Irak: Verfassungskommission braucht mehr Zeit

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Bagdad (Irak), 31.07.2005 – Die Verfassungskommission will am Montag im Parlament eine Verlängerung der Verhandlungen um einen Monat beantragen. US-Verteidigungsminister Rumsfeld hatte noch vor wenigen Tagen Druck auf das irakische Parlament ausgeübt, damit der Zeitplan zur Verabschiedung der Verfassung am 15. August eingehalten werden könne.

Die Hauptstreitpunkte zwischen den verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen sind Fragen der föderalen Struktur des Irak in der Nach-Saddam-Ära sowie Fragen der doppelten Staatsbürgerschaft und die Rolle, die der Islam in der Zukunft Iraks spielen soll.

Wieder blutige Wochenendbilanz des Terrors im Irak

Am Samstag wurde in Doran einem südlichen Stadtteil von Bagdad, durch die Explosion ihres Militärfahrzeugs ein Soldat getötet und zwei verletzt. In Südwest-Bagdad sterben vier Soldaten während einer Patrouille durch Bombenexplosionen.

Am Sonntag sterben in Haswa (dem so genannten Todesdreieck), 50 Kilometer südlich von Bagdad (in der Nähe von Hilla) an einem Polizeikontrollpunkt sieben Menschen durch eine ferngezündete Autobombe, weiterhin gab es zwölf Verletzte. In Haditha (ein Dorf 220 Kilometer nordwestlich von Bagdad) hatten sich in einem Schulgebäude elf Aufständische verschanzt. Die US-Streitkräfte gingen mit Panzern und Luftangriffen gegen die Kämpfer vor. Dabei wurden alle elf Kämpfer getötet. Es gab keine zivilen Opfer.

Laut AFP steigt damit der Zahl der toten US-Militärangehörigen auf 1.793 seit Beginn des Irakeinsatzes.

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Quellen