Türkei: Geiselnehmer bei Befreiung einer entführten Fähre getötet

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Veröffentlicht: 17:37, 12. Nov. 2011 (CET)
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Marmarameer bei Istanbul (Archivaufnahme)

Istanbul (Türkei), 12.11.2011 – Die von einem Mann mithilfe eines Sprengsatzes an seinem Körper, der zunächst als Attrappe angesehen wurde, gekaperte Fähre „Kartepe“ ist befreit. Der Entführer wurde dabei vom eingesetzten Militär und von Spezialeinheiten der Polizei getötet. Die 18 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder sind unverletzt. Sie waren zwölf Stunden in der Gewalt des etwa 30-jährigen Mannes.

Die für bis zu 400 Passagiere ausgelegte Fähre war zwischen Izmit und Gölcük im östlichen Marmarameer unterwegs, als sie entführt wurde. Zunächst war man von mehreren Tätern ausgegangen. Verbindungen zur Terrororganisation Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) werden vermutet. Der Gouverneur der Provinz Kocaeli, Ercan Topaca, sagte im Staatsfernsehen, dass bei einer Durchsuchung der Wohnung des Erschossenen in Izmit Dokumente der PKK gefunden worden seien. Eine Person sei in dem Zusammenhang festgenommen worden.

Laut dem Gouverneur von Istanbul, Hüseyin Avni Mutlu, war die Erstürmung des Schiffes gut vorbereitet. Man war der Fähre gefolgt, bis ihr 50 Kilometer vor Istanbul der Treibstoff ausgegangen war. Um 4.30 Uhr wurde der Befehl zur Befreiung gegeben. Die Umstände, wie der Täter den Tod gefunden hat, sind unklar. Kam es zu einem Schusswechsel?


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