Zum Inhalt springen

Lisa Franchetti ist erste Navy-Oberkommandierende

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Veröffentlicht: 12:58, 3. Nov. 2023 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 03.11.2023 – Der amerikanische Senat hat Lisa Franchetti zur ersten Frau in der Funktion des Navy-Oberkommandierenden in der Geschichte der United States Navy berufen. US-Präsident Joe Biden hatte die 59-Jährige bereits im Sommer nominiert. Sie übte das Amt seit Mitte August kommissarisch aus. Nun erfolgte ihre Bestätigung im Senat mit 95 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme. Sie ist durch die Ernennung auch die erste Frau im Vereinigten Generalstab der amerikanischen Streitkräfte. In der Navy bekleidete sie zuvor das Amt der Stellvertretenden Oberbefehlshaberin der Navy.

Verteidigungsminister Lloyd Austin wollte eigentlich Admiral Samuel Paparo für den Posten haben, doch wollte Präsident Biden Franchetti als Navy-Oberkommandierende. Paparo soll Kommandeur des United States Indo-Pacific Command werden. In früheren Phasen ihrer Militärkarriere war Franchetti Kommandeurin eines Zerstörers, zweimal Kommandeurin einer Flugzeugträgerkampfgruppe und nach mehreren Einsätzen Kommandeurin der 6. Flotte. Sie ist die zweite Frau, die zum Vier-Sterne-Admiral befördert wurde.



Der Senat bestätigte außerdem die Ernennung des neuen Luftwaffenkommandeurs General David W. Allvin. Er wird Nachfolger von Charles Brown, der seit Ende September der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs ist.

Die Ernennung der beiden Befehlshaber hatte sich verzögert. Eigentlich ist es üblich, dass der Senat hohe Militärposten einstimmig bestätigt. Blockiert wurden die Ernennungen vor allem vom republikanischen Senator Tommy Tuberville, der verlangt, dass Frauen in den US-Streitkräften Unterstützungen gestrichen werden, wenn sie einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen. Dadurch können einzelne Senatoren erzwingen, dass über die Ernennung zeitraubend in den Ausschüssen beraten und abgestimmt werden muss. Verteidigungsminister Austin kritisierte, dass wegen Tuberville seit Monaten die Ernennung von 370 Militärangehörigen in höhere Posten blockiert sei. „Während wir es mit einer Vielzahl von dringenden Herausforderungen zu tun haben, muss die mächtigste Armee der Geschichte bei voller Stärke sein“, sagte Austin.


     Kommentar abgeben


Quellen[Bearbeiten]