Sparmaßnahmen an deutschen Universitäten

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Veröffentlicht: 07:42, 1. Feb. 2015 (CET)
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Berlin (Deutschland), 01.02.2015 – Bei der Universität Leipzig gab es für das Wintersemester 2014/15 einen Rekord beim Ansturm auf die Studienplätze: 48.500 Bewerber kamen auf 7.200 Studienplätze. Besonders gefragt war die Psychologie, wo sich 68 Bewerber auf einen Studienplatz meldeten.

Im Gegensatz dazu stehen offenbar die politischen Beschlüsse: Nach dem Willen der Landesregierung sollen die Hochschulen im Land Sachsen bis 2020 insgesamt 1.042 Stellen einsparen. Bei solchen Entscheidungen werden die Selbstverwaltungsorgane der Hochschulen, also zum Beispiel der Akademische Senat, beteiligt. Sie können eigene Sparvorschläge einbringen. Gespart wird beim Personal insgesamt, jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. So ist die Zahl der Professoren an der Universität Leipzig in den Jahren 2009 bis 2013 mit 422 gleich geblieben, während die Zahl der Hochschullehrer ohne Professur - also der sogenannte Akademische Mittelbau – von 603 auf 587 gesunken ist.

Ähnliches ist an anderen Universitäten – so etwa in Bremen – zu beobachten. Im Haushaltsplan des Landes Bremen stellt die Universität einen „Erfolgsplan für die Geschäftsjahre 2014 und 2015“ vor. Die Zahl der Professoren in den Jahren 2012 bis 2015 soll mit 235 gleich bleiben, während die Zahl der Hochschullehrer im Akademischen Mittelbau von 498 auf 345 sinkt. Außerdem sollte ein ganzer Studiengang – nämlich die Psychologie – eingespart werden, was zu heftigen Protesten führte. In einer aktuellen Erkärung wirft die Studierendenvertretung an der Universität Bremen dem Rektorat mangelnde Transparenz vor.

Veränderungen gibt es bei der Bundesausbildungsförderung. Seit Beginn dieses Jahres übernimmt die Bundesregierung die Kosten, die bisher die Länder getragen haben. Das zusätzliche Geld, welches den Ländern verbleibt, wird aber nicht überall in die Hochschulen fließen, da es auch Bedarf bei den anderen Schulen und in der Kinderbetreuung gibt. Bisher wollen nur Hessen und Bremen die freiwerdenden BAföG-Mittel den Hochschulen in voller Höhe zukommen lassen.


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Quellen