Technische Neuheiten auf der Messe für mobile Geräte in Barcelona

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Veröffentlicht: 14:48, 3. Mär. 2014 (CET)
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Barcelona (Spanien), 28.02.2013 – Eine der größten Messen für mobile Geräte und damit auch ein wichtiges Ereignis für einige Techblogs und -zeitschriften endete vergangenen Donnerstag, den 27. Februar, in der katalanischen Hauptstadt Barcelona: der Mobile World Congress, kurz MWC. Im Gegensatz zu letztem Jahr war dies auch wieder die Bühne der großen Firmen, stellten doch Samsung und Sony ihre neuesten Smartphone-Flaggschiffe vor. Außerdem wagt die Microsoft-Tochter Nokia mit dem Nokia X den Schritt zum ersten Handy mit dem bisher konkurrierenden Betriebssystem Android. Vergangenes Mal war es ein Kritikpunkt an der Messe, dass hauptsächlich asiatische Firmen als Neustarter im mobilen Markt hier Gehör fanden.

Vier Tage lang waren die Tore für Besucher geöffnet: von Montag, dem 24. Februar, bis zum darauf folgenden Donnerstag. Die meisten Pressekonferenzen und Gerätevorstellungen fanden aber bereits am Montag zum Auftakt oder schon im Vorfeld am Sonntag, dem 23. Februar, statt. Insgesamt 85.000 Leute besuchten die diesjährige Messe, letztes Jahr waren es etwa 72.000. Neben den großen Events sind auch die Global Mobile Awards ein Thema, bei dem diesmal das HTC One zum besten Smartphone und das Apple iPad Air zum besten Tablet gekürt wurden. Außerdem erhielt das Nokia Lumia 520 den Preis als bestes Einsteiger-Smartphone, bestes Feature Phone wurde das Nokia 105. LG darf sich neuerdings „innovativster Gerätehersteller des Jahres“ nennen.

Ein Highlight des MWC waren die Smartphone-Vorzeigemodell-Vorstellungen zweier großen Hersteller von Android-Geräten. Letztes Jahr geschahen diese immer in externen Events außerhalb des MWC.

Kantiges Design, großer Rand: Die auffälligsten äußeren Merkmale des Z2.

Zuerst präsentierte Sony mobile mit dem Sony Xperia Z2 als erster Hersteller zum Auftakt am Montag sein neuestes Gerät der Z-Reihe, ein Jahr nach dem Xperia Z. Damit rücken das Z1 vom September 2013 und dessen leistungsstarker kleiner Bruder Z1 Compact von Januar dieses Jahres in die zweite Reihe. Das FullHD-Display ist leicht auf 5,2-Zoll gewachsen, allerdings befinden sich die Navigationstasten wie auch bei den letzten Modellen auf dem Bildschirm statt darunter. Trotzdem bleibt an den Seiten weiterhin ein großer Rand, der sonytypisch das Gehäuse etwas klobiger wirken lässt. Im Inneren werkelt der ebenfalls auf dem MWC vorgestellte „Snapdragon 801“-Prozessor von Qualcomm. Dieser ist eine leichte Verbesserung der 800er-Variante, in dem unter anderem die Taktfrequenz auf 2,5 GHz angehoben wurde. Ihm stehen üppig bemessene 3 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Wie schon beim Z1 soll vor allem die Kamera überzeugen: 20,1 MP hatte zwar auch schon das Vorgängermodell, doch zusätzlich sind 4K-Videoaufnahmen möglich. 599 € lautet die UVP, dafür sind aber auch Standards wie LTE, Bluetooth 4.0 und NFC mit drin. Bei Letzterem handelt es sich um einen Standard, der es erlaubt, zwischen zwei Geräten bei Aneinanderhalten Daten (z.B. Fotos oder Kontakte) auszutauschen. Passend zum Handy stellte Sony auch das „Xperia Z2 Tablet“ vor, welches mit nahezu derselben Ausstattung daherkommt. Mit 6,4 Millimetern ist es eines der dünnsten 10-Zoll-Tablets überhaupt und übertrumpft damit sogar Apples iPad Air. Beide Geräte werben damit, wasserfest zu sein.

