Taliban lassen zwölf südkoreanische Geiseln in Afghanistan frei

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Veröffentlicht: 15:02, 30. Aug. 2007 (CEST)
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Kabul (Afghanistan) / Seoul (Südkorea), 30.08.2007 – Die radikal-islamischen Taliban haben am Mittwoch zwölf der 19 südkoreanischen Geiseln in Afghanistan freigelassen. Zunächst kamen am Morgen drei Frauen frei, am Mittag vier Frauen und ein Mann. Dann am Nachmittag kamen vier weitere Geiseln, drei Frauen und ein Mann, auf freien Fuß.

Insgesamt wurden gestern zehn Frauen und zwei Männer von Stammesführer Haji Zahir Kharoti in Empfang genommen und dann dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz in Ghazni übergeben. Die Taliban haben angekündigt, die noch verbleibenden sieben Gefangenen in den nächsten Tagen freizulassen.

Nach eigenen Angaben hatte die südkoreanischen Regierung in Seoul versprochen - wie bereits vor der Geiselnahme beschlossen - bis Ende des Jahres ihre rund 200 Soldaten aus Afghanistan abzuziehen.

Die Regierung habe auch zugesagt, keine „christlichen Missionare mehr in das Land zu schicken“. Die insgesamt 23 südkoreanischen Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation wurden am 19. Juli 2007 in der südafghanischen Provinz Ghazni verschleppt. Zwei Männer aus der Gruppe wurden kurz danach erschossen, zwei kranke Frauen später freigelassen.

Von dem entführten deutschen Ingenieur Rudolf Blechschmidt gibt es weiterhin kein neues Lebenszeichen. Er wurde am 18. Juli 2007 zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger Diedrich in der Provinz Wardak entführt. Diedrich war in der Geiselhaft von seinen Entführern umgebracht worden.

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Quellen