Tibet: Selbstverbrennung eines Mönches als Protest gegen China

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Veröffentlicht: 15:29, 16. Aug. 2011 (CEST)
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Dawu (Tibet), 16.08.2011 – Die Organisation Free Tibet, bestätigt durch die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, berichtet vom Selbstmord des 29-jährigen buddhistischen Mönches Tsewang Norbu. Nach der Meldung habe er sich in Dawu in der tibetischen Präfektur Garzê mit Benzin übergossen, es getrunken und habe sich dann selbst entzündet.

Vor der Verbrennung, die für den jungen Mönch tödlich ausging, verteilte er Flugblätter und rief Parolen „Wir sind das tibetische Volk, wir wollen Freiheit“, „Lang lebe der Dalai Lama“. Die Free-Tibet-Direktorin Stephanie Brigden ist besorgt. Seit Montag gibt es keine Internetverbindung mehr in die Gegend. Nach einer Selbstverbrennung im März in der nahe gelegenen Präfektur Aba ging China hart gegen die politischen Gegner vor. Sicherheitskräfte wurden entsandt, Hunderte von Mönchen zwangsumgesiedelt, Ausgangssperren verhängt und Hausdurchsuchungen durchgeführt. Das Kloster des Mönches Norbu soll bereits von der Armee umstellt sein.

Hintergrund des immer wieder aufflammenden Konflikts zwischen Tibet und China ist die zwangsweise Angliederung von Tibet an China. Am 7. Oktober 1950 erreichte die chinesische Volksbefreiungsarmee die tibetische Stadt Qamdo. Dort traf sie auf die schlecht ausgerüstete tibetische Armee. Nach der Kapitulation der Armee wurde am 23. Mai 1951 das umstrittene 17-Punkte-Abkommen unterzeichnet, das die Angliederung an China besiegelte.

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Quellen[Bearbeiten]