Das S5 mit Android 4.4 KitKat und Samsungs TouchWiz

Samsungs erfolgreichste Android-Handy-Reihe aller Zeiten „Galaxy S“ wird mit dem Samsung Galaxy S5 weitergeführt. Das Modell des südkoreanischen Unternehmens ist am Montagabend im Rahmen der so genannten „Unpacked 5“-Pressekonferenz vorgestellt worden. Im Inneren des 5,1-Zoll-FullHD-Geräts befindet sich wie in Sonys Z2 ein Snapdragon 801, es gibt aber „nur“ 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Dies ist aber gar kein Problem, denn die ausgelieferte Android-Version 4.4.2 „KitKat“ ist so entwickelt, dass sie selbst auf Smartphones und Tablets mit nur 512 MB RAM flüssig läuft. Zusätzlich kommt Samsungs eigene Oberfläche TouchWiz zum Einsatz, die gerade vom Aussehen und im User Interface stark geändert wurde. Die Symbole wirken flach, und generell setzt das Unternehmen mehr auf ein modernes Design, das in Tests gut ankommt. Auch die in der vorherigen Version bemängelte Einstellungs-App wurde überarbeitet. Bei den Navigationstasten unter dem Bildschirm wird auf den nach Googles Richtlinien schon länger veralteten Menü-Button zugunsten des Multitasking-Buttons verzichtet. Ein vom iPhone 5S bekanntes Feature, der Fingerabdruckscanner auf dem Homebutton, wurde nun auch implementiert. Dies hilft nicht nur beim Entsperren vom Handy, sondern auch beim Online-Bezahlen, z.B. bei Paypal. Die Kamera bietet 16 Megapixel. Ein praktisches Feature ist dabei Real-Time-HDR, womit das Ergebnis eines HDR-Fotos schon beim Aufnehmen angezeigt wird. Unterhalb der Kamera befindet sich neben dem LED-Blitz ein Pulsmesser, der mit Samsungs überarbeiteter Fitness-Software „S Health“ arbeiten kann. Da Samsung hierfür ein SDK für freie Entwickler zur Verfügung stellt, darf sich der Nutzer über ein stetig wachsendes Repertoire an Funktionen für S-Health freuen. Das Gerät ist ab 699 € zu haben, das Z2 von Sony bietet aber eine ähnliche Technik zum kleineren Preis.

Jede Menge neuer SoCs (Systems-on-a-Chip) hatte der diesjährige MWC zu bieten

Neben dem „Snapdragon 805“ präsentierte der Chiphersteller Qualcomm auch noch die neuen Modelle 610 und 615. Beide SoCs basieren auf der 64-Bit-Architektur, die zuvor mit Apples Prozessor A7 erstmals in mobilen Geräten verwendet wurde. Die 610er-Varainte ist ein normaler Vierkerner, der größere Bruder 615 dagegen wartet mit einem Octa-Core (acht Kernen) auf. Zusätzlich kündigte Intel die Nachfolgerreihe seiner „Clover Trail+“-Prozessoren an. Mit „Merrifield“, so lautet der Name der neuen Reihe, sollen gleichzeitig Leistung und Energieeffizienz verbessert werden. Obwohl nur Dual-Core, soll der 64-Bit-Chip etwa Qualcomms „Snapdragon 800“ in Benchmarks schlagen. Im zweiten Halbjahr 2014 werden dann sogar auch noch Vierkern-Modelle mit der Bezeichnung „Moorefield“ an den Start gehen. Beide Prozessoren unterstützen auch die „Out-of-Order Execution“, durch die der Prozessor Anfragen nicht strikt nacheinander abarbeiten muss und so produktiver arbeitet. Die eingebaute LTE-Funktionalität ist ein Merkmal sowohl von Intels als auch von Qualcomms neuen SoCs.

