Oscar-Verleihung 2010: Kriegsdrama „The Hurt Locker“ als bester Film ausgezeichnet

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Veröffentlicht: 21:18, 8. Mär. 2010 (CET)
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Kathryn Bigelow erhielt den Preis für die beste Regieleistung
Christoph Waltz, als bester Nebendarsteller ausgezeichnet
Sandra Bullock, als beste Schauspielerin ausgezeichnet
Jeff Bridges: „bester Schauspieler“

Los Angeles (Vereinigte Staaten), 08.03.2010 – Bei der Verleihung des 82. Academy Award of Merit (Oscar) in Los Angeles wurde überraschend der Film der Regisseurin Kathryn Bigelow für ihren Kriegsfilm „The Hurt Locker“ mit sechs Oscars ausgezeichnet, darunter für den besten Film und die beste Regie. Es war das erste Mal in der Geschichte der Oscar-Verleihung, dass eine Frau für die beste Regie ausgezeichnet wurde. Der Oscar ist der begehrteste Filmpreis insbesondere der US-Filmbranche und wird seit 1929 jährlich vergeben.

Den Preis als beste Schauspielerin erhielt Sandra Bullock für die weibliche Hauptrolle in dem Film „The Blind Side“. Am Vortag war Bullock bereits als „schlechteste Schauspielerin des Jahres 2009“ für ihre Rolle in dem Film „All About Steve“ (Alles über Steve) mit der Goldenen Himbeere ausgezeichnet worden. Als bester Schauspieler wurde Jeff Bridges als Hauptdarsteller in dem Film „Crazy Heart“ geehrt, in dem er einen abgehalfterten Country-Sänger spielt.

Der Kassenschlager Avatar, ein Science-Fiction-Film, dem viele gute Chancen auf einen Oscar ausgerechnet hatten, ging leer aus.

In den deutschsprachigen Medien wurde besonders der Oscar für die beste Nebenrolle hervorgehoben, der an den österreichischen Schauspieler Christoph Waltz vergeben wurde, der in dem von Quentin Tarantino gedrehten Streifen „Inglourious Basterds“ einen SS-Offizier mimt. Da der Film teilweise im Potsdamer Filmstudio Babelsberg gedreht wurde, freute sich der Vorstandsvorsitzende der traditionsreichen deutschen Filmproduktionsstätte: „Mit der Auszeichnung ist Studio Babelsberg das fünfte Mal seit 2003 und das dritte Jahr in Folge erfolgreich bei den Oscars vertreten.“

Der Preis für den besten fremdsprachigen Film ging an einen Film aus Argentinien: „El Secreto de Sus Ojos“ (Das Geheimnis ihrer Augen).

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Quellen