„Reporter ohne Grenzen“: Organisierte Kriminalität ist die größte Gefahr für Journalisten

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Veröffentlicht: 23:08, 28. Feb. 2011 (CET)
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28.02.2011 – Weltweit wurden in den Jahren 2000 bis 2010 insgesamt 141 Journalisten getötet, weil sie mit ihrer Berichterstattung kriminellen Strukturen der organisierten Kriminalität in die Quere kamen. So ein Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen vom 24. Februar des Jahres. Das sind mehr Tote als totalitäre Systeme unter den von ihnen als „staatsfeindlich“ eingeschätzten Journalisten fordern.

69 Reporter wurden allein in Mexiko gezählt, elf weitere gelten als vermisst. Mächtige Drogenkartelle wollen sich nicht in die Karten schauen lassen und ihren Gewinn ungestört maximieren. Auf den Philippinen begann diese Entwicklung bereits im Jahr 1986, als der Diktator Ferdinand Marcos stürzte.

„Es ist eine mächtige Parallelwirtschaft mit enormen Einfluss auf die legale Wirtschaft - eine, über die es für Medien höchst schwierig ist, zu berichten“, so die Studie. Abschottung auf verschiedenen Ebenen, Arbeitsteilung, Einfluss in der Politik und in den Medien selbst, Verstrickung in den legalen Wirtschaftskreislauf sind Gründe dafür. Vor den bekannten Gefahren schreckt auch die Medienlandschaft zurück. Von den Regierungen ist meist keine Hilfe zu erwarten. Berichtet wird oft erst dann, wenn die Polizei in oft spektakulären Aktionen die Führungskader festnehmen kann.

Was versteht man unter organisierter Kriminalität? Gültige Definition laut organized-crime.de[1] in Deutschland: „Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig

  1. ) unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen,
  2. ) unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel oder
  3. ) unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft

zusammenwirken.“

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Einzelnachweise

  1. http://www.organized-crime.de/okdef.htm

Quellen