Kaspertheater nach der Berlinwahl: SPD gibt CDU die Schuld

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Veröffentlicht: 14:52, 25. Sep. 2016 (CEST)
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Angela Merkel, Volker Kauder und Thomas Oppermann im Deutschen Bundestag (von links nach rechts)

Berlin (Deutschland), 24.09.2016 – Erstaunliches vollzieht sich gegenwärtig zwischen den einst großen Volksparteien CDU und SPD. In einem Interview des Deutschlandfunks erklärte der Vorsitzende der SPD-Bundestagfraktion Thomas Oppermann: „Wenn aber eine Regierung wie die Union auf Bundesebene permanent sich in wichtigen Fragen darüber streitet, wie gehandelt werden muss, dann vermittelt sie das Signal, dass sie nicht weiß, wo es langgeht. Leider wird die SPD durch diese Dauerdebatte in der CDU mit runtergezogen.“ In dieser Aussage sehen die meisten Zeitungen eine deutliche Schuldzuweisung an die CDU, das schlechte Wahlergebnis der SPD in Berlin mitverursacht zu haben.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 18. September 2016 hat die SPD 6,7 Prozentpunkte verloren und bekam nur 21,6 Prozent der Stimmen. Die CDU verlor 5,7 Prozentpunkte und landete bei 17,6 Prozent. Drittstärkste Partei wurde die Linke mit 15,6 Prozent. Nach diesem für die Parteien CDU und SPD historisch schlechten Wahlergebnis wird eifrig nach den Gründen gesucht, warum diese beiden Parteien zusammen nur noch weniger als 40 Prozent der Wählerstimmen an sich binden konnten. Die CDU sieht vor allem landespolitische Gründe für das Wählerverhalten in Berlin.


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Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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Quellen[Bearbeiten]