Maisfelder in Gefahr - Der Maiswurzelbohrer erobert Europa

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Brüssel (Belgien), 05.10.2005 – Ein kleiner Käfer, der „diabrotica virgifera“, gemeinhin auch als Maiswurzelbohrer bekannt, versetzt Europas Landwirte in Angst und Schrecken. Im August wurde er ausgerechnet in der Nähe von Maastricht gesichtet. Was zuerst wie Satire klingt, ist aber real, denn der Schädling wurde in den 1990er-Jahren aus den USA in Europa eingeschleppt.

Das Problem bei dem Tier: Es ernährt sich von Maiswurzeln. Einmal im Jahr legt es tausende von Eiern um die Maispflanze herum. Die Larven machen sich dann über die Wurzeln her. Je nach Befall können dadurch 80 Prozent des Bestandes in einem Feld vernichtet werden, da die Pflanze ohne Wurzel einfach keinen Halt mehr findet. Und als wenn das noch nicht genug wäre, machen sich die ausgewachsenen Käfer über den oberirdischen Teil der Pflanzen her.

Welchen Schaden das Tier in der Landwirtschaft anrichtet, verdeutlicht eine Zahl aus den USA. Dort kostet der Käfer die Landwirtschaft jedes Jahr eine Milliarde US-Dollar. Seine Ausbreitung in Europa versucht die EU nun mit geeigneten Maßnahmen zu verhindern. Dazu beschloss die EU-Kommission im Oktober 2003 ein Maßnahmenpaket. Die Überwachung des Vorkommens geschieht mittels Fallen. Wird ein Befall festgestellt, so wird die Fruchtfolge geändert, dort wo vorher ein Maisfeld war, darf nicht wieder Mais angebaut werden.

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Quellen