne das Land seine Aufgaben alleine erledigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Westerwelle hatten am Rande der Konferenz Gespräche mit ihm geführt und Hilfe über das Jahr 2014 hinaus zugesagt. Die Unterstützung soll „ziviler“ und „politischer“ sein als es jetzt der Fall ist. Behandelt wurden Wirtschafts- und Sicherheitsfragen.
Lage Kambodschas
Die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag von 1962 war klar: Die Ruinen von Preah Vihear gehören Kambodscha, auch wenn der Haupteingang des Tempels auf thailändischem Gebiet liegt. Montag zwei Uhr Ortszeit: ein erneuter Schusswechsel zwischen den Soldaten Thailands und Kambodscha. Der vierte seit Freitag, schon fünf Menschen sind tot, obwohl man sich bereits am Samstag auf eine Waffenruhe geeinigt hatte.
Die Rolle in ihrem ersten Film „Der letzte Tango in Paris“ machte Maria Schneider weltberühmt, und sie war der Höhepunkt ihrer Karriere. Der Streifen wurde wegen seiner Freizügigkeit in manchen Ländern verboten, in anderen geschnitten. Am 3. Februar starb sie nach langer Krankheit im Alter von 58 Jahren in Paris.

Sonntag, 6. Februar 2011

Hotelbrand in Schmallenberg
Am 05.02.2011 kam es in Schmallenberg-Rimberg zu einem Hotelbrand. Drei Hotelgäste wurden mit Rauchgasvergiftungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Ersten Schätzungen zufolge liegt der Schaden in Millionenhöhe. Die Brandursache ist bisher ungeklärt.
In der Stadt El Kef im Norden Tunesiens kam es nach massiven Protesten gegen den örtlichen Polizeichef zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. Nach Medienberichten sollen hunderte Demonstranten eine Polizeistation angegriffen haben. Die Polizisten setzten Tränengas ein und schossen in die Menge. Mindestens vier Menschen starben. Das Innenministerium sprach von zwei Todesopfern. Außerdem wurde eine Zahl von 17 Verletzten angegeben.
Bei der Rallye Ronda di Andora in Ligurien ereignete sich bei Genua/Testico ein Unfall. Der polnische Rennfahrer, der beim Rennstall „Renault F1“ unter Vertrag steht, fuhr mit einem Skoda Fabia schon wenige Kilometer nach dem Start gegen eine Leitplanke und wurde von dort an eine Kirchenmauer geschleudert. Die Leitplanke hatte das Fahrzeug beim Frontalaufprall durchbohrt.
120 Fluggäste schauten verdutzt, als ein Kapitän der Billigfluglinie Ryanair sie aus dem Flieger warf. Unfreiwillig waren sie jetzt in Lanzarote im Flughafen Arrecife gestrandet. Vorausgegangen war ein lautstarker Streit eines jungen Mannes mit einer Stewardess über das Gepäck. Mit den wenigen verbliebenen Reisenden hob die Maschine Richtung Belgien ab.
Lage Rumäniens in Europa
Bei einer Explosion um 15:30 Uhr (EET, 14:30 MEZ) in einem Braunkohlebergwerk in Uricani im Kreis Hunedoara im Südwesten Rumäniens wurden am Samstag fünf Bergarbeiter getötet. Laut der Tageszeitung „Adevărul“ waren die Kumpel in 430 Meter Tiefe eingeschlossen. Rettungstrupps gelang es, zu den eingeschlossenen Kumpeln vorzudringen. Die Eingeschlossenen konnten jedoch nur noch tot geborgen werden.
Der Großmufti von Saudi-Arabien Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich verurteilt die Demonstranten in Ägypten und Tunesien, die ihre jeweiligen Präsidenten zum Rücktritt aufforderten, als „Feinde des Islam und ihre[r] Knechte“. Die Demonstrationen bezeichnete er als von „Feinden des Islam gesteuerte chaotische Aktionen“.
Logo des Nachrichtensenders Al-Dschasira
Angeblich dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira zugespielte Dokumente, die seit 23. Januar veröffentlicht werden, haben die Verärgerung der Palästinensischen Autonomiebehörde hervorgerufen. Die Berichte von Al-Dschasira und der britischen Zeitung The Guardian, die die Dokumente ebenfalls veröffentlichte, enthielten „Lügen und Halbwahrheiten“, erklärte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat. Man sei bereit, die Unterlagen des palästinensischen Ministeriums für die Verhandlungen mit Israel zu veröffentlichen, um zu beweisen, dass die Dokumente nicht echt seien. Aus Kreisen des Umfeldes von Abbas war zu hören, Al-Dschasira betreibe eine Schmierenkampagne.

