Horst Mahler schrieb Manifest im Gefängnis München-Stadelheim

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Veröffentlicht: 01:14, 3. Dez. 2009 (CET)
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Brandenburg an der Havel (Deutschland), 03.12.2009 – Der ehemalige Rechtsanwalt und RAF-Mitbegründer Horst Mahler hat ein 39-seitiges „Manifest“ verfasst und über einen Bremer Verlag veröffentlichen lassen. In den im einzelnen schwer nachvollziehbaren Ausführungen behauptet Mahler, er sei nicht von einem rechtmäßigen deutschen Gericht verurteilt worden, sondern von der jüdischen Organisation „B'nai B'rith“. „B'nai B'rith“ International ist eine weltweit tätige jüdische Organisation für humanitäre Hilfe, Menschenrechte und Rechtsschutz. Das deutsche Reich, so Mahler, befinde sich noch im Krieg und er selbst sei Kriegsgefangener. Das Manifest ist an Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, gerichtet.

Der 73jährige Mahler war Anfang des Jahres zu Gefängnisstrafen von insgesamt 21 Jahren verurteilt worden und saß seit Februar 2009 zunächst im Gefängnis München-Stadelheim. Im Oktober wurde er in die Justizvollzugsanstalt der Stadt Brandenburg verlegt.

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Quellen

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