Nordkorea stellt Bedingungen für Stopp seines Nuklearwaffenprogramms

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Artikelstatus: Fertig 00:07, 24. Sep. 2005 (CEST)
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Die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea

Peking (China) / Pjöngjang (Nordkorea), 20.09.2005 – Gestern hatte die nordkoreanische Führung bei den „Sechs-Nationen-Gesprächen“ in Peking einer nuklearen Abrüstung zugestimmt. Heute forderte sie zunächst die Lieferung von Kernreaktoren durch die USA.

Die Vertreter Chinas, Südkoreas und Japan hatten die gestern erreichte schriftliche Übereinkunft als Erfolg gewertet. Darin verpflichtet sich Nordkorea, „alle Atomwaffen und bestehenden Nuklearprogramme aufzugeben und zu einem frühzeitigen Datum zum Atomwaffensperrvertrag und zu den Kontrollen der IAEA zurückzukehren.“ Die USA rückten davon ab, Nordkorea die friedliche Nutzung der Kernenergie zu versagen. Ob das Land einen Leichtwasserreaktor erhält, soll bei weiteren Gesprächen im November geklärt werden.

Nun droht ein Streit über den ersten Schritt. Der japanische Außenminister nannte die Forderung Pjöngjangs, zunächst Kernreaktoren zu erhalten, „inakzeptabel“. Auch die USA wiesen sie zurück.

Seit 2002 hatten China, Nordkorea, Japan, Russland und die USA mit dem Regime verhandelt. Die gestrige Vereinbarung kam nach einer mehrwöchigen Verhandlungspause zu Stande. Zuvor hatte sich die vierte Runde der Gespräche festgefahren.

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Quellen