Freitag, 20. November 2009
- In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts waren die Mercedes-Rennwagen der Formel 1 als „Silberpfeile“ weltweit berühmt geworden. Nach einem versuchten Wiedereinstieg 1955 hatte sich der Stuttgarter Autobauer aus dem Rennsport zurückgezogen. Jetzt kaufte sich das Unternehmen mit 75 Prozent bei dem Nachfolger ein. Finanziert werden konnte der Einstieg mit Hilfe des arabischen Finanzinvestors Aabar, der zugleich größter Einzelaktionär des deutschen Autoherstellers ist.
Donnerstag, 19. November 2009
- Die Verpackungskünstlerin Jeanne-Claude ist gestorben. Bekannt wurde sie als Frau an der Seite des Verpackungskünstlers Christo. Ihr bekanntestes gemeinsames Werk ist die Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes, die 1995 stattfand. Jeanne-Claude wurde am 13. Juni 1935 in Casablanca (Morokko) geboren.
- Innerhalb einer Woche sind in Frankreich drei Fälle von schwindelerregenden Rechnungen für „unbegrenzten“ Internet-Zugang bekannt geworden. Ein Notarzt aus Fontainebleau bei Paris schlägt alle Rekorde mit 159.212 Euro.
- Auf einem Sondergipfel der Europäischen Union heute in Brüssel sind wichtige personelle Entscheidungen getroffen worden.Die Regierungschefs einigten sich auf den belgischen Ministerpräsidenten Herman Van Rompuy als ersten ständigen Präsidenten des Europarates und die britische EU-Handelskommissarin Catherine Ashton als erste Hohe Vertreterin für die Außen- und Sicherheitspolitik.
- Gestern wurde im Rahmen der deutschlandweiten Proteste der Studierenden und Schüler in Düsseldorf erstmals eine Schule besetzt. Es handelt sich dabei um die Hulda-Pankok-Gesamtschule.
Mittwoch, 18. November 2009
- UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon beklagt Israels Entscheidung, weitere 900 Wohnungen in Ost-Jerusalem zuzulassen. Dies würde die „Bemühungen um Frieden untergraben und Zweifel an der Lebensfähigkeit der Zwei-Staaten-Lösung wecken“. Sprecher der US-Regierung und der britischen Regierung schlossen sich der Kritik an.
- Das israelische Innenministerium hat gestern angekündigt, dass 900 neue Wohneinheiten geplant sind, die von israelischen Behörden an der Gilo-Siedlung in Ost-Jerusalem gebaut werden sollen. In der gestrigen Pressemitteilung des Innenministeriums war zu lesen: „Der Planungs-und Bauausschuss hat den Bau von 900 Wohneinheiten in der Nachbarschaft Gilo in Jerusalem genehmigt.“
Dienstag, 17. November 2009
- General Motors, Mutter des Opel-Konzerns und größter Autobauer in den Vereinigten Staaten, fuhr im dritten Quartal 2009 noch immer ein Minus von 1,15 Milliarden Dollar – das sind etwa 800 Millionen Euro – ein, reduzierte damit aber seine Verluste auf ein niedrigeres Niveau, als bislang von Experten erwartet wurde. Im Jahre 2008 waren die Verluste noch mehr als doppelt so hoch.
- 180 Staaten hat die Nichtregierungsorganisation Transparency International (TI) in einem Ranking bewertet, das den Grad der Korruption zum Ausdruck bringen soll. Schlusslichter der Tabelle bilden dabei Afghanistan und Somalia, in denen die Korruption besonders große Ausmaße angenommen hat.
Montag, 16. November 2009
- Die Europäische Umweltagentur (EUA) veröffentlichte am 12. November 2009 einen Bericht, der zeigt, dass die Europäische Union auf dem richtigen Weg ist, um ihre im Kyoto-Protokoll eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen und die Emissionen zu begrenzen, die für den Treibhauseffekt auf unserer Erde verantwortlich sind.
- Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) lehnt die Berufung der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach (CDU) in den Beirat der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ ab. Seine Haltung begründet der FDP-Politiker mit dem Abstimmungsverhalten von Steinbach in den 90er Jahren, als sie im Bundestag gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als Grenze zu Polen gestimmt habe.
- Im Rahmen seiner Asienreise sprach US-Präsident Barack Obama am Montag vor chinesischen Studenten im Shanghaier Museum für Wissenschaft und Technologie. Die Rede Obamas wurde jedoch nur von lokalen Sendern übertragen. Das nationale Fernsehen übertrug die Ansprache nicht. Auch im Internet waren die Äußerungen des US-Präsidenten für chinesische Internetnutzer nur eine knappe halbe Stunde zugänglich.
Sonntag, 15. November 2009
- Die erste Kunstmesse in Bremen vom 13. bis 15. November 2009 war ein überraschend großer Erfolg. Die unter dem Markenzeichen HanseART laufende Veranstaltung findet seit 2006 in den Städten Hamburg, Lübeck und Oldenburg statt. Zur Vernissage am Freitag, den 13. abends in Bremen, der eigentlichen Eröffnung der Messe, waren überraschend mehr als 250 Besucher erschienen. Besondere Aufmerksamkeit erregte die freischaffende Berliner Künstlerin Sara Horwath, die bereits wärend der Aufbauarbeiten vom Fernsehsender Radio Bremen interviewt wurde.
Samstag, 14. November 2009
- Aus der spontanen Besetzung von Universitätshörsälen in der österreichischen Hauptstadt Wien ist eine europaweite Studentenbewegung entstanden. Ab dem 28. Oktober 2009 wurde erst österreichweit besetzt. Danach solidarisierten sich viele andere StudentInnen an ihrer Universität mit ähnlichen Aktionen. Dies traf mit den Diskussionen zusammen, die sich im Anschluss an die Kultusministerkonferenz in Deutschland am 15. Oktober entwickelt und im Internet verbreitet hatten. Für Dienstag kommender Woche – den Internationalen Studententag – ist ein bundesweiter Bildungsstreik in Deutschland angekündigt worden.
Freitag, 13. November 2009
- Wikinews interviewte Marc Headley, den Verfasser des neuen Buches „Blown for God“. Er beschreibt das Leben im Inneren des internationalen Hauptsitzes von Scientology, der als „Gold Base“ bekannt ist, und in Gilman Hot Springs, das in der Nähe von Hemet im US-Bundesstaat Kalifornien liegt. Headley trat der Organisation im Alter von sieben Jahren bei, als seine Mutter Mitglied wurde, war 15 Jahre lang Angestellter von Scientology und arbeitete auf internationaler Management-Ebene über mehrere Jahre, bevor er im Jahr 2005 ausschied.
- Heute wurde der US-Schauspieler Clint Eastwood vom französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy zum Kommandeur der Ehrenlegion ernannt. An der feierlichen Zeremonie nahmen Frankreichs Minister für Kultur sowie viele Schauspieler und Regisseure teil. Im Jahre 2007 war er vom damaligen Staatspräsidenten Jacques Chirac zum Ritter des Ordens ernannt worden.
- Heute begann die Kunstmesse HANSEART in der Halle 4 auf der Bürgerweide in Bremen. 150 Aussteller aus 20 Nationen, von einzelnen Künstlern bis zu Galerien, zeigen eine große Bandbreite von abstrakten über realistische Darstellungen bis hin zu Fotografien. Begleitet wird die Ausstellung, die insgesamt bis einschließlich Sonntag, den 15. November 2009 geöffnet ist, von einer Internetpräsenz aller Künstler, wobei einzelne Werke teilweise als Kunstpostkarte bestellt werden können und somit auch für Menschen zugänglich sind, die nicht die Bremer Stadthalle besuchen.

