Kampusch erwägt Schadenersatzklage gegen Österreich

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Veröffentlicht: 08:52, 8. Feb. 2008 (CET)
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Wien (Österreich), 08.02.2008 – Natascha Kampusch (19) erwägt eine Klage gegen Österreich. Allerdings will sie abwarten, ob sich Hinweise auf Versagen der Polizei als wahr erweisen.

Nach einem vom Grünen-Abgeordneten Peter Pilz veröffentlichten Polizeidokument hatte die Kampusch-Sonderkommission schon zehn Tage nach der Entführung Hinweise auf Nataschas Entführer Wolfgang Priklopil. Dieser wurde zwar vernommen und hatte auch kein Alibi, trotzdem wurde die Spur nicht verfolgt. Gerold Ganzer, Rechtanwalt Kampuschs, sagte: „Wenn sich herausstellen sollte, dass man Frau Kampusch aufgrund des Hundeführer-Hinweises auf Wolfgang Priklopil acht Jahre früher hätte befreien können, und dass Verschulden der Behörden vorliegt, weil man ihnen nicht nachgegangen ist, so werden wir klagen.“

Natascha Kampusch selbst ist entsetzt und wütend.

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Quellen