Thailand will Visapraxis für Ausländer verschärfen

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Artikelstatus: Fertig 15:54, 10. Sep. 2006 (CEST)
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Bangkok (Thailand), 10.09.2006 – Thailand will seine Visavergabepraxis für Ausländer aus 41 Ländern, darunter den USA, China und Indien, verschärfen. Danach sollen Touristen nur noch ein Aufenthaltsrecht von 30 Tagen erhalten. Die Verschärfung betrifft vor allem die Visa, die direkt bei der Einreise vergeben werden (Visa-on-arrival, VOA). Diese sehen zurzeit eine Aufenthaltsdauer von 15 Tagen vor. Die VOAs können einmal um 15 Tage verlängert werden.

In Zukunft soll es so sein, dass Ausländer aus 41 Ländern zwar länger, nämlich 30 Tage, im Land bleiben können, gerechnet vom Datum des ersten VOA-Stempels an. Diese können dann aber nur maximal zweimal um jeweils 30 Tage verlängert werden. Die längste Verweildauer für Touristen beträgt demnach dann 90 Tage.

Die bisherige Praxis sah so aus, dass viele Ausländer ständig in Thailand leben und dann über die nächstgelegene Grenze fuhren, um sich bei der Rückreise am gleichen Tag einen neuen Visumstempel zu holen. Diese Verfahrensweise war beliebig oft wiederholbar. Dem soll nun ein Riegel vorgeschoben werden. Die bisherige Praxis ist nach Angaben des Büros der Immigrations-Polizei (IPB) missbraucht worden. 400.000 Chinesen hätten im letzten Jahr einen VOA-Stempel erhalten, 18.000 von ihnen hätten die zulässige Aufenthaltsdauer überschritten. 200.000 Inder waren im letzten Jahr mit eine VOA-Visum eingereist, 16.000 von ihnen hätten das Land immer noch nicht verlassen.

Außerdem soll ein neues IT-basiertes Erfassungssystem installiert werden, um die Grenzkontrollen zu effektiver zu gestalten und Menschen leichter aufzufinden, die sich illegal in Thailand aufhalten.

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Quellen

(nicht mehr aufrufbar)