- Die seiner Ansicht nach fragwürdige Rolle der US-Notenbank, der Federal Reserve (kurz: „Fed“), bei der Finanzkrise veranlasste den der Demokratischen Partei angehörenden Senator Christopher Dodd, am Dienstag im Senat der Vereinigten Staaten einen Gesetzentwurf auf den Weg zu bringen, der die Kompetenzen der US-Notenbank einschränken und eine neue Aufsichtsbehörde für den Bankensektor schaffen soll. Darüber hinaus sollen dem Kongress der Vereinigten Staaten, also dem gewählten Parlament, größere Mitspracherechte bei der Gestaltung der Geldpolitik eingeräumt werden.
- Am 7. November wurde in mehreren Zeitungen darüber spekuliert, dass ein Deutscher der Europachef von GM werden könnte. Eine Aufgabe des neuen Europa-Chefs solle es sein, die zwischen der Bundesregierung und dem Betriebsrat entstandenen Spannungen zu glätten, so ein US-Medienblatt.
Donnerstag, 12. November 2009
- Einer Studie zufolge, die heute von „Transport and Environment“ (T&E) veröffentlicht wurde, werden Elektroautos bis 2030 nur einen geringen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Autoren machen dafür den geringen Marktanteil von Elektroautos sowie die Gesetzeslage in der Europäischen Union verantwortlich, wodurch keine generelle Senkung der CO2-Emissionen aus dem Autoverkehr durchzusetzen sei.
- Forscher im US-Bundesstaat Kalifornien haben das wichtigste Gen entdeckt, das für einen Unterschied zwischen Menschen und Schimpansen, nämlich unsere Sprache, verantwortlich ist. Es handelt sich um ein Gen namens FOXP2, das ein Protein mit dem gleichen Namen kodiert. Das Protein fungiert als Transkriptionsfaktor, der die Aktivität anderer Gene steuert.
- Ein Register mit umfassenden Informationen zu industriellen Schadstoffen in Europa wurde unter der Bezeichnung E-PRTR von der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur (EUA) gestartet.
- Studierende in Dresden gingen in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag in ihre dritte Besetzungrunde. Die Ziele haben die Besetzer in ihrem Wiki niedergeschrieben und in Arbeitsgruppen diskutiert und weiter ausgearbeitet.
- Eine Demonstration gegen das geplante Tierversuchslabor der Firma Böhringer fand am 7. November statt. Organisiert wurde diese von Sabine Pankau, der stellvertretenden Landesvorsitzenden der Tierschutzpartei sowie weiteren Tierschützern und Tierschutzorganisationen.
Mittwoch, 11. November 2009
- Nach Angaben der Polizeidirektion Hannover ist Fussballnationaltorwart Robert Enke gestern am frühen Abend gestorben. Enke sei bei Neustadt-Eilvese auf einem Bahnübergang von einem Zug erfasst und getötet worden.
Dienstag, 10. November 2009
- Vom 10. bis 15. November finden in Bremen die diesjährigen Kinder- und Jugend-Tanztage statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden über 500 Jugendliche aus ganz Norddeutschland an vier Tagen tanzen.
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Der diesjährige Ehrenpreisträger David Suzuki
Der sogenannte alternative Nobelpreis, der seit 1980 auf Initiative Jakob von Uexkülls vergeben wird und offiziell „Right Livelihood Award“ heißt, geht in diesem Jahr an vier Personen aus Kanada, dem Kongo, Neuseeland und Äthiopien. Mit dem Preis wird ihr besonderer Einsatz für drängende Probleme regionaler oder globaler Art gewürdigt.
Den undotierten Ehrenpreis erhält David Suzuki aus Kanada, von Beruf Zoologe und Fernsehmoderator, für sein Lebenswerk. Der 1936 in Japan geborene Suzuki rief 1979 das Wissenschaftsmagazin „The Nature of Things“ (Die Natur der Dinge) ins Leben, das inzwischen in über 80 Ländern ausgestrahlt wird und in dem er unermüdlich vor den Gefahren des Klimawandels warnte. Ole von Uexküll von der Stiftung, die den Preis jedes Jahr vergibt, sagte über den Preisträger: „Suzuki hat vielleicht noch intensiver als Friedensnobelpreisträger Al Gore mit seinem berühmten Film über den Klimawandel aufgeklärt.“
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