Organspende: Entscheidungslösung setzt sich durch

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Veröffentlicht: 06:11, 1. Jul. 2011 (CEST)
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Transplantierte Hornhaut

Frankfurt am Main (Deutschland), 01.07.2011 – Das Ergebnis der zweitägigen Konferenz der Gesundheitsminister der Länder in Frankfurt am Main steht. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) teilt mit, dass in Zukunft jeder Bürger mindestens einmal im Leben bewusst die Entscheidung treffen muss, ob er Organe spenden will.

Bei welcher Gelegenheit eine Erklärung gefordert wird, steht noch nicht fest, möglich wäre es beispielsweise, diese bei der Aushändigung eines neuen Reisepasses oder Personalausweises abzufordern. Der Bürger könne dann entscheiden, ob er zur Spende bereit ist, diese ablehne oder keine Erklärung abgeben will. Würde er keine abgeben, so liege die Entscheidung im Falle des Todes bei den Angehörigen, so Stefan Stefan Grüttner (CDU).

Das Transplantationsgesetz soll noch im Jahr 2011 geändert werden. SPD und Union wollen dazu einen gemeinsamen Gesetzentwurf einbringen. Die Widerspruchslösung konnte sich nicht durchsetzen. Aktuell ist eine Zustimmung zu Lebzeiten erforderlich, weshalb zu wenige Organe für die Transplantation zur Verfügung stehen.

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Quellen