Polens Premierminister will der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking fernbleiben

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Veröffentlicht: 19:15, 27. Mär. 2008 (CET)
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Donald Tusk mit dem US-Präsidenten George W. Bush

Warschau (Polen), 27.03.2008 – Der polnische Premierminister Donald Tusk will nicht an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking teilnehmen. Gegenüber der polnischen Zeitung „Dziennik“ sagte Tusk, dass er die Anwesenheit von Politikern bei der Eröffnung als „unpassend“ empfinde. Damit ist er der erste europäische Regierungschef, der sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Laut ORF hat Tusk seinen Schritt mit dem Vorgehen Chinas in Tibet begründet.

Das polnische Außenministerium will die anderen EU-Staaten außerdem zu einer entschiedeneren Haltung gegenüber China bei diesem Thema bewegen. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy schloss am Mittwoch ebenfalls ein Fernbleiben nicht aus. Boykott-Aufrufe aus Polen gibt es auch gegen die Hauptsponsoren der Spiele, unter anderem Coca Cola und Adidas.

Polen verzichtet in der Tibet-Frage offenbar auf diplomatische Rücksichtnahmen. So hat Bogdan Borusewicz, der Vorsitzende der zweiten Kammer des Parlaments, den Dalai Lama nach Polen eingeladen.

Quellen