Von Köln nach Paris in 190 Minuten

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Artikelstatus: Fertig 17:05, 11. Apr. 2006 (CEST)
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Thalys PBKA im Aachener Hauptbahnhof

Köln (Deutschland) / Paris (Frankreich), 11.04.2006 – 40 Minuten Zeitersparnis soll es nach dem Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris nach Köln geben. In Zukunft soll der Zug nach drei Stunden und zehn Minuten am Ziel angekommen sein. Im Jahr 2007 soll der Ausbau nun abgeschlossen sein. Die Strecke ist Bestandteil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN), die eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris über Brüssel, Lüttich, Köln und Amsterdam nach London vorsieht.

Für das 210 Kilometer lange Teilstück Brüssel-Lüttich-Köln beliefen sich die Gesamtkosten bis Ende 2004 auf 2,734 Milliarden Euro. Der „TEN-V-Anteil“ betrug dabei 78,2 Millionen Euro. Im Jahr 2004 hatte die EU-Kommission beschlossen, aus dem EU-Haushalt 403 Millionen Euro für den Ausbau des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) bereitzustellen.

Ein Bestandteil des Projektes ist der Ausbau eines 700 Meter langen Tunnels zwischen Aachen und der belgischen Grenze. Dieser befindet sich auf einem 3,2 Kilometer langen Teilstück, auf dem die Züge bisher nur 40 Kilometer pro Stunde fahren können. Ende 2004 wurde mit dem Bau begonnen.

Auf der Strecke fährt der französische Hochgeschwindigkeitszug Thalys. Dieser wird von Thalys International betrieben. Das Unternehmen gehört zu 70 Prozent der französischen Staatsbahn SNCF und zu 30 Prozent der belgischen Staatsbahn SNCB. Nun wird im Zuge der Erwartung der baldigen Fertigstellung der Strecke über einen Einstieg der Deutschen Bahn spekuliert. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ spricht von einer Vertragsunterzeichnung im Mai 2006. Laut der „taz“ haben SNCF und SNCB die Gespräche bestätigt.

Quellen