Vor dem IPCC-Treffen in Thailand: Kernenergie gegen den Klimawandel?

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Artikelstatus: Fertig 18:44, 29. Apr. 2007 (CEST)
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Bangkok (Thailand), 29.04.2007 – Kurz vor dem 26. Treffen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), auch Weltklimarat genannt, in der kommenden Woche (vom 30. April bis 3. Mai), gibt es Hinweise darauf, dass die dort versammelten Wissenschaftler die Kernenergie als Alternative zur Energiegewinnung auf der Basis von fossilen Brennstoffen empfehlen wollen. Das sagte Wanun Permpibul vom „Climate Action Network“ gegenüber der in Bangkok erscheinenden englischsprachigen Zeitung „The Nation“. Eine solche Empfehlung werde der Kernenergie-Lobby weltweit und auch in Thailand Rückenwind geben.

Der WWF-Klimaexperte Martin Hiller erklärte, die bei dem Zusammentreffen des IPCC in Bangkok beschlossenen Vorschläge würden die Entscheidungsfindung zur künftigen Ausrichtung der Weltklimapolitik wesentlich beeinflussen. Die Ergebnisse des Klimagipfels werden mit den Ergebnissen der IPCC-Zusammentreffen in Paris und Brüssel zusammengefasst.

Der Klimaexperte und Mitglied des „Büros für Umweltpolitik und Planung“ (OEPP) in Thailand erklärte, die thailändische Regierung habe zu diesem Thema noch keinen Standpunkt erarbeitet, weshalb er über Rücktritt nachdenke. In Thailand spielen regenerative Energiequellen bisher erst eine geringe Rolle in der nationalen Energieerzeugung. Zurzeit sind in den Planungen für die künftige Entwicklung der Energieerzeugung in Thailand lediglich 1.700 Megawatt zur Gewinnung aus erneuerbaren Energiequellen vorgesehen.

Die Südostasiensektion von Greenpeace forderte die asiatischen Länder dazu auf, ihren Anteil am weltweiten Kampf für die Reduzierung von Treibhausgasen zu leisten. Finanzielle Förderungen für die Energiegewinnung aus fossilen Energieträgern sollten auslaufen. Stattdessen sollten Ziele für eine Steigerung des Anteils erneuerbarer Energieträger formuliert werden. Zusätzlich sollten verbindliche Normen für die Einsparung von Energie bei der Herstellung von Gebrauchsgütern, Gebäuden und im Verkehr eingeführt werden.

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Quellen