Samstag, 5. Februar 2011

Die Mitglieder des Exekutivkomitees der Nationaldemokratischen Partei Ägyptens (NDP) traten heute von ihren Funktionen in der Partei zurück, darunter mit Sakarija Asmi und Mufid Schehab zwei der Stützen des Präsidenten. Das meldet der arabische Nachrichtensender Al-Arabija. Das Exekutivkomitees ist das zentrale Führungsorgan der Partei. Entgegen früheren Meldungen trat Husni Mubarak als ihr Vorsitzender nicht zurück.
Unter den Hamburger Grünen bricht Panik aus. Aufgrund der Umfragen für ihre Partei hatte die GAL (Grün-Alternative-Liste) die Koalition mit der CDU in Hamburg aufgekündigt, um eine stärkere Machtposition in der künftigen Regierung einzunehmen. Für die Grünen könnte der Schuss jedoch ganz gewaltig nach hinten losgehen.
Wie die Beluga-Reederei in Bremen mitteilte, sind möglicherweise drei Besatzungsmitglieder an Bord ihres vor der somalischen Küste entführten Frachters „Beluga Nomination“ ums Leben gekommen. Zwei Seeleute sind vermutlich von somalischen Piraten erschossen worden. Das dritte Opfer ist mutmaßlich der leitende Schiffsingenieur, der bei einem Fluchtversuch ertrunken ist. Der genaue Hergang an Bord des Schiffes ist bisher noch unklar.
Ein weiterer Tag im Verfahren um die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann verlief nicht ohne Aufregungen. Unser Artikel beleuchtet das Geschehen am Mannheimer Landgericht.

Freitag, 4. Februar 2011

Auch am 11. Tag der Proteste gegen den ägyptischen Präsidenten Mubarak versammelten sich heute nach dem Freitagsgebet erneut zehntausende Demonstranten auf dem zentralen Platz in Kairo, dem Tahrir-Platz. Die Nachrichtenagentur Reuters bezifferte die Teilnehmerzahl der Demonstration am Abend auf mehr als hunderttausend. Die Demonstration verläuft bislang friedlich.
Ein 29-jähriger Somalier wurde von einem Gericht im dänischen Aarhus zu einer neunjährigen Haftstrafe und anschließender Abschiebung aus dem Königreich Dänemark verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, sich mithilfe einer Axt Zugang zur Wohnung des Karikaturisten Kurt Westergaard verschafft zu haben, um ihn zu töten. Der verurteilte Somalier legte Berufung gegen das Urteil ein.
Als erste Testregion für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo wurde heute durch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ein Gebiet im Berchtesgadener Land offiziell in Betrieb genommen. Galileo wurde als Alternative zu dem US-Navigationssystem GPS entwickelt, das trotz ziviler Nutzungsmöglichkeiten prinzipiell unter Kontrolle des US-Militärs steht. Im Kriegsfall würde es nicht zur Verfügung stehen.
Ein eigenes Diskussionsforum mit dem Titel „Was geschieht mit der arabischen Welt?“ wird sich am Samstag mit den Massenprotesten im Nahen Osten befassen. Schon lange geplant, das Treffen des Nahost-Quartetts, es soll Lösungen für den Konflikt zwischen Israel und Palästinensern finden. Hier werden die US-Außenministerin Hillary Clinton, ihr russischer Kollege Sergej Lawrow, die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon teilnehmen.
Satellitenbild der NASA vom 1. Februar
Ein Blizzard im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten löste am Dienstag und Mittwoch (1. und 2. Februar) in weiten Teilen der Vereinigten Staaten chaotische Zustände aus. Zahlreiche Bundesstaaten waren betroffen, die Auswirkungen des Schneesturms reichten von Texas im Süden bis nach Neuengland und den kanadischen Seeprovinzen im Nordosten. Der Wetterdienst hat mitgeteilt, dass der Schneesturm einer der heftigsten seiner Art seit Jahrzehnten gewesen sei.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Zehntausende Menschen demonstrierten heute in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa für den Sturz des „ungerechten Regimes“. Verschiedene oppositionelle Gruppierungen hatten in Anlehnung an die Demonstration in Ägypten vom 29. Januar zu einem „Tag des Zorns“ aufgerufen. Gleichzeitig fand eine organisierte Gegendemonstration regierungsfreundlicher Demonstranten statt.
Durch die Unruhen in Ägypten, die seit gestern noch einmal eskalierten und zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen bislang friedlichen Anti-Mubarak-Demonstranten und Mubarak-Anhängern führten, die mit Schlagstöcken und Steinwürfen gegen die Regierungsgegner vorgingen, kam es in den letzten beiden Tagen zu neun Toten und hunderten Verletzten.
Seit Dezember 2010 ermittelte die Kriminalpolizeiinspektion Mühldorf gegen einen 20-Jährigen wegen des Verdachtes der Vergewaltigung. Hinweise ergaben, dass der Tatverdächtige im Besitz von kinderpornografische Dateien ist.
Während andere, vor allem internationale Sender gestern ihr Programm unterbrachen, um in Live-Schaltungen über die Eskalation der Gewalt in Ägypten zu berichten, lief in der ARD die Daily-Soap „Rote Rosen“. Kein Nachrichtenband über die aktuelle Situation in Ägypten, keine Unterbrechung des Programms. Ein FAZ-Redakteur, der dies beobachtete, findet das zum „Haareraufen“.
Nach dem Ausbruch von Gewalt zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung Mubarak in Ägypten am Mittwoch wird die Situation für Journalisten in Kairo immer schwieriger. Laut Medienberichten werden Journalisten jetzt selbst zum Ziel von Angriffen marodierender Banden. Die Onlineausgabe der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ schreibt, es werde regelrecht Jagd auf ausländische Journalisten gemacht.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Auch im Jemen, am südlichen Ende der arabischen Halbinsel gelegen, stehen die Zeichen auf Veränderung. Präsident Ali Abdullah Salih erklärte heute in einer Fernsehansprache seinen Verzicht auf eine weitere Amtszeit. Die Opposition des Landes hat für morgen zu einer Großdemonstration in der Hauptstadt Sanaa aufgerufen, die in Anlehnung an die Demonstration in Kairo vom Dienstag unter dem Motto „Tag des Zorns“ steht.
Am 9. Tag der Proteste gegen den ägyptischen Staatspräsidenten Mubarak ist die Lage eskaliert. Anhänger Mubaraks und Demonstranten, die den Rücktritt des 82-jährigen Staatsoberhauptes fordern, kommt es auf dem At-Tahrir-Platz zu Schlägereien. Steine und Flaschen werden geworfen, manche gingen mit Knüppeln auf die Gegenseite los. Auch „Molotowcocktails“ wurden geworfen. Manche der Anhänger Mubaraks sind kurz vor 15:00 Uhr Ortszeit (14:00 Uhr MEZ) mit Pferden und Kamelen auf den Platz geritten und reiten Anti-Mubarak-Demonstranten nieder. Die Armee ist anwesend, schreitet bislang jedoch nicht ein.
Am 31. Januar 2011 um 16 Uhr betrat eine 55-jährige italienische Touristin ein Geschäft im Hauptbahnhof. Zielgerichtet entwendete sie zwei Zigarillos aus der Auslage. Unmittelbar darauf verließ sie das Geschäft. Eine 51-jährige Angestellte beobachtete den Diebstahl und verfolgte die Italienerin.

