Neue Vorwürfe gegen Israel wegen Streubombeneinsätzen

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Artikelstatus: Fertig 23:21, 27. Aug. 2006 (CEST)
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Die New York Times berichtete über mögliche israelische Völkerrechtsverletzungen

New York (USA), 27.08.2006 – Gegen Israel sind neue Vorwürfe laut geworden: Nach einem Bericht der „New York Times“ sollen die israelischen Streitkräfte im Südlibanon Streubomben abgeworfen haben.

Danach sollen noch nicht explodierte Bomben auf Balkonen, Wohnhausdächern und in Hauseingängen verstreut liegen. Sie verkörpern ein hohes Risiko für Flüchtlinge, die nach der den Krieg beendenden Waffenruhe nun in ihre Häuser zurückkehren wollen. Nach Angaben der UN-Sprecherin Dalya Farran sind an 285 verschiedenen Orten Streubomben gefunden worden. 30 neue Bombenfunde würden jeden Tag gemeldet. Einige der Bomben, die aus amerikanischer Produktion stammen, sind nach Angaben eines UN-Minenräumspezialisten absichtlich auf bewohnte Gebiete abgeworfen worden, was nach den Genfer Konventionen ausdrücklich verboten ist. Israel bestreitet die Anschuldigungen und beteuert, Streubomben nur in Einklang mit dem Völkerrecht einzusetzen.

Das Außenministerium der Vereinigten Staaten untersucht derweilen, ob der Einsatz der Streubomben Geheimabkommen zwischen Israel und Amerika verletzt, die regeln, zu welchen Zwecken Israel die gelieferten Waffen einsetzen darf. Die Untersuchungen begannen, nachdem offiziell bekannt wurde, dass die israelischen Streubomben Opfer unter der Zivilbevölkerung verursacht haben. Regierungsoffizielle bezweifeln laut der New York Times jedoch, dass die Untersuchungen zu Sanktionen gegen Israel führen werden, und glauben vielmehr, dass der Fall nur untersucht wird, um die Kritik zahlreicher arabischer Länder an der Unterstützung der israelischen Kriegsoperationen durch die Amerikaner zu mildern.

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Quellen