Nordrhein-Westfalen: Stempelnummern von dioxin-belasteten Eiern veröffentlicht

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Veröffentlicht: 22:28, 4. Jan. 2011 (CET)
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Düsseldorf (Deutschland), 04.01.2011 – Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz von Nordrhein-Westfalen veröffentlichte heute Stempelnummern von Eiern, die mit überhöhten Dioxinwerten belastet sind. Gestern war bekannt geworden, dass in Nordrhein-Westfalen 120.000 belastete Eier in den Handel gelangt waren.

Die möglicherweise belasteten Eier aus zwei landwirtschaftlichen Betrieben waren am 23.12.2010 in den Verkauf gelangt. Es handelt sich um XL-Eier mit der Stempelnummer 2-DE-0513912 (Betrieb 1) sowie braune Eier aus Betrieb 2 mit der Stempelnummer 3-DE-0514411. Die weißen Eier mit der gleichen Stempelnummer sind unbelastet. Das Ministerium weist darauf hin, dass durch den Verzehr einer geringen Menge dieser Eier keine akute Gesundheitsgefährdung bestehe.

Unterdessen begannen heute Durchsuchungen im Rahmen von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen die schleswig-holsteinische Firma, die mit Dioxin belastete Futtermittel in den Handel gebracht hatte. Die Ergebnisse von rund 100 bereits am Sonntag in diesem Betrieb entnommener Proben würden bis Mittwoch erwartet.

Das Land Nordrhein-Westfalen gab am Abend bekannt, dass 139 weitere landwirtschaftliche Betriebe vorsorglich stillgelegt worden seien. Die landwirtschaftlichen Betriebe seien mit möglicherweise belastetem Futter beliefert worden. Betroffen sind 81 Schweinehalter sowie 13 Milchvieh- und fünf Rindermastbetriebe im Landkreis Minden-Lübbecke, 38 Schweinehalter im Kreis Borken sowie zwei Betriebe im Kreis Kleve.

In Niedersachsen waren gestern über 1.000 Betriebe wegen des Dioxin-Skandals gesperrt worden.

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Quellen