Auch 64 GB reicht schon manchmal nicht mehr aus

Bei vielen mobilen Geräten ist der im Vergleich zum PC meistens recht knappe Speicher ein Problem, am häufigsten sieht man heutzutage 16 oder 32 GB. Abhilfe schafft dabei oft eine microSD-Karte. Sofern das Gerät eine solche unterstützt, lässt sich der Speicher bequem vergrößern. Wer aber beispielsweise auf seinem Tablet einige Filme speichern will, kommt auch da an die Grenzen. Nun präsentierte der SD-Karten-Hersteller SanDisk jedoch eine 128-GB-microSD-Karte. Damit lassen sich etwa 24 Stunden HD-Videomaterial speichern. So viel Speicher hat aber auch seinen Preis, rund 200 US-Dollar wird die Karte kosten.

NOKIA X и Х+ таки на андроиде. С возможностью быстро переделать под них существующие андроид-придожения. (12740923705).jpg  NokiaXlogo.svg
CEO Stephen Elop preist die neuen Geräte. Logo der Serie

Für viele eine der größten Enttäuschungen ist wohl das „Nokia X“. Wochenlang geisterte es auch als „Nokia Normandy“ durch die Techmedien, denn es ist das erste Gerät der Microsoft-Tochter mit Android. Die Windows-Oberfläche der Nokia Lumias war vielen ein Argument gegen den Kauf, auch bei ansonsten guter Hardware. Doch die Software der neuen X-Modelle ist auch keineswegs normales Android. Erstens gibt es keine Google-Play-Lizensierung und somit auch keinen Zugriff auf den größten App-Markt für Googles mobiles Betriebssystem; zweitens wurde das User Interface so angepasst, dass es nun fast schon wieder wie Windows Phone wirkt. Auch die technische Ausstattung siedelt sich im unteren Einsteiger-Bereich an. Lediglich der Preis von 89 bis 99 € für eines der drei Modelle X, X+ (leicht verbesserter Prozessor) und XL (5-Zoll-Display) kann wirklich überzeugen.

Die neue Version der Samsung Gear soll mit einem anderen System überzeugen

Dieses mal erhielten „Wearables“, also am Körper tragbare Geräte, eine noch höhere mediale Präsenz. Der Elektronikgigant Samsung präsentierte gleich zwei Neuauflagen seiner erst im September vorgestellten smarten Uhr „Galaxy Gear“: die „Samsung Gear 2“ und die „Samsung Gear 2 Neo“. Samsung verzichtet hier bewusst auf das „Galaxy“ vor dem Namen, denn beide Geräte laufen mit Samsungs alternativer Software Tizen OS. Die Abmessungen sind etwa genauso wie beim Vorgängermodell, das Gewicht wurde aber verringert und die Kamera vom Armband in das Gehäuse verlegt. Der Akku hat 300mAh und soll so etwa drei Tage halten, bei geringerer Nutzung sogar bis zu eine Woche. Dies liegt wohl auch an der neuen Software. Mit solchen Laufzeiten wäre ein Kritikpunkt an der ersten Version beseitigt oder zumindest verringert. Der MP3-Player wurde so verbessert, dass auch Musik lokal auf der Uhr gespeichert und abgespielt werden kann. Vorher war es lediglich möglich, die vom Smartphone abgespielte Musik zu steuern. Um die bis zu 4GB Musik abzuspielen, ist ein Bluetooth-Headset vorgesehen. Zudem ermöglicht eine Infarot-LED die Steuerung von kompatiblen Geräten wie Fernsehern oder Set-Top-Boxen. Mit einem Schritt- und Pulsmesser sowie angezeigten Fitnessübungen sprechen die neuen Version vor allem Sportler und Jogger an, was von der Presse bereits als großer Pluspunkt gewertet wurde. Die Uhr mit dem Zusatz „Neo“ soll wohl bei einer etwas schlechteren Ausstattung und minimal verändertem Design mit einem niedrigeren Preis überzeugen. Genaue Informationen zu Spezifikations- und Preisunterschieden sind noch nicht bekannt, allerdings setzte Samsung auch beim Smartphone „Samsung Galaxy Note 3“ auf eine normale und eine Sparversion mit dem Zusatz „Neo“.

