McCain gewinnt Vorwahlen in Florida

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Veröffentlicht: 02:55, 31. Jan. 2008 (CET)
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Tallahassee (Vereinigte Staaten), 31.01.2008 – John McCain hat die republikanischen Vorwahlen für das Amt des US-Präsidenten in Florida gewonnen. McCain sagte daraufhin der Nachrichtenagentur AP, der Sieg sei ein „sehr wichtiger Schub“ für seine Kandidatur. Dadurch konnte sich McCain die Zustimmung von 57 Delegierten für den Parteitag der Republikaner, wo über den endgültigen republikanischen Präsidentschaftskandidaten für die diesjährigen Wahlen entschieden wird, sichern. Dies ist die höchste Zahl an Delegierten, die bisher bei einer Vorwahl auf einmal gewonnen werden konnte.

McCain

Doch nicht nur deshalb wird der Sieg McCains als sehr gutes Zeichen für seine Chancen bei den Präsidentschaftswahlen eingeschätzt. So waren bei den Wahlen in Florida nur Parteimitglieder zur Wahl zugelassen – anders als in anderen Bundesstaaten. Den Wahlsieg McCains werten Beobachter als Zeichen dafür, dass McCain nicht nur von vielen so genannten „Independents“, also nicht parteigebundenen Wählern unterstützt wird, sondern auch Rückhalt in der eigenen Partei hat.

Hinter McCain, auf den 36 Prozent der Stimmen entfielen, kam der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, auf 31 Prozent. Romney hatte bisher mehr Delegiertenstimmen als McCain gewinnen können, ist aber nun auch in dieser Wertung auf den zweiten Platz zurückgefallen. Dennoch wird nun immer mehr erwartet, dass der republikaner-interne Wahlkampf auf ein Kopf-an-Kopf-Duell von McCain und Romney hinausläuft.

Dies wird dadurch bestätigt, dass das Bewerberfeld weiter schrumpft: Fred Thompson hatte das Ende seiner Kandidatur bereits vor einigen Tagen angekündigt. Es wird ebenfalls das Ende der Bewerbung des ehemaligen Bürgermeisters von New York City, Rudolph Giuliani, erwartet. Weiterhin im Rennen ist Mike Huckabee, der 13 Prozent der Stimmen erzielte.

Weniger Kandidaten gibt es inzwischen auch bei den Demokraten: So zog John Edwards, ehemaliger Senator von North Carolina und republikanischer Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten 2004, seine Kandidatur zurück. Als Grund dafür gilt unter anderem, dass er in seinem Geburtsstaat South Carolina weniger als 20 Prozent der Stimmen erhielt. Bisher hat Edwards noch keinem der anderen Kandidaten seine Unterstützung eingeräumt.

Die demokratischen Vorwahlen konnte Hillary Clinton gewinnen. Florida entsendet dieses Jahr jedoch keine demokratischen Delegierten. Grund dafür ist die Weigerung der Parteiführer aus Florida, die Wahlen frühstens am 5. Februar abzuhalten. Dies hatte die nationale Parteispitze verlangt. Frühe Vorwahlen vor dem „Super Tuesday“, der an eben jenem 5. Februar ist, werden zunehmend beliebter, da die jeweiligen Bundesstaaten ein erhöhtes Medieninteresse erwarten können.

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Quellen