Patrick Shanahan gibt auf – Mark Esper neuer amtierender US-Verteidigungsminister

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Veröffentlicht: 17:37, 19. Jun. 2019 (CEST)
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Will nicht mehr Verteidigungsminister werden: Patrick M. Shanahan
Foto: Monica King/U.S. Army

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 19.06.2019 – Der amtierende Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, Patrick Shanahan, hat sich aus dem Nominierungsprozess des Senats für das Amt des Verteidigungministers zurückgezogen. US-Präsident Donald Trump hatte ihn als Nachfolger von James Mattis vorgeschlagen. Mattis war wegen unterschiedlicher Ansichten zur Nahostpolitik zum Jahresende 2018 von seinem Amt abgetreten. Shanahan wurde zunächst von Trump kommissarisch in das Amt bestellt, der ihn dann dem Senat als Nachfolger von Mattis vorschlug. Die Ernennung in dieses Amt muss vom Senat der Vereinigten Staaten bestätigt werden. Shanahan hat diesen Nominierungsprozess dann aber aus privaten Gründen abgebrochen.

Neuer amtierender Verteidigungsminister: Mark Esper
Foto: U.S. Army

Wie die Washington Post berichtete, wollte Shanahan mit seinem Rückzug seinem Sohn öffentliches Aufsehen und insbesondere öffentliche Fragen zu einem Zwischenfall im November 2011 ersparen, die das Leben seines Sohnes ruinieren würden. Der damals 17-Jährige hatte seine vom Vater getrennt lebende Mutter mit einem Baseballschläger angegriffen und verletzt. Sie erlitt einen Schädelbruch und innere Verletzungen. In einem anderen Zwischenfall hatte Kimberley Shanahan 2010 ihren damaligen Noch-Ehemann ins Gesicht geschlagen. Er reichte daraufhin die Scheidung ein.

Auf Twitter schrieb Trump, Shanahan haben einen „wundervollen Job“ gemacht. Der Präsident entschied, den derzeitigen Staatssekretär für das Heer, Mark Esper, zum neuen amtierenden Verteidigungsminister zu ernennen.

Der Personalwechsel kommt in einer Phase der Spannungen zwischen den USA und Iran wegen des Angriffs auf zwei Öltanker im Golf von Oman. Der Zwischenfall wird von Trump dem Iran angelastet, der jegliche Verantwortung dafür jedoch zurückwies. Präsident Trump hat wegen des Zwischenfalls die Verstärkung des amerikanischen Truppenkontingents in der Region um 1000 Mann angeordnet.


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