Madrid: Denkmal für die Terroropfer von 2004 eingeweiht

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Artikelstatus: Fertig 19:12, 12. Mär. 2007 (CET)
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Madrid (Spanien), 12.03.2007 – Mit einer feierlichen Zeremonie und drei Schweigeminuten wurde gestern auf dem Vorplatz des Bahnhofs Antocha ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der Terroranschläge vom 11. März 2004 eingeweiht. Bei den Terroranschlägen islamischer Extremisten vor drei Jahren explodierten fast gleichzeitig Bomben in vier Nahverkehrszügen. 191 Menschen kamen ums Leben, mehr als 1.800 wurden verletzt.

Bei dem Denkmal handelt es sich um einen elf Meter hohen Zylinder aus Glasbausteinen. Im Inneren des Monuments wurden Trauerbotschaften angebracht, die nach den Anschlägen an der provisorischen Gedenkstätte am Atocha-Bahnhof oder auf einer speziell eingerichteten Internetseite hinterlassen wurden. Von einer unterirdischen Plattform aus ist es möglich, die teilweise erschütternden Botschaften zu lesen.

König Juan Carlos, Königin Sophia, ranghohe Regierungsmitglieder und hunderte von geladenen Gästen, darunter Angehörige der Opfer, nahmen an der Einweihungsfeier teil.

Vor fast einem Monat begann in Madrid der Prozess gegen die mutmaßlichen Attentäter. Sieben Hauptverdächtige und weitere 22 der Komplizenschaft beschuldigte Personen müssen sich wegen der Sprengstoffexplosionen vor Gericht verantworten. Ihnen drohen lange Gefängnisstrafen.

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Quellen