Hongkong: Zehntausende demonstrieren für die Regierung

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Veröffentlicht: 19.08.2014, 03:30 (CEST)
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Hongkong (China), 19.08.2014 – Am Sonntag gingen Zehntausende Menschen – die Polizei spricht von 110.000, Beobachter der Universität Hongkong von 80.000 Personen – in Hongkong auf die Straße, um ihre Unterstützung für die Regierung zu demonstrieren. Anfang Juli war es in der rechtlich zu China gehörenden Stadt, in der aber ein weitgehend demokratisches politisches System und uneingeschränkte Meinungsfreiheit herrschen, zu Massenprotesten gegen die Regierung gekommen. Demonstranten hatten damals gedroht, das Finanzzentrum der Stadt zu blockieren, wenn die Regierung ihren Forderungen nach Wahlrechtsreformen für die Wahl des nächsten Regierungschefs 2017 nicht nachkomme. Nun gingen die Gegner dieser als Occupy Central bekannten Gruppe auf die Straße. Sie wollten auch Demokratie, sagt ein Sprecher der Gruppe, die sich „Alliance for Peace and Democracy“ (AFP) nennt, aber sie würden sich gegen jede Gewalt aussprechen und die Ansichten der Regierung über den Wahlmodus unterstützen. Die AFP hat unter Hongkonger Bürgern rund 1,5 Millionen Unterschriften für die Unterstützung ihrer Ansichten gesammelt, was nach ihren Angaben die Erwartungen weit übertrifft. Die Occupy Central Bewegung hatte Ende Juni in einer Bürgerbefragung knapp 800.000 Menschen mobilisiert, ihre Stimme zu verschiedenen Vorschlägen, die ihrer Ansicht entsprechen, für die nächste Wahl abzugeben.

Während sich die AFP versammelte, fand ein Lauf von 1.500 Unterstützern von Occupy Central durch die Stadt statt. Ein Ende der Kontroverse ist dabei weiterhin nicht in Sicht. Die in Peking erscheinende Global Times meinte dazu, dass Demonstrationen in „entwickelten demokratischen Ländern“ eine Traditon hätten und zur politischen Diskussion gehörten, aber in sich „entwickelnden Ländern“ könne es zu einem Sturz der Regierung durch eine Revolution kommen. Die Zeitung sprach in diesem Zusammenhang die Warnung aus, dass Hongkong im Chaos versinke, wenn derartige Konfrontationen weitergingen, und es „unerwünschte politische Konsequenzen“ zur Folge hätte.


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