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US-Vorwahlen: Trump gewinnt in Iowa haushoch

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Veröffentlicht: 23:14, 17. Jan. 2024 (CET)
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Donald Trump im Oktober 2023 in Las Vegas
Ron DeSantis bei einer Fragerunde auf CNN

Des Moines (Vereinigte Staaten), 17.01.2024 – Die Vorwahlen der Republikaner in Iowa hat erwartungsgemäß Donald Trump gewonnen. Der ehemalige US-Präsident konnte 51 Prozent der Stimmen auf sich verbuchen. Ron DeSantis, der Gouverneur von Florida, folgte abgeschlagen mit 21 Prozent der Stimmen. Nikki Haley, die ehemalige Gouverneurin von South Carolina, die unter Donald Trump US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen war, belegte mit etwa 19 Prozent Platz 3.

Um zur Präsidentschaftswahl am 5. November als Gegner des demokratischen Kandidaten nominiert zu werden, muss der künftige republikanische Präsidentschaftskandidat in Vorwahlen in den Bundesstaaten, die nach unterschiedlichen Regeln abgehalten werden, die meisten Delegierten hinter sich versammeln. In Iowa werden diese nicht durch Abstimmung in Wahllokalen, den sogenannten Primaries, vergeben, sondern im Rahmen eines Caucus, also Parteiversammlungen, die dezentral in ausgewählten Orten des Bundesstaates abgehalten werden. Diese fanden am Montagabend (Ortszeit) bei teils extremer Winterkälte statt.

Trump führt nun das Rennen um die insgesamt 2.429 Delegiertenstimmen an: Er hat in Iowa 20 Delegierte gewonnen, Ron DeSantis bekam 9 und Nikki Haley 8 Delegierte. Der künftige Präsidentschaftskandidat braucht 1215 Stimmen. Die nächste Vorwahl findet am 23. Januar in New Hampshire statt, wo die Republikaner über 22 Delegierte bestimmen.

Auf Platz 3: Nikki Haley, bei einer Wahlkampfveranstaltung in Anceny, Iowa

Trump, der seine Niederlage bei der vergangenen Präsidentschaftswahl gegen Joe Biden nie anerkannt hat und derzeit in vier Strafverfahren wegen Betrugs und anderen Straftaten angeklagt ist, erfreut sich in der Republikanischen Partei nach wie vor starker Beliebtheit.

Wie viele Delegiertenstimmen Joe Biden und die zwei verbleibenden Kandidaten seiner Partei in Iowa erhalten haben, gibt die Demokratische Partei erst am 5. März bekannt, dem sogenannten Super Tuesday, an dem die Vorwahlen in 17 Bundesstaaten und zwei Überseeterritorien stattfinden.

Der 77-jährige Trump hetzt gegen den 81-jährigen Amtsinhaber Biden vor allem mit dessen Alter und führt die landesweiten Umfragen an. In der deutschen und europäischen Politik werden derzeit im Hinblick auf diese Entwicklung sorgenvolle Stimmen laut.

Die Nominierungsparteitage folgen dann im Sommer. Die Republikaner bestimmen ihren Kandidaten vom 15. bis 18. Juli in Milwaukee, Wisconsin, die Demokraten den ihren auf der anderen Seite des Michigansees vom 19. bis 22. August in Chicago, Illinois.


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Quellen[Bearbeiten]