Antrittsbesuch: Merkel zu Besuch bei Trump in Washington D.C.

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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 17.03.2017 – Eigentlich war das Treffen des US-Präsidenten Donald Trump und der Bundeskanzlerin Angela Merkel schon am Dienstag, dem 13. März, geplant. Doch aufgrund eines Schneesturms wurde das Treffen auf Freitag verlegt. Doch heute dann wurde sie von Donald Trump und einigen Kadetten der United States Military Academy im Weißen Haus empfangen. Mit einem herlichem Händeschütteln vor dem Eingang und einem lächelnden Blick in die Kamera, ging Donald Trump, der seine Hand versöhnlich auf Angela Merkels Rücken legte, in das Oval Office.

Im Oval Office angekommen, fotografieren Journalisten noch mal die beiden Staatsoberhäupter und forden sie auf, sich noch mal die Hände zu reichen, wie es typisch war, als Barack Obama noch Präsident der Vereinigten Staaten war. Danach begann das Gesprächd der beiden. Es wurde über Handel und Zusammenarbeit beim Transatlantischem Freihandelsabkommen (TTIP), Immigration, Presse und Beziehungen zu Russland geredet.

Im Thema Wirschaft betonten beide die Wichtigkeit von TTIP und erhoffen sich eine gute Zusammenarbeit für beide, die wirtschaftlichen Aufschwung bringt. In seinen Wahlkampfreden betonte er immer, dass TTIP Amerikas Wirtschaft ruinieren werde und dass, wenn Trump Präsident werde, aus allen wirtschaftlichen Verträgen zurückziehe. Heute sagte er von sich selbst, dass er kein Isolationist sei, sondern ein Handelsmann, der die wirtschaftlichen Bedingungen gegenüber den USA „fairer“ machen werde. Daraufhin schloss Merkel an, dass sie sich in diesem Geiste freue, die Verhandlungen mit den USA wieder aufnehmen zu können.

Im Thema Immigration sind die Seiten gespalten. Trump kritisierte früher Merkel oftmals wegen ihrer „Willkommenskultur“ gegenüber einer Million unbekannter Asylsuchenden, die Gefahr bringen, Terroristen unter sich mit zu bringen. „Immigration ist ein Privileg, kein Recht“, sagte er; weiter hieß es, dass die Sicherheit amerikanischer Bürger und Interessen immer Vorrang habe. Dennoch fühle sich die USA weiterhin an internationale Abkommen gebunden. Merkel betonte dennoch, dass man einen offenen Austausch untereinander hatte mit unterschiedlichen Fassungen im Thema Immigration.

Unterstützung für die North Atlantic Treaty Organization (NATO) sicherte Trump weiterhin zu, wenn die anderen Mitgliedsstaaten finanziell mehr dafür tun würden und zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für das Millitär aufwenden würden. Merkel sicherte ihm dabei Unterstützung zu und stellte in Aussicht, dass man bis 2024 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für millitärische Angelegenheiten aufwenden werde. In früheren Wahlkampfauftritten bezeichnete Trump die NATO als veraltetes Modell, was heutzutage nicht mehr nötig sei, da der größte Feind der USA, die Sowjetunion, aufgelöst wurde.

Im Thema Russland war man sich größtenteils einig, dass man die Beziehungen zu Russland verbessern möchte. Dabei betonte Merkel oftmals, dass das Minsker Friedensabkommen eine Grundlage für weitere Verhandlungen mit Russland darstelle, auch im Thema mit dem Krieg in der Ostukraine, den man schnell diplomatisch lösen möchte, dafür sprachen sich beide Seiten aus.

Den Kampf gegen den Terrorismus möchten ebenfalls beide Seiten unterstützen. „Wir werden Hand in Hand zusammenarbeiten“, meinte Merkel und stellte sicher, dass die etwa 1000 Soldaten in Afghanistan weiter an NATO-Ausbildungsmissionen teilnehmen werde. Ein Tankflugzeug, sowie mehrere Aufklärungsflieger der Bundeswehr, sollen den Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien und dem Irak weiterhin unterstützen.


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