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Ging die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines von Norwegen aus?

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Veröffentlicht: 07:46, 15. Feb. 2023 (CET).
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Ostsee (Bornholm), 15.02.2023 – In einer nicht unumstrittenen These mit facettenreicher Umschreibung legt der US-amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh dar, wie hochqualifizierte Tiefseetaucher von Norwegen aus, unter Zuhilfenahme von Hinweisen der Norwegischen Marine (Royal Norwegian Navy), den passenden Ort für die Sprengungen zur Beschädigung der Nord-Stream-Pipelines wählten.

Die US-Regierung und ihre Geheimdienste wie der CIA seien für die Planung und Umsetzung der Sabotage der Nord-Stream-Pipeline verantwortlich. Dazu gehörten in den vorangegangenen Jahren auch Sanktionen. Im Jahr 2019 starteten Sanktionen, die US-Präsident Donald Trump gegen Unternehmen verhängt hatte, welche sich am Bau von Nord Stream 2 beteiligten. Hierbei konnten zwei Schweizer Verlegeschiffe nicht weiterarbeiten, und Russland musste neue Schiffe zur Baustelle senden. Weiterhin wurden deutschen Firmen Strafen angedroht, wenn sie weiter an Nord Stream 2 tätig sein würden, was im Jahr 2019 parteiübergreifender Konsens in den USA war.

Am 26. September 2022 wurden in einem seichten Abschnitt der Ostsee ein paar Kilometer vor der dänischen Insel Bornholm Explosionen registriert, welche zum Zerbersten einiger Rohre geführt haben. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt seitdem wegen „eines schweren gewalttätigen Sabotage-Angriffs auf die Energieversorgung“. Hierbei sind zwei Forschungsschiffe im Einsatz, um Wasser- und Bodenproben sowie Reste der Pipelinestücke aufzunehmen und zu untersuchen, so der Generalbundesanwalt.

Ob der Bericht den NATO-Zusammenhalt stören oder sich Hersh der Wahrheit auf Grund der Anwendung einer einzigen anonymen Quelle nur bedingt nähern kann, können weitere Ermittlungsergebnisse zeigen.


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Quellen[Bearbeiten]