Berlusconi: „Viele Blödmänner und studierte Arschlöcher, welche mich kritisieren“

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Veröffentlicht: 08:40, 8. Nov. 2008 (CET)
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Silvio Berlusconi

Moskau (Russland), 08.11.2008 – Berlusconi bezeichnete Obama in einem Interview bei einem Staatsbesuch in Moskau als „jung, gutaussehend und braungebrannt“. Auf die kritische Reaktion der internationale Presse und der italienischen Opposition erwiderte Berlusconi, es sei kein Spott gewesen, sondern ein Kompliment. Wer anderes behauptet, der müsse wohl ein „Blödmann“ ital. „imbecille“ oder ein „studiertes Arschloch“, ital. „laurea del coglione“ sein.

Berlusconi nahm bei der Abfahrt von Moskau nach Brüssel abermals Bezug zu den gestrigen Äußerungen gegenüber der Presse und der Opposition, distanziert sich davon jedoch nicht: „Wir wussten immer schon, dass es viele Blödmänner gibt. Das, was wir uns nicht dachten, ist, dass es so viele Blödmänner gibt, welche öffentlich auftreten.“

Die italienische Opposition distanzierte sich klar von der Worten des amtierenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und verlangt von ihm eine Entschuldigung. Die Äußerungen gegenüber Obama seien nicht die übliche Rüpelei, an die sich die Italiener bereits durch ihn gewöhnt haben, sondern eine von Rassismus triefende Definition, so die Mitte-Links-Allianz. Die italienische Oppostion erwähnt dabei auch eine Äußerung von Maurizio Gasparri, Mitglied der Mitte-Rechts Regierung in Italien, welcher Öl ins Feuer der Polemiken goss, indem er sagte, dass sich die „Al Qaida“ über die Wahl Obamas freuen wird.

Berlusconi will jetzt telefonischen Kontakt mit Barack Obama aufnehmen und er möchte klarlegen, dass seine Worte keineswegs respektlos, sondern nur freundlich gemeint waren. Berlusconi berfürchtet jetzt, dass der Aufruhr um seine Äußerungen den italienisch-amerikanischen Beziehungen schaden könnte.

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Quellen