Eklat bei Interview mit Silvio Berlusconi

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Artikelstatus: Fertig 22:43, 13. Mär. 2006 (CET)
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Rom (Italien), 13.03.2006 – Gestern kam es bei einem Fernsehinterview im Vorfeld der in vier Wochen stattfindenden italienischen Parlamentswahlen zu einem Eklat mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Der Ministerpräsident stand mitten in einem Fernsehinterview auf und verließ das Studio. Die Sendung fand live in Rom beim staatlichen Fernsehsender RAI statt. Ursprünglich waren 30 Minuten für das Interview geplant, nach 20 Minuten war Berlusconi weg.

Vorangegangen war dem Eklat ein Wortwechsel zwischen Berlusconi und der Moderatorin der Sendung. Sie bat Berlusconi, ihre kritischen Fragen zu beantworten. Das verärgerte Berlusconi, er wollte andere Fragen beantworten. Er sagte daraufhin: „Ich gehe, wenn Sie mich nicht antworten lassen. Sie können mir nicht sagen, was ich zu tun habe. Ich entscheide nicht für Sie, Sie nicht für mich.“ Dann nannte er den Sender eine „Kriegsmaschine“ und rannte wütend aus dem Studio.

Unmittelbarer Anlass für die Reaktion Berlusconis war die letzte von der Moderatorin gestellte Frage, wie er es sich erkläre, dass die Wahrnehmung seiner Person in der ausländischen Öffentlichkeit im Wesentlichen nur durch zwei Punkte geprägt sei: seine Unterstützung für den US-Präsidenten im Irak-Konflikt sowie die Interessenkonflikte wegen seiner wirtschaftlichen Aktivitäten. Bei dem letztgenannten Punkt spielte sie auf die Tatsache an, dass gegen den Ministerpräsidenten wegen seines unternehmerischen Engagements Fragen nach Interessenkonflikten mit seinem politischen Amt aufgeworfen worden waren.

Quellen