HTC verkündete bereits vor kurzem, mehr auf Wearables zu setzen, stellte aber keine Smartwatch auf dem MWC öffentlich vor. Gerüchten zufolge soll jedoch hinter verschlossenen Türen bereits eine solche gezeigt werden, die auf Qualcomms Uhr „Toq“ basiert. Offizielle Bestätigungen gibt es nicht.

Huawei.svg

Dafür veröffentlichte das chinesische Unternehmen Huawei das „Huawei Talkband B1“, welches sich vom Aussehen her deutlich von anderen Smartwatches unterscheidet: Statt auf ein quadratisches Herzstück an einem Armband setzt Huawei auf eine Art Ring, der auf einer Seite einen horizontalen Bildschirm besitzt, der flexibel ist und sich somit an die Rundung des Arms perfekt anpasst. Das Display zeigt Informationen wie eingehende Anrufe oder Fitnessdaten (Schrittzähler, verbrannte Kalorien) an, außerdem wird das Schlafverhalten des Nutzers analysiert. Obwohl der Akku mit 90 mAh bemessen ist, soll er wie der dreimal so große Akku der Samsung Gear 2 bis zu sechs Tage halten. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Sony mit dem neu vorgestellten „Sony SmartBand SWR10“. Dabei wird allerdings auf ein Display verzichtet, lediglich drei LEDs interagieren mit dem Träger. Durch die berührungsempfindliche Oberseite lassen sich aber dennoch Eingaben tätigen. Der japanische Elektronik-Allrounder setzt jedoch vor allem auf das Agieren im Hintergrund, da das Armband Orte, Bewegungen, erstellte / abgespielte Medien, Kommunikationsdaten und sonstige Aktivitäten sammelt und in einer App für's Smartphone anzeigt. Diese ist im Gegensatz zu Samsung herstellerübergreifend in Googles Play Store verfügbar, benötigt wird jedoch eine bestimmte Android-Version, da Sony den Standard „Bluetooth 4.0 Low Energy“ voraussetzt. Manche Daten, wie z.B. die des Schlafrhythmus, soll die Applikation gleich so verwerten, dass beispielsweise die beste Weckzeit automatisch eingestellt wird.

Der für mobile Geräte eher unbekannte Hersteller Alcatel (bzw. TCL) stellte auch ein fast-Wearable vor, das „Alcatel One Touch Pop Fit“. Von den Spezifikationen her ist es ein normales Einsteiger-Smartphone mit recht großem Speicher, doch mit entsprechendem Zubehör lässt sich das Handy beispielsweise so an den Körper schnallen, dass es mit dem eigentlich recht kleinen 2,8-Zoll-Display fast wie eine übergroße Smartwatch wirkt. Mit unter 90 € ist das Gerät auch durch seinen Preis interessant. Außerdem präsentierte das Unternehmen die zweite Version seiner letztjährigen „One Touch Idol“-Produkte. Der qHD-5-Zoller „One Touch Idol 2“ versucht sich mit 1,3-GHz-Vierkernprozessor wie so viele andere auch im Mittelklassebereich, eine Variante mit dem an Apple erinnernden Zusatz „S“ verspricht 720p-Auflösung und einen 1,2-GHz-Prozessor mitsamt LTE-Modul. Die Preise von 199 bzw. 249 € sprechen vor allem Kunden mit kleinerem Geldbeutel an. Zusätzlich bietet der Hersteller auch den 1,2-GHz-Vierkerner "One Touch Idol 2 Mini" mit 4,5-Zoll-Anzeige bei qHD-Auflösung an. Verwendet wird das im August 2013 vorgestellte Betriebssystem Android 4.3 „Jelly Bean“. Wie schon beim größeren Bruder gibt es für 40 € Aufpreis, also insgesamt 209 €, noch eine „S“-Variante. Diese unterstützt LTE und setzt auf eine metallene Rückseite statt auf eine aus Plastik. Auch die Normalversion ist mit 169 € ein kleines Preiswunder. Ob darunter die Qualität leidet, wird man erst sehen, wenn das Gerät auf den Markt kommt.

