Regensburger Papst-Rede löst Kritik und Proteste in der islamischen Welt aus

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Artikelstatus: Fertig 13:38, 17. Sep. 2006 (CEST)
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Regensburg (Deutschland), 17.09.2006 – Auf Kritik und zum Teil heftigen Protest in weiten Teilen der islamischen Welt stieß eine Rede von Papst Benedikt XVI.. In einer Vorlesung zum Verhältnis von Gewalt und Religion an der Universität Regensburg am 12. September hatte der Papst ein Zitat eines Kaisers aus dem 14. Jahrhundert verwendet, in dem dieser den Propheten Mohammed kritisiert hatte.

Der Papst hatte bei dem theologischen Vortrag aus einem Dialog zwischen dem im 14. Jahrhundert regierenden christlich-byzantinischen Kaiser Manuel II. Palailogos und einem persischen Gelehrten unter anderem die Worte zitiert: „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.“ Diese Bemerkung des Kaisers, die der Papst zuvor als „in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form“ vorgebracht qualifiziert hatte, stand im Kontext der Aussage von Benedikt XVI., dass Gewalt mit dem Wesen Gottes nicht vereinbar sei. Vor dem Zitat hatte der Papst zudem betont, auch Kaiser Manuel habe vermutlich bereits die Koransure gekannt, in der gefordert werde, „kein Zwang in Glaubenssachen“.

Die Folge der Äußerungen von Papst Benedikt sind nun weltweite Proteste moslemischer Kreise. Zuerst haben türkische Religionsführer Kritik geübt. Das Amt für Religiöse Angelegenheiten verlangte in Person von Ali Bardakoğlu eine Entschuldigung und stellte gleichzeitig die geplante Türkei-Reise von Papst Benedikt XVI. im November in Frage.

Die Muslimbruderschaft in Ägypten rief die islamische Welt zu Protesten gegen den Papst auf. Die islamischen Staaten sollten mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan drohen, falls die Äußerung nicht zurückgenommen werde. Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) sprach gar von einer „Verleumdungskampagne“ des Papstes gegen den Propheten Mohammed.

Das pakistanische Parlament verabschiedete eine Resolution, in der die Bemerkungen des Papstes ebenfalls verurteilt werden. Es verlangt eine Entschuldigung des Vatikans. Der Vatikan versucht derweil, die Wogen zu glätten. Ein Sprecher sagte, der Papst habe nicht die Absicht gehabt, die Gefühle der Moslems zu verletzen.

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Quellen