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Iran weist Resolution der Vereinten Nationen erneut zurück

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Artikelstatus: Fertig 22:33, 6. Aug. 2006 (CEST)
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Teheran (Iran), 06.08.2006 – Iran hat die Resolution des UN-Sicherheitsrates vom 31. Juli des Jahres mit der Aufforderung an den Iran, die Uran-Anreicherung zu stoppen, zurückgewiesen. Das geschah in Form einer Erwiderung durch den iranischen Chefunterhändler Ali Laridschani auf einer Pressekonferenz, die am Sonntag in Teheran stattfand. Ali Laridschani wird von der Nachrichtenagentur dpa mit den Worten zitiert: „Die Resolution hat keine rechtliche Basis, und der Iran würde weder einer Resolution zustimmen, die uns unserer legitimen Rechte nach dem Atomwaffensperrvertrag beraubt, noch Drohungen und Ultimaten nachgeben.“ Weiterhin ließ der Unterhändler durchblicken, sein Land könne seine starke Stellung als Öllieferland dazu benutzen, in adäquater Weise auf Sanktionen zu antworten. Laridschani sprach dabei von „schmerzhaften“ Reaktionen. Trotz dieser Reaktion soll es aber noch am 22. August zu einer Art offiziellen Antwort kommen.

Die Reaktion Larischanis folgte zeitlich einer Stellungnahme des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der sich direkt nach Verkündung der Resolution durch die UNO in ähnlicher Form geäußert hatte.

Nach wochenlangen Verhandlungen hatte der UN-Sicherheitsrat am Montag, den 31. Juli in New York eine Resolution verabschiedet, die den Iran auffordert, bis zum 31. August die Urananreicherung und -wiederaufbereitung einzustellen. Der Beschluss, der auf einen gemeinsamen Entwurf Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands zurückgeht und von den USA unterstützt wurde, trägt die Nummer 1696 und fordert den Staat Iran auf, alle Auflagen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) zu erfüllen.

Die Resolution der UNO sieht bei Nichtbeachtung durch den Iran eine vollständige oder teilweise „Unterbrechung der Wirtschaftsbeziehungen, des Eisenbahn-, See- und Luftverkehrs, der Post-, Telegraphen- und Funkverbindungen sowie sonstiger Verkehrsmöglichkeiten“ vor. Auch die „diplomatischen Beziehungen“ könnten abgebrochen werden.

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Quellen