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Symbolfigur der US-Bürgerrechtsbewegung, Rosa Parks, gestorben

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Artikelstatus: Fertig 00:32, 4. Nov. 2005 (CET)
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Parks mit dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton

Detroit (Vereinigte Staaten), 25.10.2005 – Rosa Parks, die afroamerikanische Frau, die als eine der Symbolfiguren der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gilt, starb Montagnacht im Alter von 92 Jahren in ihrem Haus in Detroit.

Parks war in den 1950er Jahren bekannt geworden, weil sie es abgelehnt hatte, ihren Sitzplatz in einem Stadtbus für einen Weißen zu räumen, der sie dazu aufgefordert hatte. Ihre Weigerung führte zu dem legendären „Montgomery Bus Boycott“ im US-Bundesstaat Alabama im Jahre 1955. Wegen ihrer Haltung wurde sie am 1. Dezember 1955 in Montgomery verhaftet.

Später arbeitete sie im Mitarbeiterstab des Demokratischen Abgeordneten John Conyers (Michigan) des Repräsentantenhauses der USA, der sie in einem CNN-Interview einen „wirklichen Apostel der gewaltfreien Bewegung“ nannte.

Rosa Parks gründete das „Rosa und Raymond Parks Institute for Self Development“ (Institut zur Stärkung der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit) und war bis weit in die 1980er Jahre hinein politisch aktiv. So arbeitete sie in der NAACP mit, einer Bürgerrechtsorganisation der Afroamerikaner.

Sie wurde wegen ihrer Zivilcourage mit den beiden höchsten zivilen Auszeichnungen der USA bedacht: 1996 mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten und mit der „Goldenen Ehrenmedaille des Kongresses“ im Jahre 1999.

Ihr gesundheitlicher Zustand hatte sich im letzten Jahrzehnt zunehmend verschlechtert. Sie hatte sich mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Parks war auf einen Rollstuhl angewiesen und litt an geistiger Verwirrung.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 25.10.2005


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Quellen