Zweifel an angeblichem Attentat auf thailändischen Ministerpräsidenten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Artikelstatus: Fertig 16:56, 27. Aug. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bangkok (Thailand), 27.08.2006 – Die Behauptung, der thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra sei am Donnerstag, dem 24. August, beinahe Opfer eines Attentatsversuchs geworden, wird in thailändischen Medien mit Skepsis aufgenommen. Der Premierminister hatte am Freitag weitere Verhaftungen angekündigt. Nach seinen Worten waren bis zu vier Offiziere des Militärs in den Attentatsversuch verstrickt. Der Führer der oppositionellen Demokratischen Partei Thailands, Abhisit Vejjajiva, forderte daraufhin den Ministerpräsidenten dazu auf, die Ermittlungen zu beschleunigen und Schaden vom Ansehen Thailands in der Welt abzuwenden.

Der Oppositionsführer sagte wörtlich: „Thaksin sagte mit Überzeugung, dass vier Militäroffiziere versuchen, ein Attentat auf ihn zu verüben. Wenn er weiß, wer sie sind, muss die Regierung sie sofort unter Arrest stellen. Ansonsten wird der Attentatsversuch ein kontroverses Thema in der Öffentlichkeit bleiben.“

Die thailändische Bundespolizei dementierte am Sonntag Medienberichte, wonach weitere Verhaftungen bevorstünden. Polizeisprecher Ajiravid Subarnbhesaj zufolge gingen die Untersuchungen weiter. Bisher reiche die Beweislage nicht aus, um weitere Personen in Haft zu nehmen.

Inzwischen wurden auch Ergebnisse zu Meinungsumfragen veröffentlicht, die belegen, dass die Zustimmung zu einer Wiederwahl Thaksins nach dem Attentat gestiegen ist. Während im August nur etwa ein Viertel der Befragten ein Verbleiben im Amt des gegenwärtigen Ministerpräsidenten befürwortet hatte, stieg der Pro-Thaksin-Prozentsatz nach dem Attentatsversuch auf 43 Prozent der befragten 1.133 Bürger.

Die Neuwahlen für das thailändische Parlament finden am 15. Oktober statt.

Themenverwandte Artikel

Quellen