Mélenchon will 2022 wieder gegen Macron antreten

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Veröffentlicht: 21:48, 13. Nov. 2020 (CET)
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Paris (Frankreich), 13.11.2020 – Der Gründer und Fraktionsvorsitzende der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI), Jean-Luc Mélenchon, will bei den anstehenden französischen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2022 wieder antreten. Dies gab er in der Hauptnachrichtensendung des Fernsehsenders TF1 am Sonntag, den 8.11.2020 bekannt.

Mélenchon war bereits zweimal Kandidat der Linken, nämlich 2012, als der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy vom Sozialdemokraten Francois Hollande besiegt wurde, und 2017, als sich der jetzige Präsident, der liberale Emmanuel Macron, in der Stichwahl gegen die Rechtspopulistin Marine LePen durchsetzte.

Mélenchon (2019)

Bei der letzten Wahl errang Mélenchon im ersten Wahlgang 15 Prozent gegen den konservativen Francois Fillon mit ebenfalls 15 Prozent, LePen mit 16 Prozent und Macron mit 18 Prozent. Er scheiterte damit knapp an der Teilnahme an der Stichwahl, in der die beiden ersten Kandidaten des ersten Wahlgangs gegeneinander antreten.

Als Bedingung für seine Kandidatur gab Mélenchon an, er wolle mindestens 150.000 Unterstützer-Unterschriften sammeln. Aufgrund seiner Popularität gilt dies aber als reine Formsache. Rechtliche Voraussetzung für eine Kandidatur ist allerdings das Vorliegen von mindestens 500 Unterschriften amtierender Funktionsträger, etwa Bürgermeister und Abgeordnete auf nationaler oder regionaler Ebene. Die Überwindung dieser Hürde ist für Kandidaten der LFI und der LePen-Partei Rassemblement National regelmäßig nicht ganz einfach, da diese aufgrund des Mehrheitswahlrechts in Verbindung mit der Weigerung der etablierten Parteien, mit ihnen Wahlbündnisse zu schließen, im Parlament und in den Gebietskörperschaften sehr stark unterrepräsentiert sind, obwohl sie durchaus ähnlich hohe Wähleranteile aufweisen. Für Mélenchon bedeutet das, dass er wohl die Unterstützung von Vertretern anderer linker Parteien benötigen wird. Dies kann um so schwieriger werden, je mehr linke Kandidaten versuchen werden, eine Kandidatur zu erreichen.


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Quellen[Bearbeiten]