Vereinigte Arabische Emirate: US-Marine tötet indischen Fischer

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Veröffentlicht: 22:53, 17. Jul. 2012 (CEST)
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Indische Fischer

Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), 17.07.2012 – Am gestrigen Montag beschoss ein Schiff der US-Marine ein Motorboot, in dem sich indische Fischer befanden. Bei dem Angriff wurde einer der Fischer getötet, und drei weitere wurden verletzt.

Das US-Marineschiff soll die Schüsse aufgrund einer mutmaßlichen Bedrohung abgegeben haben. Ein Sprecher des Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten erklärte kurze Zeit später, dass es während dieses Zwischenfalls einen Toten gab. Laut Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate soll es sich bei dem Toten um einen Fischer aus Indien handeln. Tarek Ahmed al-Hidan vom Außenministerium in Abu Dhabi sagte, dass drei weitere Fischer verletzt wurden.

Nach Militärangaben geschah der Angriff am gestrigen Montag in der Nähe von Dschabal Ali in den Gewässern der Vereinigten Arabischen Emirate. Das Fischerboot soll sich absichtlich der „USNS Rappahannock“ genähert haben und drehte trotz wiederholter Warnungen und Warnschüsse nicht ab. Das Maschinengewehrfeuer durch ein Sicherheitsteam an Bord wurde erst eröffnet, nachdem alle Versuche der US-Besatzung, das Boot aufzuhalten, gescheitert waren.

Einzelheiten über die Herkunft des Bootes wurden noch nicht mitgeteilt. Es heißt lediglich, dass der Vorfall untersucht werde. In den vergangenen Monaten nahm die Präsenz der US-Marine im Persischen Golf zu. Die ansteigende Aktivität im Golf vonseiten der USA wird damit begründet, dass eine mögliche Bedrohung durch den Iran vorliegt. Die iranischen Revolutionsgarden verfügen über zahlreiche kleine Schiffe mit Raketenwerfern.

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