Görlitz: 25-jähriger Mann zündet eigene Mutter an

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Veröffentlicht: 16:39, 29. Feb. 2008 (CET)
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Görlitz (Deutschland), 29.02.2008 – Im sächsischen Görlitz spielte sich am Morgen des 27. Februars 2008 ein grausiges Familiendrama ab. Eine 51 Jahre alte Frau wurde von ihrem eigenen Sohn (25) mit Benzin übergossen und angezündet. Noch bevor die Frau in Brand gesteckt wurde, konnte sie bei der Polizei gegen 4.00 Uhr einen Notruf absetzen.

Till Neumann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz, teilte in einer öffentlichen Stellungnahme mit, dass die Polizei bereits kurze Zeit nach Eingang des Notrufs in der Wohnung des Opfers eintraf. Trotz des schnellen Einsatzes konnte die Frau nur noch tot geborgen werden. Beim Opfer handelt es sich um eine Lehrerin einer örtlichen Berufsfachschule. Sie war eine renommierte Sozialwissenschaftlerin und Mitautorin zahlreicher wissenschaftlicher Bücher. Sie galt bei Kollegen und Mitbewohnern des Mehrfamilienhauses als freundlich und unauffällig.

Der 25-jährige Sohn des Opfers befand sich beim Eintreffen der Beamten noch im selben Haus und konnte wegen dringenden Tatverdachts verhaftet werden. Der Student, der zu Besuch bei seiner Mutter war, gestand die Tat bereits und gab als Anlass einen Streit an. Sein eigentliches Motiv bleibt jedoch weiterhin unklar. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der Anlass im weiteren familiären Umfeld zu suchen ist, und ermittelt derzeit nach weiteren Angehörigen. Ebenso hat sie die Obduktion des Opfers angeordnet, um die Tatumstände zu klären. Bis Freitag sollen die Ergebnisse vorliegen.

Der Täter bleibt vorerst in Gewahrsam und wird demnächst einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über einen Haftbefehl entscheidet.

Quellen