Präsidentschaftswahl in Timor-Leste verlief friedlich

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Artikelstatus: Fertig 23:24, 9. Apr. 2007 (CEST)
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Dili (Timor-Leste), 09.04.2007 – Am Ostermontag hatten mehr als 500.000 Menschen die Möglichkeit, bei den ersten freien Präsidentschaftswahlen seit der Erlangung der Unabhängigkeit von Indonesien 2002 den Nachfolger von Xanana Gusmão zu bestimmen.

Trotz vorhergehenden gewalttätigen Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Gruppen in den vergangenen Wochen verlief die Wahl nach Meinung von UN-Beobachtern friedlich. Das einzige bei der Wahl auftretende Problem war technischer Natur. In einigen Stimmbezirken gingen die Stimmzettel aus. Den Verantwortlichen gelang es jedoch in den meisten Fällen rechtzeitig vor dem Schließen der Wahllokale für Nachschub zu sorgen – mit Ausnahme einiger abgelegener Dörfer im Distrikt Viqueque, wo dies nicht möglich war. Die Wahlkommission muss in diesem Fall noch entscheiden, ob hier noch einmal gewählt werden muss oder ob die Wahllokale zur Fortsetzung des Wahlvorganges noch einmal geöffnet werden sollen.

Tausende Menschen versammelten sich bereits in den frühen Morgenstunden vor den 700 Wahllokalen im Land. Experten schätzen, dass keiner der acht Kandidaten die erforderliche Mehrheit erreicht. Es ist daher wahrscheinlich, dass es innerhalb der kommenden 30 Tage zu einer Stichwahl kommen wird. Dem derzeitigen Premierminister José Ramos-Horta werden die größten Chancen eingeräumt, Gusmão abzulösen. Die beiden stärksten Widersacher sind Francisco Guterres von der Regierungspartei FRETILIN und Fernando de Araújo von der Demokratischen Partei.

Mit dem offiziellen Endergebnis der Wahl wird nicht vor Ablauf einer Woche gerechnet.

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Quellen