Patient mit Lassafieber nach Frankfurt verlegt

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Artikelstatus: Fertig 11:00, 23. Jul. 2006 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 23.07.2006 – Ein aus Sierra Leone stammender 70-jähriger Mann hat sich mit dem Lassafieber infiziert. Er ist am 11. Juli 2006 nach Deutschland eingereist und befindet sich inzwischen auf der Isolierstation der Uni-Klinik in Frankfurt. Dorthin wurde er von einem Krankenhaus in Münster überwiesen. Zurzeit ist der Mann immer noch bewusstlos. Auch seine Frau und die gemeinsame Tochter stehen vorsorglich unter ärztlicher Beobachtung.

Das Tropeninstitut in Hamburg bestätigte, dass der Mann an Lassafieber erkrankt sei. Jedoch sei die Bevölkerung nicht direkt gefährdet. Die Krankheit kommt in Westafrika häufig vor. Alleine das Einatmen von Urintröpfchen eines infizierten Tieres oder das Essen von mit Urin verunreinigten Speisen können zu einer Ansteckung führen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist ebenfalls möglich, und zwar durch Blut, Speichel, Erbrochenes, Urin oder abgehustete Bluttröpfchen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt, dass die Krankheit eine Inkubationszeit von drei bis 17 Tagen habe, die Netzeitung berichtet sogar von einer Inkubationszeit von bis zu drei Wochen. Typische Krankheitsanzeichen sind hohes Fieber, Hals-, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwindelgefühl und Durchfall. Später kann es zu Hautblutungen und Schwellungen in Gesicht und am Nacken kommen. Wird die Krankheit rechtzeitig mit Medikamenten behandelt, können Organschäden und innere Blutungen weitgehend vermieden oder gemildert werden.

Die Behörden bitten die Mitreisenden des erkrankten Mannes, das heißt, die Teilnehmer des Flugs der Fluggesellschaft Sabena am 10. Juli von Freetown über Abidjan nach Brüssel (mit der Flugnummer SN207) und des Flugs am 11. Juli von Brüssel nach Frankfurt (mit der Flugnummer SN2607), sich vorsorglich beim Robert-Koch-Institut in Berlin zu melden. Die entsprechende Telefonnummer lautet 0172-6955458, und sie ist tagsüber erreichbar.

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Quellen