Die non-profit-Foundation Mozilla, die Organisation hinter dem Webbrowser Mozilla Firefox, machte wieder mit dem mobilen Betriebssystem Firefox OS auf sich aufmerksam. Zusammen mit dem chinesischen Hersteller Spreadtrum will Mozilla bereits dieses Jahr ein Smartphone für 25 Dollar veröffentlichen. Dies wird durch sehr einfache Technik und der Software, die auch auf dieser flüssig läuft, möglich. Denn Firefox OS basiert auf dem extrem ressourcensparenden HTML5. Mozilla plant weiterhin, vorallem Entwicklungsländer damit zu erreichen. Mit Erfolg, denn in mehreren südamerikanischen Ländern vermeldet der Provider Telefónica um die 10 % an Telefon-Verkäufen mit Firefox OS. Absolute Verkaufszahlen sind nicht bekannt. Außerdem wurden neue Smartphones mit dem offenen Betriebssystem von mehreren Anbietern vorgestellt: Alcatel (drei), ZTE (zwei) und Huawei (eines). Dazu zeigte Alcatel auch noch ein Tablet.

Bilder vom Mozilla-Stand beim MWC und Firefox-OS-Geräten
Mozilla stall at MWC 2014.jpg
Mozilla at MWC 2014.jpg
Mozilla stand at MWC 2014 with firefox logo and fox.jpg
Firefox OS phone at MWC 2014 with logo.jpg
Mozilla at MWC 2014 holding a Firefox OS phone.jpg
Boeing, der nächste große Handyhersteller? (Bild: Boeing 747-281F)

Boeing, einer der größten Hersteller für Flugzeuge, macht mit einer ungewöhnlichen Nachricht auf sich aufmerksam: Erst einmal überhaupt die Tatsache, dass sich das Unternehmen mit mobilen Geräten auskennt, und dann auch noch, was für ein Smartphone die Amerikaner da präsentierten. Beim „Boeing Black“ handelt es sich nämlich um ein Handy, das sich vor allem gegen Manipulation im Gerät schützt. Dies ist dadurch möglich, dass alle Ränder mit Epoxidharz versiegelt sind. Dabei handelt es sich um ein Kunstharz, das unlöslich und nicht zu schmelzen oder schweißen ist. Außerdem wird erkannt, wenn jemand das Gehäuse aufbrechen möchte. Damit wird dann ein Mechanismus ausgelöst, der sämtliche Daten und die Software unverzüglich löscht. Das hauptsächlich für Geschäftskunden gedachte Mobiltelefon ist demnach nicht zu warten oder reparieren. Genauere Informationen zu Hardware und Selbstzerstörungsmechanismus sind nicht bekannt, um es Leuten, die das Blackphone dennoch knacken wollen, noch schwerer zu machen. Lediglich eine LTE- und Dual-Sim-Funktionalität ist bekannt, ein HDMI-Anschluss ist ebenfalls inklusive.

„Black“ scheint wohl zum Fachnamen für sichere Telefone zu werden, jedenfalls stellten Geekphone und Silent Circle gemeinsam ein angeblich abhörsicheres Handy vor, das auch „Blackphone“ heißt. Die Hardware entspricht etwa der oberen Mittelklasse, der eigentliche Fokus liegt aber auf der Software. Zum einen läuft auf dem Telefon die auf Android basierende Weiterentwicklung „Privat OS“. Ähnlich wie bei der beliebten freien Custom-ROM (alternatives System) CyanogenMod, die ebenfalls auf Android basiert, lassen sich Apps fragliche Berechtigungen entziehen. Zum anderen sind laut Hersteller besonders sichere Applikationen von Silent Circle vorinstalliert und deren Nutzung auch zwei Jahre gratis. Dies ist im Preis von 629 US-Dollar (ohne Mwst.) enthalten. Klingt nach einem Schnäppchen, da die Nutzung aller Dienste auf einem normalen Gerät 480 Dollar zusätzlich kosten würde. Außerdem kann der Nutzer drei 1-Jahres-Abos im Wert von je 120 Dollar verschenken. Nach den zwei Jahren verliert das Blackphone allerdings einen großen Teil seiner Sicherheit, wenn man nicht alle Dienste für insgesamt 20 Dollar monatlich verlängert.


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Quellen[Bearbeiten]