Dienstag, 1. Februar 2011

Typische Dreiteilung eines Trilobiten: Cephalon (Kopfschild), Thorax (Rumpf) und Pygidium (Schwanzschild)
Im Zuge von Ausgrabungen an einem Straßengraben im Ebbegebirge bei Herscheid im Märkischen Kreis fanden Forscher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) einen seltenen Trilobiten (Dreilapperkrebs). Wie Dr. Lothar Schöllmann vom LWL-Museum für Naturkunde in Münster berichtete, wurden bei den aktuellen Ausgrabungen fünf Trilobiten gefunden.
Nachdem sich die deutsche Bundesregierung mit Reisewarnungen für Ägypten bisher zurückgehalten hatte, verschärfte das Auswärtige Amt heute seine Einschätzung deutlich: „Das Auswärtige Amt rät aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der instabilen Lage von Reisen nach ganz Ägypten dringend ab“, heißt es auf der Webseite des Ministeriums. Gestern war lediglich von Reisen in das nordafrikanische Land „abgeraten“ worden.
König Abdullah II. von Jordanien
König Abdullah II. von Jordanien hat heute das Regierungskabinett und den bisherigen Ministerpräsidenten Samir Rifai entlassen. Der ehemalige Armeegeneral Maʿruf al-Bachit wurde damit beauftragt, eine neue Regierung zu bilden. Die Entscheidung steht offenbar im Zusammenhang mit Protesten von tausenden Demonstranten in den vergangenen Tagen in Jordanien.
John Barry, 1933-2011 (Aufnahme von 2006)
Er hat die Musik für den oscarprämierten Film „Jenseits von Africa“ (1985) geschrieben, die Musik zu „Frei geboren – Die Königin der Wildnis“ hatte ihm gleich zwei Oscars eingebracht, auch für „Der Löwe im Winter“ und „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990) erhielt er die begehrte Äuszeichnung, doch bekannt wurde er für seine Soundtracks zu den James-Bond-Filmen. Für elf der weltbekannten Agentenfilme schrieb er die Musik. John Barry ist nun, 77-jährig, in seinem Haus in Oyster Bay einem Herzanfall erlegen.
Seit November 2010 wurden in Geisenfeld, Pfaffenhofen, Kelheim und Ingolstadt zahlreiche Einbrüche in Kindergärten, Schulen, Arztpraxen, Getränkemärkte, einen Gebrauchtwagenhandel, eine Apotheke, einen Modemarkt und mehrere Bäckereien registriert. Schnell konnte man einen Tatzusammenhang vermuten.
Nach dem Zyklons „Anthony“ am Sonntag (30. Januar) droht dem noch unter den Auswirkungen der Jahrhundertflut leidenden nordostaustralischen Bundesstaat Queensland neues Unheil. Von Osten nähert sich der schwere tropische Zyklon „Yasi“.

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