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Kein Kontakt zum Weltraumsegler

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Moskau (Russland), 22.06.2005 – Zu dem am 21. Juni um 21:46 Uhr MESZ gestarteten Weltraumsegler, dem Satelliten Cosmos 1, konnte von der Bodenkontrolle in Moskau bisher kein Kontakt hergestellt werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Sonnensegler entweder auf eine falsche Umlaufbahn im Weltall eingeschwenkt ist oder es überhaupt nicht bis ins All geschafft hat.

Die Mission wurde in der Barentssee von dem russischen Atom-U-Boot „Borisoglebsk“ mit einer Rakete des Typs Volna, einer umgebauten SS18-Interkontinentalrakete, gestartet. Sie sollte den 100 Kilogramm schweren Satelliten in eine Höhe von 825 Kilometern transportieren. Die Sonnensegel hätten entfaltet eine Größe von 600 Quadratmetern ausgemacht, die aus acht jeweils 15 Meter langen radial angeordneten Dreiecken bestanden hätten.

Das Raumfahrzeug sollte allein vom Licht der Sonne angetrieben werden. Dabei werden die Lichtpartikel von der Oberfläche der Segel zurückgeworfen. Durch diese winzigen Stöße sollte die Sonde beschleunigt werden.

Bei der Mission handelt es sich bereits um den zweiten Fehlschlag. Bereits im Juli 2001 scheiterte ein Test des Satelliten wegen eines Raketenfehlers: Die dritte Stufe der Trägerrakete trennte sich nicht ordnungsgemäß. Das jetzt gescheiterte Experiment könnte aber wiederholt werden. Insgesamt stünden fünf solcher Satelliten aus dem Lawotschkin-Konzern, dem Erbauer des Satelliten, bereit, sagte ein Sprecher des Moskauer Instituts für Kosmosforschung (IKI).

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Quellen