Mindestens 57 Journalisten starben 2010 bei der Ausübung ihres Berufes

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Veröffentlicht: 23:49, 30. Dez. 2010 (CET)
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30.12.2010 – Auch im diesjährigen Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) kann keine Entwarnung gegeben werden. Journalistische Arbeit ist in vielen Ländern nach wie vor lebensgefährlich. In ihrem Abschlussbericht für das Jahr 2010 meldet die Nichtregierungsorganisation „mindestens 57 Journalisten und ein[en] Medienassistent[en]“, die in diesem Jahr bei ihrer Arbeit oder in Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet wurden.

Im Jahr 2009 lag diese Zahl noch bei 76 Journalisten und einem Medienassistenten. Hinzugekommen ist eine stärkere Bedrohung durch Entführungen von Journalisten, wodurch das Leben und die Arbeitsbedingungen der Journalisten immer stärker bedroht werden. Die Zahl der Entführungen stieg von 33 im Jahr 2009 auf 51 im aktuellen Jahr 2010.

Die gefährlichsten Länder für die Berufsausübung eines Journalisten sind in diesem Jahr Pakistan (mit 11 Todesfällen), Mexiko (7), Irak (7) und die Philippinen mit 4 Todesfällen gewesen. Schwierigere Bedingungen fanden Medienmitarbeiter in diesem Jahr in einigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion vor. Es handelte sich dabei um die Länder Aserbaidschan, die Ukraine und Weißrussland, in denen in diesem Jahr landesweite Wahlen stattfanden.

Neben Beschränkungen der Pressefreiheit in vielen Ländern sind Journalisten oft auch durch die Willkür der Justiz dieser Länder bedroht. In mehreren Ländern sitzen Journalisten im Gefängnis. So sind im Iran 37 Journalisten inhaftiert, in China 30 und in Eritrea 29 Journalisten. Zwei deutsche Journalisten, die aus dem Iran berichten wollten, sind seit mehr als 80 Tagen inhaftiert und warten auf ihren Prozess.

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Quellen