Georgischer Präsident ruft Kriegsrecht aus

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Veröffentlicht: 19:54, 11. Aug. 2008 (CEST)
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Demonstration in Georgien

Tiflis (Georgien), 11.08.2008 – Der georgische Präsident Michail Saakaschwili reagiert mit der Verhängung des Kriegsrechtes nach eigenen Angaben auf die Angriffe der russischen Luftwaffe. „Ich fordere Russland auf, mit der Bombardierung friedlicher georgischer Städte aufzuhören“, sagte er. Gleichzeitig sind Hunderte von Toten zu beklagen.

Das Kriegsrecht soll 15 Tage andauern. Der Hafen Poti wurde bei den Angriffen nach Angaben des georgischen Außenministeriums zerstört. Die russische Schwarzmeerflotte zieht sich an Georgiens Küste zusammen.

Die Stadt Zchinwali wird von russischen Truppen kontrolliert. Russische Streitkräfte greifen fünfzehn Städte in Georgien an. Der Sekretär des georgischen Sicherheitsrates, Alexander Lomaia, teilte dies mit. Auch 1.000 Soldaten der Teilrepublik Abchasien nehmen mittlerweile aktiv am Krieg teil. Am Sonntag wurde auch der Einsatz von russischen Panzern in der georgischen Stadt Gori gemeldet.

US-Präsident George W. Bush und Vizepräsident Dick Cheney kritisierten das Vorgehen Russlands. Im Vorfeld hatte Georgien versucht, den UN-Sicherheitsrat mit der Lösung des Konfliktes zu beauftragen. Dies war durch Luftraumverletzungen Russlands motiviert.

Während in Anwesenheit der Außenminister Frankreichs und Finnlands, Bernard Kouchner und Alexander Stubb, Georgien eine Waffenstillstandsvereinbarung unterschrieb, kündigt der russische Politiker Wladimir Putin eine Fortführung der Kämpfe bis zum "logischen Ende" an.

Zitate

  • „Ich bin davon überzeugt, dass es noch einen breiten Handlungsspielraum für eine gerechte und ehrbare Lösung für alle Seiten gibt. Man muss an den Verhandlungstisch zurückkehren, denn das ist der einzige Weg, um eine nicht nur dauerhafte, sondern auch für alle befriedigende Lösung zustande zu bringen.“ (Apostolischer Nuntius Antonio Mennini, gefunden bei Radio Vatikan, 09.08.2008)
  • „Ich bitte die internationale Gemeinschaft und die einflussreichen Länder, alles zu tun für eine friedliche und dauerhafte Lösung – für ein offenes und respektvolles Zusammenleben." (Papst Benedikt XVI., gefunden bei Radio Vatikan, 10.08.2008)
  • „Ich sagte, diese Gewalt ist nicht akzeptabel." (US-Präsident George W. Bush zum Sender NBC, gefunden auf stern.de, 11.08.2008)

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Quellen