Schneesturm: Antrittsbesuch von Merkel in Washington, D.C. auf Freitag verschoben

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Veröffentlicht: 08:49, 14. Mär. 2017 (CET)
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US-Präsident Donald Trump
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel im März 2016

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 13.03.2017 – Eigentlich sollte es ein Treffen der beiden Staatsoberhäupter der Vereinigten Staaten und Deutschland werden. Angela Merkel zu Besuch im Weißen Haus bei Donald Trump. Die beiden Staatsoberhäupter, die vorher nur telefonierten, planten ein Treffen, um die Zukunft der Partnerschaft der beiden Staaten zu sichern. Doch daraus wurde nichts, denn aufgrund eines schweren Schneesturmes an der Ostküste der Vereinigten Staaten, verschob Donald Trump das gemeinsame Treffen - auf Freitag.

Kurz vor der Abreise der Kanzlerin aus Deutschland von der Internationalen Handwerksmesse in München, rief sie Trump an und klärte sie über die schlechte Wetterlage in den Neuengland-Staaten auf. Gemeinsam planten sie, das Treffen aus den kommenden Freitag zu verlegen. Trump Pressesprecher Sean Spicer nannte der Presse ebenfalls als Grund schlechtes Wetter mit biszu 60 cm Neuschnee. Der regionale Schulunterricht wurde größtenteils abgesagt.

Bei dem gemeinsamen Treffen soll die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit in den Themen Wirtschaft, Sicherheit und gemeinsame Werte gelegt werden. Dabei sollen wichtige Streitpunkte in den drei Themen geklärt werden. Trump, der für eine Abschottung der heimischen Wirtschaft steht und mit Strafzöllen für ausländische Firmen droht, wenn diese keine 35 % Steuern auf ihre Ware bezahlen. Dies sorgt für Aufsehen in der deutschen Wirtschaft, die eine freie Wirtschaft und eine gute Kooperation mit den Vereinigten Staaten führen wollen, denn dies, laut Merkel, stärke beide Wirtschaften, sowohl die deutsche, als auch die amerikanische Wirtschaft.

Dennoch wolle man über das auf Eis gelegte Transatlantische Freihandelsabkommen reden. Auch wenn die Regierung die Transpazifische Partnerschaft kippte, bestehen in der Regierung Stimmen, das Transatlantische Freihandelsabkommen als bilaterales Abkommen zweier Partner zu führen und nicht als multilaterales Abkommen.

Donald Trump, der neben der Abschottung der Wirtschaft auch das heimische Land vor illegalen Migranten beschützen möchte, kritisierte Merkel öfters für die Öffnung der Grenzen und die „Willkommenskultur“ gegenüber einer Million Flüchtlinge, vorwiegend aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Er nennt dies einen großen Fehler für Deutschland und Europa, da sie die Kontrolle verlieren werden und somit in die Gefahr laufen werden, von islamistischen Terroristen getötet zu werden. Er selber verbessere den vorhandenen Grenzzaun zur Grenze an Mexiko und werde illegale Migranten abschieben.

Aber dennoch wolle Trump im Thema Russland und seinem Staatschef Putin von Angela Merkel lernen. „Der Präsident ist sehr interessiert daran, die Meinung der Kanzlerin über ihre Erfahrungen im Umgang mit [Russlands Präsidenten Wladimir] Putin zu erfahren“, sagte ein Sprecher des weißen Hauses. Weiter hieß es, er wolle die Sichtweise von Merkel zur Umsetzung des Minsker Abkommens erfragen und wie groß die Unterstützung der Vereinigten Staaten im Krieg in der Ostukraine nötig sei.


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