Pius-Bruder und Holocaust-Leugner Williamson muss Argentinien verlassen

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Veröffentlicht: 18:32, 21. Feb. 2009 (CET)
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Buenos Aires (Argentinien), 21.02.2009 – Der wegen seiner Holocaustleugnung international in die Kritik geratene Bischof Richard Williamson muss Argentinien verlassen. Der Bischof, der der erzkonservativen Priesterbruderschaft St. Pius X. angehört, leitete in der argentinischen Kleinstadt La Reja, in der Nähe von Buenos Aires, ein Priesterseminar der Bruderschaft. Nach dem aufsehenerregenden Interview, das Williamson am 1. November 2008 bei einem Aufenthalt in Deutschland einem schwedischen Fernsehsender gewährte, hatte die Priesterschaft dem Bischof allerdings die Leitung der Einrichtung entzogen. Williamson hatte in dem Interview die Zahl der in Nazi-Deutschland ermordeten Juden mit lediglich 200.000 bis 300.000 angegeben und die Existenz von Gaskammern zur Durchführung des Massenmordes an den Juden abgestritten. In Argentinien gilt die Leugnung des Holocaust nicht als Straftat. Die Behörden fanden nun einen legalen Grund, um die Androhung einer Ausweisung des Bischofs zu begründen. Seine Einreisepapiere seien nicht in Ordnung gewesen, als er 2003 nach Argentinien eingereist war, hieß es. Er hatte sich als Angestellter ausgegeben, während er in Wirklichkeit Priester war. Die argentinischen Behörden forderten Williamson auf, das Land bis spätestens Ende nächster Woche zu verlassen. Andernfalls würde eine Ausweisung erfolgen. Heute wurde bekannt, dass Williamson dem Verlangen der argentinischen Behörden nachkommen wird. Die argentinische Zeitung La Nación brachte eine entsprechende Meldung, in der sie sich auf die Leitung der Pius-Bruderschaft in Argentinien beruft. In welches Land er ausreisen wird, ist noch nicht bekannt. Wie verlautet, entscheidet darüber die Leitung der Pius-Bruderschaft in Europa.

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Quellen