Explosion in Kohlemine in Rumänien: fünf Tote

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Veröffentlicht: 11:55, 6. Feb. 2011 (CET)
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Uricani (Rumänien), 06.02.2011 – Bei einer Explosion um 15:30 Uhr (EET, 14:30 MEZ) in einem Braunkohlebergwerk in Uricani im Kreis Hunedoara im Südwesten Rumäniens wurden am Samstag fünf Bergarbeiter getötet. Laut der Tageszeitung „Adevărul“ waren die Kumpel in 430 Meter Tiefe eingeschlossen. Rettungstrupps gelang es, zu den eingeschlossenen Kumpeln vorzudringen. Die Eingeschlossenen konnten jedoch nur noch tot geborgen werden. „Niemand hat überlebt, es gibt fünf Tote“, sagte ein Sprecher der staatlichen Bergbaugesellschaft. Die Bergleute waren gerade mit Wartungsarbeiten an einem Transformator beschäftigt, als sich das Unglück ereignete. Nach Aussagen der örtlichen Verwaltung war möglicherweise ein Kurzschluss Ursache der Explosion. Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax meldet, hat sich Erdgas entzündet. Erdgas entsteht in solchen Bergwerken auf natürliche Weise. Es ist Vorschrift, die Gaskonzentration zu überwachen, um Unfälle auszuschließen. Bei den Toten handelt es sich um vier Elektriker und einen Ingenieur. Wenige Minuten nach der Evakuierung der fünf Leichen ereignete sich eine zweite Explosion, bei der aber niemand verletzt wurde. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zur Untersuchung des Grubenunglücks aufgenommen.

In dem Bergwerk sind 800 Bergleute beschäftigt. Es soll bis 2018 stillgelegt werden.

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Quellen